Erstes Team knackt den neuen Raid von Destiny 2 nach 2 Stunden, während viele Hüter am Eingang aufgeben

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author image by | Gaming | 0 Comments | 23 Mai 2021

In Destiny 2 konnten die Spieler sich endlich in die Gläserne Kammer stürzen. Während manche in Rekordzeit durch das Highlight von Season 14 rasten, haben viele Spieler verärgert aufgegeben, noch bevor sie den Raid von innen gesehen haben.

Darauf waren die Hüter heiß: Am Abend des 22. Mai öffnete um 19 Uhr die Gläserne Kammer in Destiny 2 ihre Pforten. Der ikonische Raid stammt aus 2014 und war in Destiny 1 für viele Shooter-Spieler die erste Raid-Erfahrung überhaupt. Entsprechend groß waren die Erwartungen.

In der Community entstand ein Hype und selbst Spieler, die Destiny schon länger deinstalliert hatten, kündigten ihre Rückkehr an. Bungie selbst befeuerte den Kult um die Gläserne Kammer und den Re-Release in den letzten Blogposts (via Bungie.net), auf Twitter und sogar im Spiel selbst.Für viele startete mit der VoG (engl. für Vault of Glass) ein köstliches Stück Destiny-Geschichte, welches man sich direkt zum Start gönnen wollte.Es gab sogar ein Rennen um den prestigereichen Worlds First – also quasi den 2. Worlds First, da der Raid ja 2014 schon einmal erstmalig gemeistert wurde. Hier hatte Bungie sich ein paar Kniffe überlegt, um den Wettkampf trotzdem spannend zu machen.

MeinMMO schaut, warum der Start für viele ein Schlag mitten ins Gesicht war und welches Team sich denn nun als erster durchbeißen konnte.

So gut standen die Chancen: Bungie hat den Klassiker an keinerlei Erweiterung oder bezahlbare Season-Inhalte geknüpft. Wirklich jeder Hüter mit der Gratis-Version von Destiny 2 darf einen Trip auf die Venus wagen.

Wer Destiny 2 am Abend des 22. Mai startete, wurde herzlichst zum Ausflug in die Gläserne Kammer eingeladen

Zudem wurde das benötigte Powerlevel mit 1.300 recht niedrig angesetzt. Das können auch Gelegenheitszocker und sogar Langzeit-Pausen-Hüter in Kürze erreichen. Ein feiner Zug von Bungie, da stand einem spaßiger Raid-Abend für alle ja nichts im Weg, oder?

“Der Raid ist einfach zu schwer, um ihn an Tag 1 zu genießen”

Gegen 21 Uhr, also 2 Stunden nach Raid-Start, verkündete Bungie, dass die ersten Teams den finalen Boss Atheon der Gläsernen Kammer wieder in die Steinzeit gebombt hatten.

Die ersten Trupps bereiten sich eifrig auf den folgenden “Herausforderungsmodus” vor. Erst, wer den zweiten, schwereren Durchlauf mit extra-fiesen Anforderungen im jedem Encouter knackt, gilt als Gewinner des Worlds First.

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Ist der Raid zu schwer? Doch unter Bungies Twitter-Post hatten die Hüter vor allem eins zu sagen: Der Raid sei viel zu schwer.

Auch auf reddit unterhält sich die Community hitzig über den Raid. In dem Mega Thread (via reddit) zur VoG haben sich mittlerweile über 3.100 Kommentare gesammelt (Stand 23. Mai, 11:00 Uhr). Oftmals liest man solche Aussagen:

Wir beißen uns am Templer die Zähen aus (der erste Boss) und die ersten sind schon durch?Die Orakelphase ist ja richtig heftig.Viele Hüter haben es nicht mal in den Raid geschafft haben. Am Eingang sähe man als Normalo-Hüter schon kein Land.

