Dead by Daylight: Ist es rassistisches Blackfacing, wenn ein Killer die Haut eines schwarzen Überlebenden trägt?

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author image by | Gaming | 0 Comments | 02 Jun 2021

Kann ein Killer in Dead by Daylight rassistisch sein? Ja, finden einige Streamer – und machen sich damit zum Gespött der Community.

Dead by Daylight gehört eindeutig zu den Spielen, bei denen es immer wieder eher merkwürdige Diskussionen gibt. Allein die Gespräche um die eigentlich harmlose Pride-Flagge zeigen, wie unterschiedlich die Wahrnehmungen der Leute sein können. Jetzt tauchte ein neuer Fall auf, bei dem vier Überlebende einem Killer Rassismus vorwarfen – einfach nur, weil er ein kosmetisches Item trug.

Was war das Problem? Der Kannibale, oft auch „Bubba“ genannt, ist einer der vielen Killer aus Dead by Daylight. Er ist der Killer aus dem berühmten „Texas Chainsaw Massacre“-Film. Als sinistrer Kannibale verspeist er nicht nur das Fleisch der Menschen, sondern baut sich auch Masken aus ihrer Gesichtshaut, die er ihnen vom Körper zieht – wie sich das eben für einen anständigen Horror-Killer so gehört.

In Dead by Daylight haben die Entwickler schon vor mehreren Jahren ein kleines Feature eingebaut. Wenn der Kannibale die ursprünglichen 4 Überlebenden (Dwight, Meg, Jake und Claudette) oft genug tötet, dann schaltet Leatherface die „Gesichter“ dieser Überlebenden frei. Er kann dann als Skin wortwörtlich die Haut dieser Überlebenden auftragen und benutzen.

Das geht demnach auch mit der Haut von Claudette, die eine schwarze Hautfarbe besitzt. Entsprechend kann sich Bubba die schwarze Haut von Claudette auch als Maske aufziehen.

Streamer ragequitten wegen “Rassismus-Bubba”: Manch ein Überlebender findet das offenbar rassistisch, denn das wäre eine Art von „Blackfacing“. Ein besonders prominentes Beispiel von vier Freunden, die ihre Runde gegen einen Leatherface mit Claudette-Gesicht streamten, machte gestern im Subreddit von Dead by Daylight die Runde. Kaum erkannten die Spieler, dass der Killer die schwarze Haut von Claudette verwendet, verließen sie das Spiel. Anschließend beleidigten sie den Killer im Endgame-Chat noch als „absichtlich und bewusst rassistisch“ und meldeten ihn über das Report-Feature.

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Der vollständige Chat-Dialog aus dem Endgame-Chat wurde ebenfalls festgehalten. Den könnt ihr euch auf Imgur durchlesen.

Community spottet – „Und jetzt stellt euch Auto-Bann vor“: Seit einigen Tagen wird das Thema „Auto-Bann“ im Subreddit von Dead by Daylight heiß diskutiert. Immerhin wollen die Entwickler einen automatischen Sanktions-Mechanismus, der Spieler nach einer bestimmten Anzahl an Meldungen sperrt. Beispiele wie diese sind dabei Wasser auf die Mühlen der Leute, die der festen Überzeugung sind, dass so ein Auto-Bann-Feature in DbD massiv von Gruppen ausgenutzt wird, um einzelne Spieler zu Unrecht zu bestrafen.

Entsprechend viele Memes tauchten dann anhand der Geschichte auf.

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Cortyn meint: Kannste dir nicht ausdenken.

Ich glaube, für relativ viel Verständnis zu haben, was das Verletzen von Gefühlen, Rassismus und Sexismus angeht. Aber in diesem Fall finde ich es nur albern. Ein Skin (im wahrsten Sinne), der zusammen mit drei weiteren besteht, kann einfach nicht rassistisch sein.

Aus meiner Sicht ist Bubba sogar ein wunderbar gelebtes Beispiel für Gleichberechtigung. Der isst, häutet und tötet nämlich alle gleichermaßen und nimmt dabei überhaupt keine Rücksicht auf Hautfarbe oder Geschlecht. Vermutlich sind das ohnehin Konzepte, die dieser Charakter gar nicht verstehen würde.

Wie ist eure Meinung zu dieser Thematik? Benehmen sich die Überlebenden hier ziemlich bescheuert? Oder haben sie durchaus gute Gründe?

Der Beitrag Dead by Daylight: Ist es rassistisches Blackfacing, wenn ein Killer die Haut eines schwarzen Überlebenden trägt? erschien zuerst auf Mein-MMO.de.

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