Blizzard gesteht: Sie haben wichtigen WoW-Mann tatsächlich wegen Belästigung gefeuert

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author image by | Gaming | 0 Comments | 29 Jul 2021

Activision Blizzard hat jetzt eingestanden, den Creative Director des MMPORPGS World of Warcraft, Alex Afrasiabi, im Jahr 2020 tatsächlich entlassen zu haben. Der wurde in der Klage gegen Activision Blizzard namentlich erwähnt. Er soll Frauen sexuell belästigt haben. Es geht offenbar vor allem um die BlizzCon 2013.

Das ist die Situation:

Alex Afrasiabi war der Chef-Kreative bei World of Warcraft und galt als Story-Chef und Nachfolger von Chris Metzen in dieser Position. Er war seit 2004 bei Blizzard, war der Creative Director für Legion und Battle for Azeroth. 2020 verließ er Blizzard und das WoW-Team ohne viel Aufsehen. Es gab kein Statement zu seiner Entlassung.In der Klageschrift gegen Activision Blizzard ist Afrasiabi einer von nur 2 Perspnen, die namentlich genannt werden: Ihm wird schweres sexuelles Fehlverhalten vorgeworfen. Es heißt, sein Zimmer bei der BlizzCon sei als „Cosby Suite“ bekannt gewesen, benannt nach Bill Cosby, der als Vergewaltiger angeklagt wurde.Jetzt gesteht Activision Blizzard ein: Alex Afrasiabi hat 2020 die Firma nicht freiwillig verlassen, sondern er wurde nach einer internen Ermittlung gefeuert.

Das waren die Vorwürfe in der Klage gegen Afrasiabi:

In der Klageschrift hieß es: Activision Blizzard habe es Afrasiabi erlaubt, „krasse sexuelle Belästigung“ auszuüben. Er habe dafür nur „leichte oder gar keine Konsequenzen“ erleben müssen.

Während der BlizzCon habe Afrasiabi:

sich an weibliche Angestellte rangemachtden Frauen gesagt, er würde sie heiratenversucht, sie zu küssenversucht, seine Arme um sie zu legen. die Frauen in seinem Hotelzimmer belästigt, das als Cosby-Suite bekannt war. den Frauen auf Firmenveranstaltungen „herabwürdigende Bezeichnungen“ gegeben.

Wie später bekannt wurde, drehen sich die Vorfälle offenbar um die BlizzCon 2013.

Es heißt in der Klageschrift: Blizzard hätte von seinem Verhalten gewusst. Der Chef von Blizzard, J. Allen Brack, hatte mehrere Gespräche mit ihm über sein Trinkverhalten und dass er „zu freundlich“ zu weiblichen Angestellten bei Events war, doch Brack habe ihm nur einen Klaps auf die Hand gegeben, also eine mündliche Ermahnung.

Daher habe Afrasiabi damit weitergemacht, sich Frauen zu nähern, ohne dass die das wollten. Dazu gehört es, dass er eine Frau an der Hand hielt und auf sein Hotelzimmer einlud oder dass er eine andere Frau begrabschte, sagt die Klageschrift.

“Ich sammel die HOT CHIXX für die COZ”

Diese neuen Details sind jetzt ans Licht gekommen: Die US-Seite Kotaku (via Kotaku) hat einen Bericht über das Hotelzimmer von Afrasiabi, über die „Cosby-Suite“, veröffentlicht. Es sind Bilder zu sehen mit einer Menge Alkohol; auf einem weiteren Bild posieren männlichen Mitarbeiter mit einem großen Bild von Bill Cosby.

Das Pikante sind Chat-Nachrichten, in denen WoW-Entwickler darüber reden, wie sie „Heiße Chicks“ in die „Coz“ bringen, also in die Cosby-Suite.

Dieser Chat-Verlauf aus 2013 wird gerade heftig diskutiert. Quelle: Kotaku

Afrasiabi wird dann zitiert mit „Bringt sie!“ – als er daraufhin gewiesen wird, dass er aber nicht alle heiraten kann, sagt er: „Kann ich doch! Ich bin aus dem Mittleren Osten.“ Ein anderer Entwickler weist dann daraufhin, er habe sicher nicht „heiraten“ gemeint, sondern „ficken“.

Heikel ist zudem, dass jemand wie “Greg Street” im Chat auftaucht, der sich vorher noch von dieser Kultur bei Blizzard öffentlich distanziert hatte.

Das sagt Activision Blizzard: In einem Statement an Kotaku sagt Activision Blizzard jetzt:

„Ein Angestellter hat uns die Vorfälle vom Event 2013 im Juni 2020 zur Kenntnis gebracht. Wir haben sofort eine eigene Untersuchung eingeleitet und korrektive Maßnahmen durchgeführt. Zur Zeit des Berichts hatten wir bereits die separate Ermittlung von Alex Afrasiabi abgeschlossen und ihn entlassen, weil er sich gegenüber anderen Angestellten falsch verhalten hat.“

Der Punkt der Klage scheint also durchaus valide zu sein. Vielleicht stünde Blizzard jetzt besser da, wenn sie das in ihrem ersten Statement zur Klage gleich eingestanden hätten. Doch im ersten Statement hieß es, die Klage enthielte eine “verdrehte, in vielen Fällen falsche Darstellung der Vergangenheit von Blizzard”:

Die Reaktion von Activision Blizzard zur Sexismus-Klage war furchtbar falsch

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