EA verdient im Cash-Shop so viel, als hätten sie 130 Millionen PS5-Spiele verkauft

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author image by | Gaming | 0 Comments | 13 Mai 2021

Electronic Arts hat seinen Finanzbericht für 2020 vorgestellt. Vor allem FIFA 21 und Apex Legends überzeugten in den letzten 12 Monaten. Mit Mikrotransaktionen in den Cash-Shops von EA-Spielen verdiente die Firma 4,06 Milliarden US-Dollar. Das sei so viel, als hätte man 130 Millionen Konsolen-Spiele verkauft, erklärte der Finanz-Chef. Im nächsten Jahr will man kräftig für PS5 und Xbox Series X entwickeln.

Woher sind die Zahlen? Die sind aus dem „Q4 2021 Earning Call“ von EA. Dort stellen Firmenchef Andrew Wilson und Finanz-Chef Blake Jorgensen jedes Vierteljahr die Geschäftszahlen von EA vor und beantworten Fragen von Analysten, welche die Interessen der Geldgeber vertreten.

Die Analysten arbeiten für Credit Suisse, Wells Fargo, J.P. Morgan und Goldmann Sachs: Das, was man allgemein so als „die weltweiten Geldströme“ ansieht.

FIFA 21 und Apex Legends sind die großen Geldbringer 2020

So lief das Jahr 2020 für EA: Das Finanz-Jahr vom 1. April 2020 bis zum 31. März 2021 lief für EA hervorragend, sicher auch wegen der Corona-Pandemie. Der Lockdown hielt Spieler zu Hause und in den Games:

Auch wenn COVID so furchtbar ist, hat es eine Menge Leute zum Gaming gebracht.

Blake Jorgensen, FInanzchef EA

Der Finanzchef Jorgensen erklärt den Analysten, EA bringe die Spieler nicht nur in die Games, sondern auch in die sozialen Netzwerke um diese Spiele, egal ob in Sport-Spiele, in Shooter oder in die Sims.

EA hat einen neuen Umsatz-Rekord aufgestellt. In keinem Jahr seit der Gründung der Firma 1982 hat EA mehr Geld umgesetzt.Der Umsatz beträgt 5,629 Milliarden US-Dollar (etwa 4,66 Mrd. Euro).Allerdings sind die Umsatzzahlen im letzten Quartal gefallen.

Live Service ist die Gelddruck-Maschine für EA

Woher kommt das viele Geld? Ein gewaltiger Anteil an den Einnahmen kommt aus dem Bereich „Live-Service“, das sind die Mikrotransaktionen in den Spielen von EA, die Einnahmen der Cash-Shop, also etwa:

Also FUT Packs und Coins in Spielen wie FIFA 21 oder Maddenkosmetische Skins in Apex LegendsEinnahmen durch die Sims

EA hat insgesamt 4,6 Milliarden US-Dollar mit dem Live-Service eingenommen. Der Finanzchef erklärte:

Um das in eine Perspektive zu setzen: Die 4,6 Milliarden US-Dollar sind das Äquivalent zum Verkauf von 130 Millionen Konsolen-Spielen.

Blake Jorgensen, Finanzchef EA

Als Haupttreiber für die Einnahmen hebt Jorgensen das FIFA Ultimate Team und Apex Legends heraus. Außerdem hätten Mobile-Titel wie Star Wars: Galaxy of Heroes oder SimCity BuildIt besser funktioniert als gedacht.

Was macht EA mit dem vielen Geld? Man geht auf Einkaufs-Tour:

EA kauft Aktien für 2,6 Milliarden US-Dollar zurück EA hat mit Codemasters und Glu neue Marken und Teams gekauftsie bauen neue Büros in Bukarest, Los Angeles, Orlando und in GroßbritannienEA knallt eine Menge Geld in die Forschung und Entwicklung, gerade bei Battlefield und Apex Legends Mobiledas Marketing für das neue Battlefield und für Apex Mobile will man sich auch einiges kosten lassen

Apex Legends ist seit einigen Jahren der Liebling von EA.

