Destiny 2 ist auf Steam so beliebt wie seit einem halben Jahr nicht mehr – Alles wegen eines uralten Raids

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author image by | Gaming | 0 Comments | 25 Mai 2021

In Destiny 2 beflügelt die Gläserne Kammer die Spielerzahlen massiv. Warum ist das Stück Destiny-Geschichte heute noch so beliebt und zahlt sich der Fokus auf Nostalgie für Bungie aus?

Dass die Gläserne Kammer bei Hütern Kultstatus genießt, gehört zum Grundwissen eines Hüters. Doch wie beliebt der uralte Raid nach all der Zeit wirklich ist, zeigt sich erst anhand des enormen Anstiegs der Spielerzahlen. Der Re-Release der Gläsernen Kammer lockte so viele Spieler in den MMO-Shooter, wie es zuletzt die große Erweiterung Beyond Light Ende 2020 schaffte.

Wir schauen auf MeinMMO, was den Raid aus 2014 heute noch so beliebt macht und warum Bungie mit der Nostalgie-Attacke von Season 14 voll ins Schwarze getroffen hat.

Was sagen die Zahlen zur Beliebtheit von Destiny 2?

So sieht’s auf Steam aus: Seit Destiny 2 auf Steam umgezogen ist, können wir die Spieler-Population für den PC ganz genau betrachten.

Die meiste Zeit des Jahres dümpelt Destiny 2 bei soliden 60.000 bis etwas über 90.000 durchschnittlichen Spielern auf Steam umher. Das ist dann während einer Season und war 2020 und 2021 recht stabil (via Steam). Einen starken Ausreißer gab es Anfang November 2020: Im Peak haben 241.843 Spieler gleichzeitig die neue Erweiterung Beyond Light zum Start gespielt, auch wenn es ein holpriger Start war.Zum Start von Season 13 (Februar 2021) schauten im Peak 131.640 Hüter vorbei.Beim Start von Season 14 (Mai 2021) waren es erst 102.928 Spieler und als dann die heftigen technischen Launch-Probleme behoben waren, sogar 157.679 Spieler im Peak.Die Gläserne Kammer katapultierte die gleichzeitig aktiven Hüter am 22. Mai dann auf den stolzen Höchstwert von 187.504.

Am 22. Mai öffnete die Gläserne Kammer ihre Pforten in Destiny 2 (via Steam)

Der Boom bescherte Destiny 2 damit sogar zeitweise den dritten Platz aller Spiele auf Steam. Nur die beiden Schwergewichte DOTA und Counter Strike GO waren beliebter. Heute (25. Mai um 11:00 Uhr) belegt Destiny 2 auf der Plattform den 7. Platz (via Steam).

Was ist mit den Konsolen? Die genauen Zahlen für PlayStation 5 und 4 sowie Xbox Series X/S und One sind ein Geheimnis. So im Detail wie bei Steam lässt sich die Population leider nicht auslesen.

Doch durch API-Funktionen, Datenbaken und Tracker zu Destiny 2 können wir sehen, dass auf den beiden Konsolen noch mehr Hüter unterwegs sind, als es bei Steam der Fall ist. Wir können daher zwar darauf schließen, dass die Zahlen hier noch höher ausfallen, aber richtig zu beweisen ist das wohl nur von Sony beziehungsweise Microsoft. Zu erwähnen ist zudem, dass auch einige Hüter auf Google Stadia kämpfen. Das ist jedoch seit der Einführung des Cloud-Dienstes die mit Abstand geringste Hüter-Zahl.

Noch 2021 sollen alle Hüter zusammen das Universum retten können. Denn komplettes Cross-Play soll alle Plattformen miteinander verbinden. Schon heute könnt ihr das Feature testen:

Destiny 2 will mit euch nächste Woche Cross-Play testen und verteilt Belohnungen

Die Gläserne Kammer erinnert an die gute, alte Zeit

Der erste Raid aus 2014 war für viele Spieler damals ihre erste Raid-Erfahrung und vor allem für Shooter-Spieler komplettes Neuland. Die Gläserne Kammer stammt aus dem “Goldenen Zeitalter” als alles in Destiny neu und aufregend war. So brannten sich die Gefühle, die Waffen und die Suche nach Geheimnissen ins kollektive Gedächtnis der Hüter.

Aber auch jüngere Hüter haben über die Jahre durch Mundpropaganda von dem idealisierten Raid gehört, der ja fast sowas wie der Heilige Gral von Destiny sein muss. Nur die Erwähnung von Waffen wie Schicksalsbringer zaubert ein Lächeln aufs Gesicht oder im Falle der Vex Mythoclast schießt der Angstschweiß sofort los.

