Ein 18-Jähriger gilt in LoL als „Monster“ und „Genie“ – Dabei spielt er die undankbarste Rolle

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author image by | Gaming | 0 Comments | 22 Jul 2021

Der erst 18-jährige Ryu „Keria“ min-seok macht in LoL von sich Reden. Der Support-Spieler ist ein Lichtblick im sonst so trostlosen Tal, in dem T1 steckt. Dabei interpretiert Keria seine Rolle als Supporter in der League of Legends neu. Er spielt unübliche Champions wie Lee Sin und sammelt mit ihnen Kills.

Das ist Keria:

Der damals erst 16-jährige Keria begann seine Karriere bei Kingzone Dragon. Aber schnell entdeckte der Trainer cvMax das Potential des jungen Supports: cvMax gilt zwar als kontroverser Trainer, der einen Spieler mal gewürgt haben soll, aber er ist auch jemand mit einem extrem guten Gespür für Talent.Unter cvMax glänzte Keria 2020 für „DRX“, die es als Außenseiter-Team bis zu den Worlds 2020 schafften. Nach dem Turnier löste sich das Team aber auf. 4 der Spieler waren in einem Jahr zu großen Stars geworden und zogen weiter.Seit November 2020 tritt Keria für T1 an, das legendärste Team in League of Legends um den dreifachen Weltmeister „Faker“. Keria ist auch jetzt erst 18, hat sich aber einen Stammplatz bei T1 erkämpft und den 20-jährigen Effort verdrängt, der jetzt für Liv Sandbox spielt.

Warum ist die Support-Rolle in LoL so undankbar? Der Support-Spieler ist die einzige Rolle in League of Legends, die nicht selbst Kills und Todesstöße sammelt, sondern andere Aufgaben erfüllt:

Er ist dafür zuständig, die eigenen Spieler zu heilen, zu unterstützen oder zu beschützenEr ist dafür da, “die Karte aufzuklären” – soll immer Wards stellen, damit sein Team die Sicht behältDer Supporter ist häufig für die Crowd-Control zuständigDer Supporter ist zudem oft ein “leichtes Opfer”. Es wird erwartet, dass er sich “für das Team opfert”, um einen Rückzug zu decken oder einen “wichtigeren” Helden zu retten. Zudem ist er häufig das Prioritätsziel, das bei Teamfights als “weiches Ziel” herausgepickt wird, um es schnell auszuschalten

Es ist sicher die Rolle in LoL, in der man am wenigstens glänzen kann. Im Prinzip gilt:

Wenn ein Supporter seinen Job perfekt macht, fällt es keinem groß aufWenn der Supporter aber Mist baut, ist er der Erste, der Ärger bekommt und von den Fans geflamet wird “Der macht ja nix – der stirbt ja nur”

Keria glänzt mit ungewöhnlichen Champions und als aggressiver Thresh

Was macht Keria so besonders? Der erst 18-Jährige hat einen weiten Champion-Pool und spielt dabei als Support das, was gerade gebraucht wird.

Vor allem ist er für sein Spiel als „Thresh“ bekannt: Der aggressive Support-Champion hat in den Händen von Keria das Potenzial, Spiele alleine zu gewinnen, indem er Gegner mit seinem Haken schnappt und so positioniert, dass sie leichte Ziele sind.

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Als Thresh glänzt Keria.

Keria spielt aber auch völlig ungewohnte Picks: So trat er in einem Match, bei dem die Gegner Aphelios-Thresh spielten, mit einer Botlane als Kallista-Neeko an. Nach dem Spiel wurden die Gegner zitiert mit: „Wir hätten fast den Verstand verloren“.Einer der schrägsten Picks war aber, als sich Keria für „Lee Sin“ entschied: Der blinde Mönch wird eigentlich als Jungler gespielt. Doch Keria setzte ihn in der Botlane ein, holte mit Lee Sin 5/3/2 und erzielte sogar einen Solo-Kill am Botlaner des Gegners. Keria sagte dazu: Er glaube, dass jeder der „Top-Tier-Champions“ in jeder Rolle glänzen könne. Daher trainiere er mit ihnen.

Hier im Twitch-Clip sieht man, wie Keria ein Spiel mit einer perfekten Kampf-Eröffnung entscheidet:

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Dabei übernimmt Keria aber weiterhin die klassischen Support-Aufgaben. Denn der Supporter ist für die Aufklärung der Karte und die Sicht des Teams verantwortlich. So führt Keria die LCK an bei den Werten für:

„Wards pro Minute“  (1.9) „Controll-Wards pro Minute“ (0.7).

LoL-Profi warnt davor, Solo-Queue als Jungler zu spielen: „Das ist schlecht für dich“

So wird Keria in Korea gesehen: Bereits in seinem ersten Jahr als Profi für DRX verdiente sich Keria Spitznamen wie „Monster Rookie“ oder „Genie“, in der Zeit gewann er auch den „Young Player“-Award der LCK. Bekannt wurde er dadurch, dass er immer wieder auf der Top-Lane vorbeischaute und dort für Unruhe sorgte.

Im Moment ist Keria die große Hoffnung für den Altmeister Faker, der mit 25 ans Ende seiner Laufbahn kommt und seit 5 Jahren keinen Weltmeister-Titel gewonnen hat.

Keria steht mit 18 Jahren noch am Anfang seiner Karriere und will dahin, wo Faker heute steht:

„Auf lange Sicht möchte ich so eine tolle Karriere haben wie Faker. Ich weiß, das wird schwierig, aber ich will der Supporter werden, der die meisten Meisterschaften gewonnen hat.“

Keria

Die Hilfe haben T1 und Faker auch bitter nötig. Dort läuft es in den letzten Jahren nicht mehr rund. Zuletzt feuerte T1 seine Weltmeister-Coaches:

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