Auch wenn ihr das Season-Modell von Destiny 2 hasst, ist es irre erfolgreich

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author image by | Gaming | 0 Comments | 09 Sep 2021

Destiny 2 ist tot? Von wegen: auf Steam geht’s dem Action-MMO in Season 15 so gut wie noch nie. Was sorgt für die immer größere Popularität und was macht Bungie plötzlich richtig?

Destiny 2 feierte am 6. September 2021 sein 4-jähriges Jubiläum. Bungies Action-MMO hat sich dabei als eines der Spieler-stärksten Games auf Steam überhaupt etabliert und es ist in der aktuellen Season 15 sogar noch populärer.

Die Memes “Destiny 2 ist tot!” und Rufe wie “zockt das noch jemand?” können Hüter also getrost ignorieren, denn die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Auffällig ist, dass gerade das verhasste Season-Modell immer mehr Spieler anlockt – was macht Bungie jetzt plötzlich besser?

Deswegen hasst ihr Seasons: MeinMMO hat mit Umfragen erfahren, dass unsere Leser mehrheitlich das Season-Modell von Destiny 2 ablehnen. Diesen Trend bestätigt ihr uns immer wieder in den Kommentaren – auch unter aktuellen Artikeln: So kommt die Saison der Verlorenen in Destiny 2 an – Wie gefällt sie euch?

Als Gründe werden meist genannt, dass Bungie den saisonalen Content ewig streckt, also durch Time-Gates künstlich in die Länge zieht. Viele merken zudem an, dass nach der anfänglichen Flitterwochen-Phase mit einer frischen Season die Luft nach nur wenigen Tagen raus ist. Schnell sind die neuen Exotics geholt und nachdem der Season Pass auf Stufe 100 ist, gibt es kaum Dinge zu tun.

Ihr würdet euch lieber öfter große DLCs wünschen, die dann massig neuen Inhalt auf einmal liefern, statt nach wenigen Stunden die Woche wieder bis zum nächsten Weekly Reset warten zu müssen, um neue Geheimnisse zu erforschen.

So bekommt Destiny 2 neuen Content:
Etwa alle ein oder zwei Jahre gibt es ein großes Addon zu kaufen (30-40 €), welches neue Locations und fundamentale Änderungen mit sich bringt – im Februar 2022 ist es mit “Witch Queen”-DLC wieder so weit. Das letzte große DLC war Beyond Light Ende 2020.
Etwa alle 3 Monate startet zudem eine neue Season: Diese Kapitel bringen neue Waffen, Aktivitäten, einen Battle Pass und sind wie eine TV-Serie aufgebaut. Jede Woche gibt es ein paar Kleinigkeiten zu tun und ein Story-Strang streckt sich über die Season-Dauer. Die Season bietet viele Gratis-Inhalte, voller Zugriff kostet aber circa 10 €.
Mehrmals im Jahr gibt es zudem kleinere Events, die dann meist für alle gratis sind. Eine Ausnahme bildet das 30-jährige Bungie-Jubiläum im Dezember 2021. Das Event besitzt viele Bezahl-Inhalte, bringt aber auch deutlich mehr Content als andere Events.

Die (Steam-)Zahlen sprechen für Bungie

Seit Destiny 2 auf Steam umgezogen ist, können wir die Spieler-Population für den PC ganz genau betrachten. Die genauen Zahlen für PlayStation 5 und 4 sowie Xbox Series X/S und One sind ein Geheimnis – die meistbesuchte Plattform soll aber die PlayStation sein. So im Detail wie bei Steam lässt sich die Population leider nicht auslesen.

So sehen die Spielerzahlen auf Steam aus:

177.734 spielten im Peak die neue Saison der Verlorenen zum Start (Season 15) im August 2021.157.679 gleichzeitige Spieler waren zum Start der Saison des Spleißers (Season 14) im Mai 2021 dabei.132.225 Hüter hatte die Saison der Auserwählten (Season 13) im Februar 2021 zum Start im Peak.

Man sieht, Season für Season kommen mehr Spieler auf Steam zusammen, um Destiny 2 zu zocken.

So sah das letzte Jahr von Destiny 2 auf Steam aus – Quelle: Steam

Starke Ausreißer in den Steam-Zahlen gabs sonst im letzten Jahr zu 2 Gelegenheiten:

241.843 User spielten gleichzeitig die Erweiterung Beyond Light bei Release im November 2020, auch wenn es ein holpriger Start war.187.504. Hüter waren im Peak bei der Wiedereröffnung des Kult-Raid “Gläserne Kammer” im Mai 2021 dabei.

Abseits von den beiden Event-Schwergewichten war Destiny 2 seit dem Umzug auf Steam nicht so beliebt, wie jetzt mit der Season 15. Eine weitere Erfolgsmeldung ist, dass die Spielerzahlen auf Steam auch nicht so schnell abnehmen. Es ist also kein kurzfristiges Hoch.

