CoD Warzone: Alle Infos zum SBMM – Funktion, Tricks und Probleme beim Matchmaking

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author image by | Gaming | 0 Comments | 04 Jun 2021

SBMM ist ein großes und teils auch kontroverses Thema in Call of Duty: Warzone. Offiziell gilt es nicht mal als sicher, dass diese Matchmaking-Variante tatsächlich im Spiel ist. MeinMMO beantwortet die wichtigsten Fragen zum SBMM, zeigt die Vorteile und Probleme des Systems und mit welchen Tools ihr euer Matchmaking im Blick behalten könnt.

Das Skill-basierte Matchmaking (SBMM) ist ein System, das in PvP-Spielen bestimmt, welche Spieler zusammen in einer Lobby landen. Bei einem strikten SBMM landet ihr dann nur mit Spielern in einer Lobby, die auf eurem Fähigkeiten-Niveau oder dem eures Teams liegen. Dafür kann das SBMM verschiedenen Kennzahlen nutzen; unter anderem:

„Kills zu Tode“-Verhältnis eines Spielers (K/D)Gewinnrate der MatchesKennzahlen der Mitspieler im TeamHeadshot-Quote

In Call of Duty: Warzone ist SBMM ein großes Thema. Viele Spieler gehen davon aus, dass ein solches SBMM-System im Spiel ist und es genießt oft einen schlechten Ruf. SBMM soll dazu führen, dass ihr schwierige Lobbys bekommt und euer Spielerlebnis damit schlechter wird. Dazu kommt, dass sich die Entwickler bisher wenig bis gar nicht zu den Matchmaking-Systemen in Call of Duty äußern.

MeinMMO hat sich das Matchmaking in Warzone einmal genauer angesehen und beantwortet ein paar Fragen zur Funktion, den Problemen und den kleinen Tricks, die Spieler nutzen, um das SBMM zu umgehen.

Warzone: Infos zum Matchmaking und SBMM

Was ist SBMM?

SBMM steht für Skill-basiertes Matchmaking und hilft dabei, Lobbys in PvP-Spielen zusammenzustellen. Steht das SBMM im Vordergrund bei einer Match-Suche, werden die Fähigkeiten eines Spielers als wichtigsten Faktor bei der Lobby-Erstellung angesehen.

Was ist das Ziel von SBMM?

Es geht darum, faire PvP-Lobbys zu erstellen, in denen Spieler auf demselben Fähigkeiten-Niveau gegeneinander antreten. Ein Matchmaking, das einzig und allein auf SBMM basiert, würde euch nur Spieler in die Lobby packen, die sehr ähnliche Kennzahlen zu euren aufweisen. Andere Faktoren wie die Region, die Verbindung oder auch die genutzte Hardware hätten keinen Einfluss.

Gibt es SBMM in Call of Duty: Warzone?

Obwohl die Entwickler das nicht offiziell bestätigen, gilt es als ziemlich sicher, dass es SBMM in Warzone gibt. Es ist aber kein striktes SBMM. Das Matchmaking in Warzone beachtet mehr Faktoren.

Was sind Bot-Lobbys in Warzone?

Damit bezeichnet die Community Warzone-Lobbys, in denen nur schlechte Spieler unterwegs sind. Es geht nicht um Bots, also NPC-Spieler, sondern um echte Spieler, die so „schlecht“ spielen wie Bots. Wenn Spieler das Matchmaking in Warzone manipulieren, wollen sie in Bot-Lobbys kommen.

SBMM in Warzone – Funktion und Alternative

Wie funktioniert SBMM in Warzone? SBMM ist ein wichtiger Teil des Matchmakings in Warzone, aber nicht der einzige. Das Matchmaking in Warzone verfolgt nicht strikt das Ziel, Spieler auf demselben Fähigkeiten-Niveau mit euch matchen. Es geht darum, euch so lange wie möglich im Spiel zu halten.

