Betrüger verdienen viel Geld mit Fake-Reviews, die sie millionenfach auf Amazon posten und euch täuschen

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author image by | Gaming | 0 Comments | 17 Jun 2021

Auf Amazon gibt es Fake-Reviews, die interessierten Käufern ein gutes Produkt versprechen. Amazon hat jetzt über 200 Millionen dieser falschen Reviews gelöscht und ein Ende ist nicht in Sicht.

Reviews und Rezensionen besitzen einen hohen Stellenwert bei Käufern. Denn Personen berichten von ihren Erfahrungen, die sie mit dem gekauften Produkt gemacht haben.

Die Käufer erzählen, was ihnen gut gefällt oder warum sie ein Produkt gekauft haben.Sie berichten aber auch davon, wenn es Probleme gibt oder Beschreibungen nicht mit dem Produkt übereinstimmen.

Rezensionen haben deswegen eine wichtige Bedeutung im Amazon-Kosmos. Denn Rezensionen von Kunden wirken vertrauenswürdiger als etwa Produkt-Beschreibungen von Herstellern, die ihre Gerät positiv darstellen wollen oder Produktbilder, die geschönt sein könnten.

Hier liegt das Problem: Auch Betrüger wissen, dass Rezensionen einen hohen Wert besitzen und nutzen diese Vertrauenswürdigkeit. Sie bezahlen Personen dafür, ihrem Produkt eine positive Wertung zu geben, auch wenn das Produkt Fehler und Probleme hat.

Bereits im Mai 2021 hatte es einen großen Leak gegeben, der gezeigt hatte, dass mehr als 200.000 Personen „unethische Praktiken“ auf Amazon machen und damit bewusst Kunden täuschen(via safetydetectives.com).

Amazon-Verkäufer locken Personen mit dem Angebot kostenloser Produkte im Gegenzug für eine Rezension. Einige Kunden denken vermutlich nicht daran, welche weitreichenden Auswirkungen die gefälschten Rezensionen haben können oder dass sie damit gegen das Nutzungsrecht von Amazon verstoßen könnten.

Mittlerweile haben die Betrüger auch damit angefangen, ihre gefälschten Bewertungen außerhalb von Amazon zu veröffentlichen. Vor allem soziale Netzwerke sind hier beliebt, um für Produkte zu werben. Hier hat Amazon jetzt ein umfangreiches Statement veröffentlicht.

Amazon löschte im Jahr 2020 mehr als 200 Millionen Fake-Reviews

Das ist jetzt passiert: Amazon hat jetzt ein Statement veröffentlicht und gesagt: Wir haben im letzten Jahr 200 Millionen Fake-Reviews gelöscht (via about.amazon.com). Viele dieser Fake-Reviews sollen Amazon-Kunden nicht einmal gesehen haben, sondern wurden vom System vorher erkannt.

Laut Statement habe man mehr als 300 Millionen aktiven Nutzer, die täglich auf Amazon einkaufen. 200 Millionen Fake-Reviews wirken nach einem großen Schlag gegen Betrüger, die es auf das Geld von Kunden abgesehen haben.

Außerdem will man gegen weitere Fake-Reviews vorgehen:

Zum einen wolle man weitere Maßnahmen ergreifen, um Fake-Reviews zu stoppen.Außerdem wolle man verhindern, dass die Betrüger von solchen Reviews auf Kosten von Kunden profitieren können. Dafür schaltet man die Konten der Betrüger ab.

Was ist mit sozialen Netzwerken? Amazon erklärte hier, man gehe dagegen mit einer „einer Reihe von Techniken, einschließlich fortschrittlichem maschinellem Lernen“ vor, aber es sei viel schwieriger solche Fake-Reviews außerhalb des eigenen Systems zu bekämpfen.

Wie das genau funktioniert, hatte man nicht näher erläutert. Das Unternehmen hatte aber auch deutlich gemacht, dass es ohne andere Unternehmen nicht gehe. Schließlich seien diese Anbieter mit dafür verantwortlich, wenn Betrüger sich auf deren Seiten umhertreiben:

Wir brauchen Social-Media-Unternehmen, deren Dienste genutzt werden, um gefälschte Rezensionen zu erleichtern, um proaktiv in Betrugs- und Fake-Review-Kontrollen zu investieren, mit uns zusammenzuarbeiten, um diese schlechten Akteure zu stoppen und den Verbrauchern zu helfen, mit Vertrauen einzukaufen.

Amazon (via about.amazon.com)

Und diese „Zusammenarbeit“ scheint durchaus erfolgreich zu sein, glaubt man den Zahlen, die Amazon selbst nennt:

Laut Amazon habe man in den ersten drei Monaten von 2020 mehr als 300 Gruppen gemeldet. Social-Media-Unternehmen haben im Durchschnitt 45 Tage gebraucht, um dagegen vorzugehen.In den ersten drei Monaten 2021 habe man mehr als 1000 Gruppen gemeldet. Hier haben andere Unternehmen im Schnitt 5 Tage gebraucht, um diese Gruppen zu sperren.

Sollte Amazon langfristig eine effektive Methode entwickeln, um den Missbrauch von Nutzerbewertungen sinnvoll zu reduzieren, könnte sich das langfristig auch für andere Plattformen und Shops als vorteilhaft erweisen.

Nicht nur Amazon hat ein Problem mit solchen Rezensionen, auch andere Anbieter sind davon betroffen.

Auch andere Anbieter sind von solchen Falsch-Reviews betroffen

So geht die Plattform Steam schon länger gegen den Missbrauch des eigenen Bewertungs-Systems vor. Da hatten beispielsweise chinesische Spieler Warframe mit schlechten Bewertungen bestraft, weil man mit einer Entscheidung des Entwicklers nicht zufrieden gewesen war. Das Spiel Monster Hunter: World bekam ebenfalls viele negative Rezensionen wegen der schlechten Spiele-Verfilmung.

Was ist Review-Bombing? Solches „Review-Bombing“ kennzeichnet Steam mittlerweile bei Spielen und rechnet dies nicht mehr in die Gesamtbewertung mit ein. Damit sind Reviews gemeint, die aus einem bestimmten Grund zu tausenden geschrieben werden und das eigentliche Ergebnis drücken, mit dem Spiel aber wenig zu tun haben.

Auch eine andere wichtige Seiten wie Metacritic hat mittlerweile ihr Review-System angepasst, um den Missbrauch des Review-Systems zu verhindern.

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