Apex Legends hatte in Season 8 so hohe Spielerzahlen wie zuletzt zum Release

So geht’s für EA 2021 weiter: Genauso wie die letzten Jahre.

Man verspricht sich erneut großen Erfolg von der nächsten Generation an Sportspielen wie FIFA 22. Die sollen nun ebenfalls für die Konsolen-Generation PlayStation 5 und Xbox Series X erscheinen. Die Spiele sollen dadurch bei der Physik, der künstlichen Intelligenz und der Immersion noch besser werden.Apex Legends soll für Mobile kommen. Das habe ein „unglaubliches Moment und wachse auf jede Art.“ Die Season 8 sei herausragend gut angekommen, mit 1,2 Millionen aktiven Spielern hätte der Shooter so viele Spiele wie seit dem Release im Jahr 2019 nicht mehr. Auch in Asien, gerade in Japan, laufe das Spiel super.Außerdem erwartet sich EA offenbar viel von Battlefield 6. Im Juni 2021 will man den Fans das neue Battlefield vorstellen. Das Finanzmodell soll “konservativ” sein: Das heißt wohl, das Game kostet 60 €. Man plant aber offenbar auch weitere “Business-Modelle”: Es klingt so, als orientiert sich EA hier an Activision Blizzard und Call of Duty. Ein Hauptspiel, ein kostenloser Ableger und ein Mobile-Titel:

5 Gründe, warum euch das neue Battlefield 6 an CoD Warzone erinnern wird

EA verdient 2020 massiv auch ohne neues Battlefied oder Battlefront

Das steckt dahinter: Was EA hier den Investoren zu verstehen gibt, ist: Wir verdienen wahnsinnig viel Geld mit den bestehenden Spielen, auch wenn wir kein Star Wars Battlefront 3 rausbringen und 2020 auch kein Battlefield 6 hatten.

Die laufenden Einnahmen durch das „Live Service“-Modell sind einfach so riesig.

Da fällt kaum ins Gewicht, dass der eigentlich geplante Blockbuster-Hit Anthem floppte und eingestellt wurde. An die Stelle von Anthem ist in EAs Plänen längst der Free2Play-Titel „Apex Legends“ getreten.

Die Finanzberichte von EA sind von Vierteljahr zu Vierteljahr fast gleich: FIFA, Sims und Apex Legends sind die Eckpfeiler des Gewinns, die immer weiter wachsen. Dazu plant EA eine Expansion auf Mobile und nach Asien.

Die Fragen der Analysten drehen sich denn oft um sowas wie: “Wann kommt denn der Umsatzdurchbruch in Asien und auf Mobile, auf den wir warten?” – Auf die Märkte “Asien und Mobile” schielen die Analysten bei jeder Konferenz. EA will sich hier zwar nicht festlegen, sieht aber immer noch gewaltiges Wachstums-Potential.

Der klare Sieger bei EA ist in den letzten Jahren klar Apex Legends. Während die FIFA-Reihe und “Die Sims” geplante Hits waren, scheint EA jedes Vierteljahr erneut zu staunen, wie fantastisch der Free2Play-Shooter immer noch läuft und wie gut er sich entwickelt.

Die traditionellen Blockbuster-Shooter und klassischen Konsolenspiele von EA wie Star Wars Battlefront oder Battlefield sind zwar auch noch wichtig, aber rücken doch ins Hinterfeld. Die Einnahmen durch Live-Service sind einfach zu gut.

Es liegt daher nahe, dass man zwar Battefield so weiterführen wird wie bisher, aber eben auch ein Free2Play-Beiboot und eine Mobile-Version bringen wird, so wie das Activision Blizzard mit Call of Duty: Warzone und Mobile gelungen ist:

Battlefield 6 nennt Release-Zeitraum 2021 – Kommt auch für alte Konsolen

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