Einige Neuseeländer sind sauer auf Call of Duty Vanguard: „Gigantischer Mittelfinger!“

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author image by | Gaming | 0 Comments | 02 Sep 2021

In Neuseeland sind einige Einwohner gerade stinksauer, was Call of Duty: Vanguard abzieht: Denn Sledgehammer Games hat einen neuseeländischen Kriegshelden als Vorlage für einen Australier verwendet. Das kränkt den National-Stolz.

Was hat Call of Duty denn Böses angestellt? Call of Duty: Vanguard wird sich in der Singleplayer-Kampagne um 4 Soldaten drehen. Jede der Figuren ist „im Prinzip“ ein fiktiver Charakter, aber alle 4 sind historischen Soldaten nachempfunden:

Die russische Scharfschützin Polina Petrove ist „Lyudmila Pavlichenka“ nachgebildet, die als Lady Death bekannt warDer britische Fallschirmspringer Arthur Kingsley ist an Sidney Cornell angelehnt: Der erste Schwarze, der beim D-Day landeteDer amerikanische Pilot Wade Jackson ist dem Kriegshelden Vernon Micheel nachempfundenDer Australische Infanterie-Soldat Lucas Riggs soll offenbar Charles Upham ähneln, dem einzigen Mann in der Geschichte, der zwei „Victoria Crosses“ erhielt, die höchste Auszeichnung für Streitkräfte des Vereinigten Königreichs und für einige Staaten des Commonwealths.

Das Problem ist: Upham ist Neuseeländer, seine Version in „Call of Duty: Vanguard“ aber Australier.

Während die 3 anderen fiktiven Charaktere dieselbe Nationalität wie ihre historischen Vorbilder haben, ist das bei Lucas Riggs nicht der Fall.

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Ignoranz im besten Fall – Gigantischer Mittelfinger im schlimmsten Fall

So reagiert eine neuseeländisch Seite: Die neuseeländische Seite Newshub schreibt:

„Die Bedeutung von Charles Upham kann man gar nicht hoch genug einschätzen. Kein anderer Soldat hat je zwei Victoria Crosses erhalten. Diese unfassbare Leistung gehört nur einem einzigen Land, Aoeteron Neuseeland.

Das ist so als macht man Sir Edmund Hillary zu einem Australier oder Lorde oder Jonah Lomo. Das ist eine Beleidung. Ignoranz im Bestfall, und im schlimmsten Fall: Ein gigantischer Mittelfinger für uns alle.“

An Geschichte orientiert, nicht an sie gebunden

So reagiert Call of Duty: Die haben in einem Statement betont, dass sie ihre eigene Geschichte erzählen, die sich an der Historie orientiert, aber nicht an sie gebunden ist. Man habe tatsächlich für Lucas Riggs „eine Menge Inspiration“ von Charles Upham gezogen.

Warum genau man den jetzt zum Australier macht, verrät man bei Sledgehammer Games aber nicht.

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So wird das diskutiert: Im reddit zu Call of Duty sieht man die Beschwerde der Neuseeländer mit Sympathie, aber offenbar hat so mancher ohnehin ein Hühnchen mit Call of Duty zu rupfen: Ein Nutzer ergänzt etwa, dass Call of Duty ein US-amerikanisches Kriegsverbrechen einfach den Russen angehängt hat. Man würde es da mit Historie nicht so genau nehmen. Das könne man schon daran sehen, dass US-Amerikaner immer als die “Guten” dargestellt werden.

Aber das ist offenbar kein Problem das nur Call of Duty hat. Ein Brite beschwert sich zum Beispiel, dass in Filmen oft alle Heldentaten der Briten im Zweiten Weltkriegern den US-Amerikanern zugesprochen werden.

Andere ergänzen: Das sei immer noch besser, als wenn eine körperlich behinderte Frau mit einem Laser-Auge auftritt wie in einem “anderen Weltkriegs-Spiel”.

Welches Spiel er damit wohl meinen könnte, erfahrt ihr in diesem Artikel:

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