26-Jähriger ist seit 10 Jahren Profi: „LoL ist mein Leben. Ich hab echt Angst, aufzuhören“

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author image by | Gaming | 0 Comments | 26 Jul 2021

Der Südkoreaner „Impact“ Eon-young ist seit 10 Jahren ein Profi-Spieler in League of Legends. Schon mit 18 wurde er Weltmeister und hat alles gewonnen, was es in Lol zu gewinnen gibt. Seit 8 Jahren ist der Südkoreaner ein Legionär und spielt in den USA. Jetzt erklärt er, wie er so lange Profi-Spieler sein kann, ohne auszubrennen, wie viele andere, und warum er Angst vor der Rente hat.

Das ist Impact:

Der Südkoreaner Impact ist einer der erfahrensten LoL-Profis überhaupt: Er wurde bereits 2013, am Anfang seiner Karriere, Weltmeister bei SKT T1, zusammen mit legendären Spielern wie Faker, Bengi oder Piglet. 2014 und 2015 wurde er 2-mal Meister in Südkorea, wechselte in die USA und gewann hier 4-mal die LCS.Impact ist Top-Laner. Er ist für sein Spiel mit Champions wie Jayce, Shen, Jax oder Rumble bekannt.In seinem 10. Jahr als Profi spielt Impact für ein Mittelklasse-Team der LCS, für Evil Genius, und kann’s immer noch. Erst vor wenigen Tagen stellte er einen neuen Rekord in der LCS auf, weil er einen Gegner, der 7 Jahre jünger war als er selbst, total dominierte.

„League of Legends ist mein Leben”

Wie kann er so lange Profi sein? Viele junge Männer halten das harte Leben eines LoL-Profis nur 5 oder 6 Jahren aus. Das ständige Training, ein ungesunder Lebens-Stil, ständige Änderungen an LoL und damit am Meta fordern ihren Tribut.

Mit 23 ist für den durchschnittlichen LoL-Profi Schluss, sogar Star-Spieler wie Bjergsen beenden ihre Karriere mit 24. Von den ersten Weltmeistern in Lol spielt kaum noch wer aktiv. Einige frühere Star-Spieler mussten ihre Karriere sogar wegen chronischen Verletzungen oder psychischen Problemen frühzeitig beenden.

LoL-Profi Pawn musste seine Karriere beenden, weil er besessen davon wurde, dass sein PC perfekt eingestellt war. Es wurde zu einer Zwangsstörung.

In einem Interview erzählt Impact jetzt, wie er den „Burnout“ vermeidet, der viele LoL-Profis nach einigen Jahren einholt.

„Ich hab noch nie so richtig was wie Burnout erlebt. Ich bin mir nicht sicher, aber meine Einstellung geht in die Richtung, dass League of Legends mein Leben ist. Wenn ich aufwache, denke ich ans Matchup, das ich heute haben werde. Ich mag’s über LoL nachzudenken, um neue Ideen zu entwickeln. Andere Leute spielen irgendwelche anderen Spiele, um sich von ihrem Leben abzulenken, aber ich mag einfach League of Legends.

Eine Menge Leute bekommen Burnout, weil sie LoL wie Arbeit betrachten. Wenn du deinen Alltag als Job siehst, dann wirst du leicht ausbrennen. Wenn du für Geld spielst oder für einen sicheren Arbeitsplatz, dann wirst du auch schnell ausbrennen. Aber LoL ist einfach mein Leben. Wenn ich aufhöre, dann hab ich echt Angst: Denn ich hab keine Ahnung, was ich dann machen soll.“

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“Die Leute denken immer: Nur weil ich Geld habe, kann ich aufhören”

Warum hat er Angst vor der Rente? Mit 26 und nach 10 Jahren als Profi dürften sich die meisten LoL-Spieler auf ihre Rente freuen. Wer weiter was mit LoL zu tun haben möchte, wird vielleicht Vollzeit-Streamer wie Sneaky und Doublelift. Oder er kann Profi-Trainer werden wie Bjergsen und Wolf. Aber für Impact gibt’s im Moment nur eins: Weiterspielen.

 Impact sagt:

„Die Leute denken immer, nur weil ich Geld habe, kann ich aufhören und ein gutes Leben haben, aber mir wäre furchtbar langweilig und ich würde mich im Leben verloren fühlen. Ich will gar keine Pause machen, weil es mich einfach langweilen würde.

Ich mag den Wettkampf. Das Verlieren fühlt sich mies an, doch das Gewinnen macht mich glücklich. Deshalb krieg ich auch keinen Burnout, weil ich weiß, dass all meine Arbeit mir das Gefühl bringen wird, zu gewinnen. Es ist das beste Gefühl überhaupt.“

Alles langweilt Impact – außer richtig gute Gegner in LoL

Das fällt noch auf: Im Interview wirkt es so, als sei Impact noch immer von seiner Zeit bei SKT1 vor 8 Jahren gezeichnet. Er sagt, damals hätte er um seine Spielzeit kämpfen müssen. Alles fühlte sich nach Grind und unheimlich viel Druck an. Damals begriff er, dass er ein Umfeld braucht, in dem es weniger Druck gibt, um zu sehen, wie viel Spaß LoL eigentlich macht.

Heute, sagt Impact, gefällt ihm alles: Er hat viel mehr Freiheiten und Spaß. Alles mache ihm Spaß: Training mache Spaß, Solo-Queue mache Spaß, sogar die furchtbare Solo-Queue in den USA macht ihm gute Laune.

Faker ist “das Gesicht” von LoL. Mit ihm gewann Impact bereits vor 8 Jahren den WM-Titel.

Offenbar war Impacts Zeit bei T1 so hart, dass ihm seitdem alles wie Urlaub vorkommt. Er scheint zudem LoL einfach zu lieben. Andere Spiele langweilen Impact. Auch LoL „nur so zum Spaß zu spielen“, findet er doof. Impact will immer nur Ranked gegen die besten Spieler zocken, sagt er. Dadurch kriegt er einen Kick.

Offenbar scheint ihn sein Beruf derart auszufüllen, dass er ihn gar nicht mehr als Beruf wahrnimmt, sondern als sein Leben.

Impact hat eine spannende Karriere hingelegt. Mit 18 schon Weltmeister, mit 26 immer noch Profi. In der Zeit hat er einiges an Geld verdient und das investiert:

Impact enthüllt stolz, was er sich von 7 Jahren LoL gekauft hat

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