Der Komponist von Destiny muss Bungie rund 100.000 $ zahlen und findet das gar nicht gut

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author image by | Gaming | 0 Comments | 18 Sep 2021

Marty O’Donnell (66) ist der legendäre Komponist hinter Spielen wie Destiny oder Halo. Jetzt verdonnert ihn aber ein Gericht dazu, etwa 100.000 $ an Destiny-2-Entwickler Bungie zu zahlen. O’Donnell scheint das gar nicht zu passen.

Was ist das mit O’Donnell und Bungie?

Der Komponist war lange Zeit ein wichtiger Mann bei Bungie und gehörte zum eingeschworenen „Kern“-Team der Firma. Von ihm ist etwa der legendäre Halo-Soundtrack; weite Teile des Sounds von Destiny 1 stammen ebenfalls von ihm.2014 überwarf er sich aber mit Bungie und wurde gefeuert. Später wurde klar: Er war immer wieder mit Publisher Activision aneinandergeraten, die nicht auf seine Musik setzten, sondern andere Musik für Werbe-Material für Destiny 1 verwendeten.Activision verbot ihm sogar, sein großes Projekt „Music of the Spheres“ zu veröffentlichen. Für O’Donnell war Activision früh der Feind, er sah in ihnen geldgierige Kapitalisten und war bitter von seinen Freunden bei Bungie enttäuscht, dass die ihre „Unabhängigkeit“ aufgaben.O’Donnell verklagte Bungie nach dem Rauswurf und bekam 2015 Recht. Im Zuge der Klage wurden viele Interna von Destiny und Bungie bekannt. Allerdings verdonnerte das Gericht den Komponisten dazu, alles musikalische Material, das er für Destiny erstellt hatte, an Bungie zu übergeben und alle Versionen zu löschen. Doch daran hielt sich der Vollblut-Komponist nicht.

Das war jetzt die neue Klage: Bungie hatte eine Klage eingereicht, nach der O’Donnell gegen den Beschluss des Gerichts aus 2015 gehandelt hatte. Denn O’Donnell hatte 2019 begonnen Videos und andere Stücke auf seinem eigenen YouTube-Kanal hochzuladen, die in Verbindung zu Destiny und „Music of the Spheres“ stehen.

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Das ist das Urteil: Wie die Seite Eurogamer jetzt enthüllte, hat ein Gericht am 12. Juli 2021 der Klage von Bungie zugestimmt.

O’Donnell muss jetzt alle relevanten Stücke aus dem Internet löschen. Eine dritte Partei wird überprüfen, ob alle Stücke von seinen „elektronischen Geräten“ gelöscht sind, die mit Destiny oder der „Music of the Spheres“ in Zusammenhang stehenO’Donnell muss zudem auf Twitter, YouTube und anderen Kanälen erklären, dass er nicht das Recht hatte, diese Materialien zu besitzen oder zu verbreiten. Er müsse zudem dazu auffordern, dass andere, die diese Stücke runtergeladen haben, sie löschen und jede Kopie davon zerstören.O’Donnell darf den Prozess nicht kommentieren oder auf Fragen dazu antworten – die Botschaft müsse für sich alleine stehen.Der Komponist soll zudem alles Geld zurückzahlen, das er aus Verkäufen hat, und die Gerichtskosten und weitere Kosten übernehmen. Angeblich sollen sich die Kosten auf etwa 100.000 $ belaufen, wie ein Vertreter von O’Donnell sagt

Komponist veröffentlichte wiederholt wütende Tweets, die er danach löschte

Wie reagiert O’Donnell darauf? O’Donnell ist den Aufforderungen des Gerichts, sich von dem Material  zu distanzieren, augenscheinlich noch nicht nachgekommen.

Wie die Seite Eurogamer weiß, hat sich O’Donnell seit Juni 2021 immer wieder über den Fall geärgert und Andeutungen gemacht.

So hatte er im Juni angekündigt, sich ganz aus der Spiele-Industrie zurückzuziehen. Er hatte angedeutet, seinen YouTube-Kanal schließen zu müssen – als ihn wer fragte, weshalb, antwortete O’Donnell, man solle den CEO von Bungie, Pete Parsons fragen.

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Und zuletzt bat er seine Follower auf Twitter, sich den Soundtrack eines neuen Spiels zu kaufen: Er brauche das Geld für seine „extrem hohen Gerichtskosten“.

Jetzt weiß man auch, was diese Anspielungen sollte – von denen die meisten mittlerweile gelöscht sind.

O’Donnelll schießt schon seit Jahren gegen seinen früheren Arbeitgeber und vor allem gegen Activision Blizzard:

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