Apex Legends feuert deutschen Chef-Designer für Dinge, die er vor 14 Jahren schrieb

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author image by | Gaming | 0 Comments | 11 Aug 2021

Respawn Entertainment und EA haben sich von Daniel Klein getrennt: Er war Lead Game Designer des erfolgreichen Shooters Apex Legends. Wie der Entwickler selbst sagt, wurde er für „furchtbare und bigotte Dinge gefeuert“, die er 2007 sagte. Heute sei er aber ein anderer, besserer Mensch.

Das ist Daniel Klein:

Daniel Klein fing wie viele Entwickler ganz unten in der Spiele-Entwicklung an. Er begann als Kunden-Dienstmitarbeiter für GOA in Frankreich und prüfte dort später als „QA-Tester“ die Übersetzung von Warhammer Online auf Deutsch. Als er Frankreich verließ, hatte er es zum QA-Lead gebracht.Seine Karriere startete in Los Angeles so richtig durch: Er fing 2010 bei LoL-Entwickler Riot Games an und brachte es dann in 8 Jahren vom Communiy-Coordinator zum Champion Designer und System Designer. Er arbeitete an Champs wie Lucian, Azir, Tahm Kench, Tailyah und Kayn.Im Januar 2020 wechselte er zu Respawn Entertainment und wurde dort im November desselben Jahres zum „Lead Game Designer“. Apex Legends ist der Shooter-Hit für EA der letzten Jahre und gilt als großes Zukunft-Projekt für die Firma.

Vom QA-Tester in Frankreich zum Chef-Designer von Apex Legends: Das ist eine beeindruckende Karriere, die Daniel Klein in 13 Jahren hingelegt hat. Doch nun wurde ihm was zum Verhängnis, das er noch vor seinem Karriere-Start in der Gaming-Industrie getan hat.

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“Es liegen sehr dunkle Tage hinter mir”

Das sagt Klein jetzt:

Klein sagt auf Twitter: Er hatte am Freitag seinen letzten Arbeitstag für Respawn.:

„Ich will sehr offen sein. Ich fühle mich, als sei mein Herz gebrochen. Es liegen sehr dunkle Tage hinter mir.“

Ganz offenbar wurde er für „furchtbare, scheinheilige Dinge“ gefeuert, die er 2007 gesagt hatte. Klein sagt: „Ich stimme zu, DIESER Typ sollte wirklich entlassen werden“. Doch Klein ergänzt, er habe in den letzten 14 Jahren viel Energie reingesteckt, ein besserer Mensch zu werden.

Damals habe er sexistische und rassistische Sachen gesagt, aber nicht, weil er sie glaube, sondern weil er eine Reaktion aus Leuten herauskitzeln wollte. Das würde nichts entschuldigen, weil die Worte dieselbe Wirkung hatten, aber er erwähne das jetzt trotzdem: Denn mit der Hilfe von vielen Leute konnte er sich auf die Reise machen, ein besserer Mensch zu werden:

„Um das klar zu stellen. Ich sage nicht, dass Respawn und EA irgendwas falsch gemacht haben. Sie waren absolut im Recht, mich rauszuwerfen, auch wenn ich mit ihrer Entscheidung nicht übereinstimme.“

Klein sagt, am liebsten würde er jetzt einfach abschalten und entspannen. Aber so funktioniere er nicht. Er habe ein lähmendes Angstgefühl und er müsse sich jetzt zumindest nach einem neuen Job umsehen, sonst fresse ihn das auf.

Vor allem tut es ihm für das Apex-Team leid, die jetzt Probleme haben, die sie nicht gebrauchen können. Klein glaubt aber, dass Apex eine tolle Zukunft vor sich, da komme noch so viel „cooler Scheiß“.

Üble Postings aus 2007 tauchen auf

Was hatte er denn gesagt? Offenbar wurde Daniel Klein ein YouTube-Video vom 28.7. zum Verhängnis. Der YouTuber “Thordan Smash” zeigt, dass Klein in aktuellen Balancing-Diskussionen um Apex Legends kontrovers auftritt. So erklärt er einem Nutzer auf Twitter, der sich über die Balance beschwert, er solle den Job erstmal ein paar Jahr selbst machen, bevor er anderen Leuten erklärt, wie der Job geht.

Der YouTube präsentiert dann Postings aus 2007 von Klein, die er auf Message-Boards ausgegraben hat. Es werden dabei 3 Posts gezeigt, die “rassistisch und sexistisch” waren, wie Klein 14 Jahre später selbst eingesteht.

So nannte er Frauen “unzuverlässige, verrückte Personen, deren Gehirn in den Brüsten steckt”, außerdem hätten Frauen das Idioten-Chromosom-Paar (XX).

Der YouTuber folgert aus einem anderen Tweet, Klein sei damals bereits 27 Jahre alt gewesen. Hätte es also eigentlich schon besser wissen müssen. So jemand sei für Apex Legends untragbar.

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Die Sache hat gerade jetzt eine zusätzliche Note, weil sich Klein in den letzten Wochen auf Twitter ausgiebig zum Sexismus-Skandal bei Blizzard geäußert hat. So schrieb er, er sei vor allem von “Greg Street” (WoW, LoL) enttäuscht. Der sei damals ein Held für ihn gewesen.

Einige vermuten nun, EA und Respawn könnten auch deshalb so rigoros durchgegriffen haben, weil der Blizzard-Skandal über allem schwebt.

Das ist die Diskussion um seine Entlassung: Auf reddit wird die Entlassung von Klein diskutiert. Dort hatte man den Entwickler offenbar ohnehin im Fokus, weil er mit kontroversen Äußerungen ins Fadenkreuz gerückt war, die sich um das Balancing von Apex Legends drehten.

Klein hatte sich auf reddit in den letzten Monaten offenbar einige Feinde gemacht, wie man am giftigen Ton der Kommentare rauslesen kann.

Das Internet vergisst nichts und so manches Posting kann einem Jahre später die Karriere ruinieren:

Twitch-Streamerin wird Profi in Valorant fürs Top-Team, 3 Tage danach gefeuert

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