CEO Bobby Kotick zieht Konsequenzen aus dem Skandal bei Activison Blizzard

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author image by | Gaming | 0 Comments | 28 Okt 2021

In einem Brief hat sich Bobby Kotick, der CEO von Activision Blizzard, zur Zukunft der Firma geäußert. Die steht nach mehreren Vorwürfen zum Thema Sexismus in der Kritik. Kotick versprach nun Besserung und bat die Verwaltung darum, seine Gehaltszahlungen und Boni zu kürzen, bis die Ziele umgesetzt wurden.

Was war das für ein Brief? Der Brief wurde von Bobby Kotick an die Mitarbeiter von Activision Blizzard verschickt und zudem über Businesswire veröffentlicht (via Businesswire.com).

Darin heißt es unter anderem, dass Kotick die Firma Activision Blizzard zum einladensten und integrativsten Unternehmen der Branche machen möchte. Dazu sollen 5 Schritte unternommen werden, mit denen das Ziel erreicht werden soll:

Es wird eine Null-Toleranz-Politik beim Thema Belästigung geben. Wer andere belästigt, muss sofort mit einem Rauswurf rechnen. Das wird auch ein direkter Paragraf in künftigen Arbeitsverträgen.Der Anteil an Frauen und nicht-binären Mitarbeitern soll auf 50 % in der Firma steigen. Derzeit liegt die Quote bei etwa 23 %. Dafür werden extra 250 Millionen Dollar für die nächsten 10 Jahre in die Hand genommen.Das Unternehmen verzichtet auf erzwungene Schiedsgerichte, wenn es zu Vorwürfen von sexueller Belästigung kommt. Wenn ein Mitarbeiter sich zu einer Klage deswegen entscheidet, steht die Firma dem nicht im Wege.Das Thema Lohngleichheit soll weiter in den Vordergrund gerückt werden.Es soll regelmäßige Fortschrittsberichte geben, ob und wie diese Pläne umgesetzt wurden.

Bis die Maßnahmen komplett umgesetzt wurden, hat Kotick die Verwaltung von Activision Blizzard darum gebeten, sein Gehalt zu kürzen. Mit 62.500 Dollar pro Jahr bekäme er laut Brief den niedrigsten Betrag, der nach dem Recht in Kalifornien für seine Position möglich sei. Zudem möchte er nicht an Boni oder Aktien beteiligt werden.

Wie wird Kotick in der Community gesehen? Der CEO ist besonders bei den Fans von Blizzard unbeliebt. Viele sehen in ihm den Grund, warum “ihr geliebtes Blizzard” sich zum Negativen verändert hat. Das Geld sei seit der Übernahme von Acitivision zu stark in den Fokus gerückt.

Er bekam zudem Anfang 2021 einen Bonus von 200 Millionen Dollar, während gleichzeitig Entlassungen bei Blizzard stattgefunden haben. Das kam bei vielen Gaming-Fans nicht gut an.

Staatliche Behörde ermittelte wegen Diskriminierung bei Activision Blizzard

Wie kam es zu dem Kurswechsel bei der Firma? Activision Blizzard steht derzeit in der Kritik, weil in der Firma eine Kultur wie in einer Studentenverbindung herrschen soll. Frauen seien das Ziel von konstanter sexueller Belästigung und würden gleichzeitig schlechter bezahlt.

Männer hingegen könnten sich alles erlauben und sogar am Arbeitsplatz Alkohol trinken. Auch die Aufstiegschancen von Frauen sollen geringer sein, als die von Männern.

Das warf das “California Department of Fair Employment and Housing”, die größte Bürgerrechtsbehörde in den USA, der Firma vor und verklagte sie vor Gericht. Eine Person im Fokus war Alex Afrasiabi, dessen Zimmer während der BlizzCon als “Cosby Suite” bezeichnet wurde.

Die Klage wuchs zu einem Skandal, der dem Unternehmenswert und dem Ansehen von Blizzard geschadet hat.

„Kokain auf der Toilette, Sex in der Lounge“ – Skandal um WoW-Entwickler Blizzard eskaliert

Was wurde bereits seit der Klage unternommen?

Als erste Reaktion auf die Klage wurden einige Mitarbeiter entlassen.Kotick kündigte zudem an, dass “Listening Sessions” eingeführt werden, damit die Mitarbeiter ihre Ideen für die Verbesserung der Unternehmenskultur teilen können. Zudem sollen Mitarbeiter unterstützt werden, die Anschuldigungen wegen Belästigung geäußert haben.Der Blizzard-Chef J. Allen Brack verließ die Firma.

Blizzard-Chef, J. Allen Brack verließ die Firma in den Nachwehen des Skandals.

Auch an dem Spiel WoW wurden einige Änderungen vorgenommen:

Es wurden Namen von NPCs und einer Stadt geändert, die mit Personen in Verbindung stehen, denen Sexismus vorgeworfen wirdIn einem Dungeon wurden weibliche durch männliche NPCs ersetztEs wurden Emotes gestrichen oder verändertAus einigen halbnackten Frauen wurde Obst

Wieso wird Blizzard noch verklagt? Neben der Klage der Bürgerrechtsbehörde läuft ein weiteres Verfahren, dass die Mitarbeiter von Activision Blizzard selbst in die Wege geleitet haben.

Dort heißt es, dass sich die Mitarbeiter unterdrückt fühlen. Sie dürften nicht offen über ihr Gehalt sprechen, wären in der Kommunikation in den sozialen Medien stark eingeschränkt und dürften keine Gewerkschaft gründen.

Mitarbeiter verklagen Activision Blizzard – Fühlen sich von Chefs unterdrückt

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