Destiny 2 befindet sich recht solide in den Top-10 der meistgezockten Titel auf Steam. Zu Peaks ist auch eine Platzierung unter den Top-5 drin. Selbst 2 Wochen nach Release der neuen Season verzeichnete Destiny 2 noch 133.000 gleichzeitige Spieler am 7. September 2021.

Die Top-10 auf Steam – Quelle: Steam

Beim Schreiben dieses Artikels (Stand: 08. September, 17:00 Uhr) sind in Destiny 2 auf Steam gerade 82.711 Spieler online. Und weder in den USA, noch Europa ist momentan Primetime.

Warum das Wachstum von Destiny 2 Season für Season?

Destiny 2 ist seit fast genau 2 Jahren Free-2-Play. Wirklich jeder kann auf allen Systemen also mal ins Hüterleben reinschnuppern. Neuer Spieler haben also kaum Hürden im Weg. Destiny 2 setzt vermehrt auf eine Mischung aus Nostalgie aus der “guten, alten Destiny-1-Zeit” und neuen Inhalten.

Zudem bringt Bungie auch stets frische Inhalte, die nichts kosten. So sind der aktuellste Dungeon und sogar das Raid-Highlight “Gläserne Kammer” gratis. Season für Season gibt es neue Ausrüstung und sogar Exotics aus dem Season Pass für alle, ohne auch nur einen Cent auszugeben. Selbst viele kostenpflichtigen Aktivitäten kann man einmalig Probespielen und sich so selbst ein Bild davon machen.

Das lockt euch jede Woche: Destiny 2 es endlich geschafft, das Vorbild von TV-Serien richtig umzusetzen:

Die saisonale Story plätschert nicht dumpf vor sich hin, sondern lockt die Spieler Woche für Woche mit neuen, coolen Wendungen. Nicht nur einmal haben wir auf MeinMMO festgestellt, das die große Schwäche von Destiny – die wirre und lückenhafte Geschichte – jetzt eine der größten Stärken ist. Spieler erwarten in Destiny 2 eine ruhige Woche, doch bekommen die beste Story seit langem.Auch wenn man die Zerstückelung von Content über mehrere Monate ärgerlich findet, so hat Bungie es doch geschafft, immer wieder kleine Highlights einzustreuen: Momentan befinden sich Hüter auf einer Quest mit 53 Schritten. Jede Woche kommen wir einem unbekannten Exotic näher. Zudem freuen wir uns über echte Highlights in den Seasons, so wie Missionen auf gruseligen Geisterschiffen.

Das saisonale Modell dürfte sogar noch stärker aufgewertet werden. Denn zu den Quest und Story-Happen sollen sich bald richtige Schwergewichte wie Raids und Dungeons gesellen.

8 Jahre altes MMORPG überholt Destiny 2 auf Steam, hat über 60.000 Spieler

So vereint Crossplay alle Hüter: Ein wichtiger Faktor für den Erfolg der neuen Season 15 dürfte das neue Crossplay-Feature sein. Endlich können Hüter plattformübergreifend zusammen das Universum retten.

Überraschenderweise funktioniert das Zusammenspiel von PlayStation, Xbox und Steam und Stadia richtig gut. So haben alte Freunde, die lange durch System-Schranken getrennt waren, endlich wieder zueinander gefunden.

Deswegen ist Witch Queen so wichtig: Zusammen mit dem Start von Season 15 enthüllte Bungie auch erstmalig die nächste Erweiterung “Witch Queen”. Das große DLC hat in einem Showcase massig Hype erzeugt und katapultierte Destiny 2 an die Spitze der Steam-Verkaufscharts (via GameStar).

Die aktuelle Season bereitet Story-technisch direkt auf die Erweiterung vor und profitiert so sicher ordentlich vom Hype.

In “Witch Queen” bekommen wir es mit Savathûn, der Schwester von Berühmtheit Oryx zu tun

Interessanterweise war es die 100 Euro teure Edition von “Witch Queen” die direkt so stark vorbestellt wurde. Diese Edition enthält das DLC und alle neuen Seasons von 2022 und das Jubiläums-Bundle obendrauf enthält – quasi ein Rundum-sorglos-Paket für ein Jahr Destiny 2 in der Deluxe-Version.

Freut ihr euch für Bungies Erfolg und habt nun die passende Antwort auf blöde Fragen wie “Spielt das denn jemand”? Was haltet ihr aktuell vom Saison-Modell in Destiny 2? Habt ihr Gefallen an den Kapiteln gefunden oder wünscht ihr euch doch lieber den ganzen Content auf einmal. Oder gebt ihr Spielerzahlen recht – sagt es uns doch in den Kommentaren.

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