Raids sind … beliebt? Generell lockt neuer Content dieser Größenordnung zahlreiche Spieler an. Der letzte Raid war die Tiefsteinkrypta, welche im November 2020 live ging und schon überdurchschnittlich viele Hüter für sich begeistern konnte. Lange galten Raids in Destiny 2 als etwas, was nur wenige, elitäre Hüter überhaupt zockten.

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Das hat sich aber geändert. So zeigt ein Blick auf die Abschlüsse der Raids an Tag 1, das die Endgame-Aktivität in Destiny 2 richtig populär geworden ist.

Auch ein Blick auf die Verteilung der Hüter zeigt, dass plötzlich so viele Raiden, wie nie. Das erklärt auch, warum Raid-Waffen zu den meistgespielten Knarren aktuell gehören und die Meta im PvE dominieren.

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Etwa so viele Hüter waren im Raid, wie im Schmelztiegel – und da lockte das Eisenbanner-Event

Darum waren so viele Hüter am Start: Das große Interesse der Gläsernen Kammer wurde zudem von noch einigen Faktoren geboostet:

Die Neuauflage der Gläsernen Kammer darf von allen Spielern völlig kostenfrei erkundet werden.Die Free2Play-Version von Destiny 2 reicht aus, da der Raid an keine DLCs oder Season-Pass-Inhalte geknüpft ist.Um den Rückkehrern und Neulingen entgegenzukommen, wurde das benötigte Powerlevel recht gering angesetzt. So ist es ohne großen Grind machbar, die ersten Encounter des Raids zu meistern. Im Gegensatz zu den Season-Starts, ging der Raid-Launch technisch fast komplett glatt über die Bühne (ein deaktiviertes Exotic hier, eine verbuggte Prometheus-Linse beim Gatekeeper dort, das Übliche halt).Einen Wermutstropfen gab es dann doch: Die ersten 24 Stunden befand sich die Gläserne Kammer in einem speziellen Wettkampf-Modus, der für viele Normalo-Hüter deutlich zu knackig war. Das bescherte aber dafür den Streamer ordentliche Zuschauerzahlen …Bungie hat zudem in ihren Blogeinträgen, auf Twitter und im Spiel selbst kräftig die Werbe-Trommel für den nostalgischen Trip auf die Venus gerührt.

War es das mit der Nostalgie-Keule in Destiny 2?

In Season 14 setzt Bungie auf eine Strategie, die wir mal nett Nostalgie nennen könnten – böse Zungen könnten auch von heftigem Recycling sprechen. In der Feuerprobe warten beispielsweise ikonische Knarren wie die Uneinigkeit (Hung Jury), welche Veteranen-Herzen höher schlagen lässt.

Richtig neuer Content ist auch da, tritt aber aktuell deutlich ins Hintertreffen. Auch wenn man sagen muss, dass Bungie mit den süßen Alien-Babys direkt ein erinnerungswürdiger Moment geglückt ist und die im Spiel erzählte Geschichte richtig politische Magenschmerzen bereitet.

Das kommt sicher noch: Seit Beyond Light hat die Content Vault das Kosmodrom ausgespuckt und alte Strikes aus Destiny 1 zurückgebracht. Generell haben wir beinahe alle alten legendären und exotischen Waffen sowie Rüstungen, an die man sich so erinnert (ja Titanen, euch fehlt die Dämmerbruch-Garnison).

Doch der Erfolg gibt Bungie recht. Ihr könnt euch also mit ziemlicher Sicherheit auf weitere Raids aus Destiny 1 gefasst machen.

Mindestens genauso beliebt wie die Gläserne Kammer ist der Raid Königsfall, wenn nicht sogar noch beliebter. Ob wir uns also bald auf ein Wiedersehen mit Oberbösewicht Oryx freuen können – zumindest in einer Simulation, oder welche Erklärung Bungie uns auch immer liefert?

Atheon aus der Gläsernen Kammer ist im Vergleich zu Obermacker Oryx ein kleines Licht

Was haltet ihr von der “neuen” Gläsernen Kammer? Könnt ihr den Hype um den uralten Raid verstehen und reitet die nostalgische Welle voll mit? Sagt es uns doch in den Kommentaren.

Was 2021 und darüber hinaus für den MMO-Shooter kommen soll, will ein Leak übrigens schon erfahren haben: Riesiger Leak verrät massig Details zur Zukunft von Destiny 2 – Was ist dran?

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