China hat ein eigenes Twitch – Sagt Streamern, wie sie sprechen und sich kleiden sollen

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author image by | Gaming | 0 Comments | 20 Aug 2021

Bei uns im Westen boomt der Streaming-Dienst Twitch, seit 2020 die Pandemie ausbrach. Auch in China sind Live-Streamingdienst wie Taobao von Alibaba auf dem Vormarsch. Jetzt kommen neue Empfehlungen eines Ministeriums, wie sich Streamer und Streamerinnen auszudrücken und zu kleiden haben.

Was ist das Twitch von China? In China ist es für westliche Dienste extrem schwierig, einen Marktzugang zu erlangen. Der Tech-Sektor von China ist groß geworden, indem man bestehende westliche Dienste kopiert hat. Das heute im Gaming riesige Unternehmen Tencent begann seinen Aufstieg damit, „Chinas Antwort auf AoL“ zu entwickeln. Der Chef der Firma Huateng „Pony Ma“ Ma gilt seit damals als „König der Kopierer”.

Das chinesische Twitch heißt Taobao und kommt von Alibaba, der chinesischen Amazon-Entsprechung. Das ist deshalb ironisch, weil „unser“ Twitch ja ebenfalls von „unserem“ Amazon gekauft wurde.

Neben Taobao gibt es in China noch weitere Streaming-Anbiete von Baidu oder JD.co. Auch auf der chinesischen Entsprechung zu TikTok (Douyin) finden Livestreams statt.

Was sind das für neue Regularien? Das chinesische Handels-Ministerium hat nun das erste Mal Richtlinien für Streaming erlassen. So heißt es:

Empfohlen wird es, das hochsprachliche Mandarin zu sprechen – die offizielle Sprache Chinas, denn in China gibt es auch viele Dialekte und Sprachen von ethnischen MinderheitenStreamer und Streamerinnen sollten sich zudem „angemessen“ kleiden, auf eine Art, die „den Zuschauern gegenüber nicht anstößig ist“ und die „Werte und Ideale des Dienstes oder Produkt entsprechen, das beworben wird“Zudem wird empfohlen auf „vulgäre“ und „pornographische“ Inhalte zu verzichten

Live-Streaming wird in China vor allem für E-Commerce genutzt

Was bezwecken die Regularien? Während sich das Streaming bei uns im Westen auf Gaming und Entertainment konzentriert, werden Livestreams in China stark dafür genutzt, um Produkte zu verkaufen, für E-Commerce. Laut der Seite Inven schauten sich im Jahr 2019 etwa 430 Millionen Chinesen einen „E-Commerce-Livestream“ an. Im März 2020 war die Zahl auf 560 Millionen gewachsen.

Influencer in China sollen hunderttausende US-Dollar an Geld damit verdienen, Produkte zu bewerben.

Hier kam es offenbar zu Beschwerden, Streamer würden Produkte „falsch bewerben“. Kunden sagten, die Streamer würden sie täuschen, indem sie etwa falsche Verkaufszahlen verbreiten.

Standardisierte Regeln sollen es jetzt den Kunden erleichtern, die Produkte zu bewerten, bevor sie die kaufen.

In China gelten zum Teil krasse Regeln, die “von oben” vorgegeben werden:

Milliarden-Konzern bringt Technik, die allen Chinesen unter 18 verbietet, nachts Videospiele zu zocken

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