Starke Spieler kommen regelmäßig in Lobbys, die eigentlich unter ihrem Level liegen und auch schwache Spieler landen mal in Schwitzer-Lobbys, mit viel stärkeren Spielern. Das gilt auch für den Multiplayer von Modern Warfare und Cold War, ist aber in Warzone viel ausgeprägter.

In Warzone muss das Matchmaking nicht nur 12 Spieler zusammenbringen, sondern 150. Das führt dazu, dass das SBMM schwächer eingestellt ist und Lobbys öfter eine größere Bandbreite an Fähigkeiten liefern.

Doch generell sind eure Lobbys tatsächlich schwieriger, wenn ihr besser spielt. Das haben Analysen von bekannten Warzone-YouTubern schon öfter gezeigt. Wollt ihr mehr Hintergrund und Analysen zum SBMM in Warzone, schaut hier vorbei:

JGOD erklärt SBMM in Warzone (Englisch/via YouTube)TheXclusiveAce vergleicht das Matchmaking von 4 Accounts mit verschiedenen Fähigkeitsstufen (Englisch/via YouTube)

Was wäre die Alternative zu SBMM? In früheren CoD-Titeln gab es weniger komplizierte Algorithmen, um Lobbys zusammenzustellen. Die Verbindung war mehr oder weniger die einzige Kennzahl, die einen Rolle gespielt hat – aber auch nicht in jedem Match. Spieler mit den verschiedensten Fähigkeiten-Stufen trafen zufällig aufeinander.

Viele Spieler der früheren CoD-Teile wünschen sich das alte System zurück. Das ist auch ein Grund, warum das SBMM aktuell so schlecht dasteht. Es fühlt sich für diese Spieler wie eine Verschlechterung an, weil sie die Lobbys als schwieriger einschätzen und die Verbindung als Faktor beim Matchmaking in den Hintergrund gerät.

Generell stehen sich bei dieser Diskussion das Verbindungs-basierte Matchmaking und das Skill-basierte Matchmaking gegenüber.

Warzone: SBMM umgehen – Probleme des Systems

Was sind die Probleme beim SBMM in Warzone? Auf der einen Seite gibt es Spieler, die sich durch das SBMM benachteiligt fühlen. Das liegt daran, dass sie das Gefühl haben, mit zu starken Gegner in eine Lobby zu kommen oder dass die Verbindungs-Qualität eines Matches leidet. Das gilt vor allem dann, wenn vorher ein paar gute Runden gespielt wurden. Sowas führt zu Frust und ist für einige Spieler ein dickes Problem in Warzone.

Auf der anderen Seite sind es die Möglichkeiten, das System auszutricksen. Da sich das SBMM an individuellen Fähigkeiten orientiert, kann man die eigenen Kennzahlen manipulieren. „Smurfing“ oder auch „Reverse Boosting“ sind zwei prominente Beispiele, die quasi jeder Spieler umsetzen kann. Doch auch Lösungen mit einem VPN oder speziellen Routern werden genutzt, um das SBMM auszutricksen oder zu manipulieren.

Was ist Smurfing? Starke Spieler mit hohen Kennzahlen erstellen neue Accounts, um in leichtere Lobbys zu kommen. Warzone wertet den Spieler als Anfänger und packt den Smurf-Account in „Bot-Lobbys“.

Was ist Reverse Boosting? Spieler verursachen absichtlich schlechte Kennzahlen, um bessere Lobbys zu bekommen. Absichtliches Verlieren und Self-Kills sind dafür die wirksamsten Mittel.

Wie verändert ein VPN das SBMM? Ganz sicher lässt sich das nicht sagen, doch es scheint das Matchmaking in Warzone ein wenig durcheinander zu bringen. Auch hier hat YouTuber „TheXclsuiveAce“ eine Versuchsreihe gestartet und herausgefunden, dass ihr mit einem VPN (Virtual Private Network) das SBMM ein wenig aushebeln könnt (via YouTube).

In der Community gilt das sogar als sicher und Spieler, die einen neuen Kill-Rekord aufstellen, müssen beweisen, dass sie kein VPN genutzt haben.

