Eine Map in Fortnite verletzt die religiösen Gefühle eines Ministers – Er will das Spiel verbieten

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author image by | Gaming | 0 Comments | 07 Jul 2021

Fortnite: Battle Royale wird von einem Minister aus Indonesien hart kritisiert. Da man im Spiel angeblich eine heilige Stätte des Islam zerstören muss, fordert er ein Verbot von Fortnite in seinem Land.

Was ist die Situation? Sandiaga Salahuddin Uno, der Minister für Tourismus und kreative Wirtschaft von Indonesien, will Fortnite verbieten lassen. Der Grund ist religiöser Natur. Denn der Minister habe laut einer Aussage gegenüber CNN Indonesia gehört, das man in Fortnite in der al-Harām-Moschee in Mekka herumballere und sogar die heilige Kaaba (das zentrale Heiligtum des Islam) zerstören müsse, um neue Waffen zu bekommen:

Mindestens fünfmal am Tag stehen wir der Kaaba gegenüber, von wo auch immer wir auf der Welt sind, um die obligatorischen Gebete […] zu verrichten. Und in diesem Spiel [Fortnite] wurde mir gesagt, dass es Ikonen gibt, die der Kaaba ähnlich sind und die müssen zerstört werden, um neue Waffen zu bekommen und das nächste Level zu erreichen.

Sandiaga Salahuddin Uno via CNN Indonesia

Das wiederum sei für den Minister nicht hinnehmbar und er forderte daher ein Verbot des Spiels in Indonesien. Dabei berief er sich auf eine Fatwa aus Ägypten, die ebenfalls alle frommen Muslime dazu auffordert, kein Fortnite mehr zu spielen.

Das Spiel Fortnite richtet sich gegen edle, religiöse Werte. Daher habe ich mein Team veranlasst, dass Spiel sofort zu prüfen und zu verbieten. Außerdem wollen wir eine Warnung an die Entwickler aussprechen, in Zukunft vorsichtiger zu sein.

Sandiaga Salahuddin Uno via nme.com

Fatwa? Was ist das?
Eine Fatwa ist eine von muslimischen Religionsgelehrten veröffentlichte Empfehlung, die Gläubigen zu bestimmten Verhaltensweisen rät oder diese unterbindet.

Was genau meint der Minister? Die Aussage mag Fortnite-Fans verwundern, denn bisher gibt und gab es keine Moscheen in Fortnite. Der Grund für die Empörung liegt vielmehr in einer Map aus dem Kreativmodus, die 2019 veröffentlicht wurde.

Dort hat wohl tatsächlich ein Fan eine Moschee samt einem an die Kaaba erinnernden Block in der Mitte gebaut. In einem Video ist aber lediglich zu sehen, wie ein (offenbar deutscher) User sein Werk begutachtet und sogar eine wertschätzendes Emote zur mutmaßlichen „Kaaba“ nutzt.

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Minister will polizeilich gegen Kreativ-Modus User vorgehen

Wie ging die Sache weiter? Der indonesische Minister indes forderte ein Statement vom Entwickler Epic ein. Die versicherten via Facebook dem Minister, dass man bei Epic alle Religionen respektiere und der Content, der für die Empörung sorgte, gar kein offizieller Teil des Spiels sei. Außerdem könne man die vermeintliche Kaaba in der Kreativ-Mode-Map gar nicht zerstören.

So will der Minister die Sache klären: Im Auftrag des Ministers hat ein weiterer indonesischer Minister namens Johnny G. Plate sich zum weiteren Vorgehen gemeldet.

Fortnite hat klargestellt, dass das im Video enthaltene Element (ähnlich der Kaaba) benutzergenerierter Inhalt (UGC) ist, der von Benutzern in Form des Kreativitätsmodus erstellt wurde. […]

Als Folgemaßnahme zur Verbreitung der Inhalte stimmt das Ministerium für Kommunikation und Informatik mit der indonesischen Nationalpolizei ab, um die Täter, die die Inhalte erstellt haben, aufzuspüren und gegen sie vorzugehen

Johnny G. Plate via CNN Indonesia

Inwieweit die indonesische Polizei gegen einen Content-Creator in Fortnite international vorgehen kann, steht auf einem andren Blatt.

Legale Verwicklungen um Fortnite sind nichts Neues. So kam es schon in der Vergangenheit öfter zu gerichtlichen Problemen um Epic Games Battle-Royale-Game. Zuletzt war dies bei der epischen Klage gegen Apple der Fall.

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