Was ist ein VPN? Damit ist ein Virtual Private Network gemeint. Einfach gesagt, ist das eine Art Zwischen-Server, der sich zwischen eure Internet-Verbindung und den Server einer Website schaltet. Die Website sieht dann nur die Infos des Zwischen-Servers und eure IP und andere Informationen gelangen nicht auf den Server der Website. Das bringt mehr Anonymität und Sicherheit. Ihr könnt damit auch eure Internet-Region ändern und Zugriff auf Inhalte bekommen, die sonst nur in anderen Regionen zur Verfügung stehen – zum Beispiel das Netflix-Programm eines anderen Landes.

Warzone: SBMM-App und Lobby-Tracker

Kann ich meine Matchmaking-Daten einsehen? Ja, es gibt einige Tools, die auf die Lobby-Infos von Warzone zugreifen, speichern und auswerten. Die bekanntesten Tools:

CoD Tracker – Warzone (via tracker.gg)SBMM-App Warzone-Stats (via wzstats.gg)

Auf diesen Websites bekommt ihr viele Infos zu euren Gamplay-Leistungen, der Spielzeit und einen Vergleich mit dem Rest der Spielerschaft.

Eine Zeit lang funktionierte das Lobby-Tracking sogar in Echtzeit. Über den Warzone-Companion konnte man so Cheater frühzeitig erkennen. Jedoch wurde das System ausgenutzt und es gab Spieler, die zu starke Lobbys direkt wieder verließen und auf das nächste Match hofften.

Call of Duty schloss dann eine Daten-Schnittstelle und damit den Zugriff auf bestimmte Daten. Ihr könnt diese Schnittstelle jedoch manuell wieder öffnen.

Wie kann ich meine „Call of Duty“-Daten freigeben? Ihr könnt auf der offiziellen Website von Call of Duty eure Gameplay-Daten für alle Spieler einsehbar machen (via callofduty.com). Logt euch ein, geht in eure Profileinstellungen und dann in die Einstellungen zu den „Linked Accounts / Verknüpfte Konten“.

Stellt in einem eurer verknüpften Netzwerke den Menü-Punkt „Sichtbare Daten“ auf „Alle“. Nun könnt ihr zum Beispiel über den CoD-Tracker eure Daten einsehen. Seid euch aber bewusst, dass das auch für den Rest der Welt gilt.

Ist die Einstellung bereits auf „Alle“ eingestellt und ihr könnt eure Daten trotzdem nicht einsehen, kann es helfen, die Option auf „Keine“ umzustellen, die Seite zu aktualisieren und dann wieder auf „Alle“ einzustellen.

Was zeigt mir die Warzone SBMM-App? Über Warzone-Stats (via wzstats.gg) bekommt ihr eine Einschätzung eurer Leistungen in Warzone gegenüber dem Rest der Spielerschaft. Je nachdem, ob ihr zu den besten 10 % der Spieler bei einer Kennzahl gehört oder zu den Top-50 werdet ihr in Kategorien sortiert. Die höchsten Kategorien sind Legend, Master und Diamond. Platinum, Gold, Silver und Bronze runden das Ganze nach unten hin ab.

Ihr bekommt allerdings keine Einordnung eurer Lobbys mehr. Ihr seht zwar die Daten der Spieler, die in einem Match dabei waren, doch auch hier fehlen viele Daten von Spielern, die ihre Schnittstelle auf callofduty.com nicht geöffnet haben.

Einen Echtzeit-Lobby-Tracker wie mit dem „Warzone Companion“ gibt es derzeit nicht, der die Spielerdaten aller Gegner in einem Match darstellt und sofort einschätzt.

Das Matchmaking betrifft jeden Spieler und beeinflusst jedes Match in Warzone. Was sagt ihr also zu der Lobby-Zusammenstellung in Warzone – passt das? Findet ihr es schrecklich? Ist das SBMM vielleicht sogar ein Grund, warum kein Warzone mehr spielt oder weniger?

Sagt uns eure Meinung in den Kommentaren, nehmt an der Umfrage im Artikel teil und diskutiert mit uns auf MeinMMO über das strittige Thema.

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