Auch auf MeinMMO können wir von euren Berichten über die hohe Schwierigkeit lesen:

Haben es bis zum Templer geschafft, aber dort hatten wir Probleme anständig Schaden zu platzieren. Die Änderungen bis dahin sind nicht schlecht. Es ist immerhin nicht Copy+Paste, aber trotzdem erkennt man als Veteran alles wieder.

Bin gespannt wie es ab heute Abend ohne Contest Modifikator läuft. Der eingehende Schaden war heftig

KingK via MeinMMO

Den Zuschauerzahlen auf Twitch spielte die Schwierigkeit aber in die Arme. Bei den bekannten Profis wie Datto oder Gladd schauten jeweils über 48.000 beziehungsweise 60.000 Zuschauer beim Wetteifern zu (via sullygnome).

Daher der Frust: Die ersten 24 Stunden befindet sich die Gläserne Kammer in einem Wettkampfmodus. Egal wie stark man gelevelt ist, bei 1.300 ist Schluss. So sollen Hardcore-Grinder nicht alleine durch ihr höheres Level allen anderen die Show stehlen. Doch dieser Wettkampf-Modus bringt auch mit sich, dass die Gegner immer stärker als man selbst sind.

Die Gegner waren jedoch so stark, dass ein Wyvern einen nur schief angucken muss und man fällt sofort um. Hat man keine besonderen Schutz-Mod in der Rüstung, sieht man nach einem feindlichen Sniper-Schuss nur noch das heftige Rot, welches den nahen Tod ankündigt.

In Destiny 2 ganz neu in der VoG: Wyvern – und die Spieler fürchten sie sofort

Viele Hüter waren schlicht nicht darauf vorbereitet, dass der Raid so bockschwer im Wettkampf-Modus ist. Doch selbst wenn man mit einem Endgame-Loadout, den heißesten Granatenwerfer-Mods sowie voller Licht-Ladung loszog und den Raid noch aus Destiny 1 auswendig kannte, war das alles andere als ein Spaziergang.

So gaben viele Hüter auf, selbst Veteranen schluckten den Stolz runter und die erste Runde ging an die Vex. Als erstes Team knackte übrigens Clan Elysium den Raid im “normalen” Modus und im noch härteren Herausforderungs-Lauf. Das verifizierte Bungie kurz vor 1 Uhr nachts (via Twitter). Glückwunsch!

Nostalgie und Herausforderung trennen

So hätte Bungie das lösen können: Da man für den Worlds First den Raid eh im “normalen” Wettkampf-Modus einmal abschließen muss und dann den noch schwereren “Herausforderungsmodus” danach meistern soll, hätte Bungie den normalen Modus deutlich einfacher gestalten sollen.

Ein Großteil der Spieler trat überhaupt nicht mit dem Ziel an, sich den Words First nach 2 Durchläufen zu sichern. Viele Hüter haben sich auf den nostalgischen Trip gefreut, mit den Freunden von einst quatschen und wollten sich mit viel Glück einen Schicksalsbringer 2.0 krallen.Wer so vorging, rannte voll gegen eine Frust-Wand.

Hätte Bungie erst im “Herausforderungsmodus” so knackige Gegner aus die Spieler losgelassen, hätte man sich einen großen Gefallen getan. Denn viele Hüter fühlen sich verprellt und schauen den Raid unter Umständen nie wieder an – gerade die, die extra eine Neuinstallation hinter sich haben.

Erst läuft man die Gläserne Kammer auf “normal” und dann darf man sich an extra-schweren Herausforderungen in einem gesonderten Modus wagen.

Das sind die guten Nachrichten: Heute Abend ab 19 Uhr endet der Wettkampf-Modus in der Gläsernen Kammer. Der Raid ist dann immer noch gratis für alle spielbar, die Gegner sind aber nicht mehr fast unbesiegbar stark.

Ob das Powerlevel bei 1.300 bleibt und man sich nur durch seine Ausrüstung und das saisonale Artefakt einen Vorteil holen kann oder ob die Feinde unter Umständen gegen Ende des Raids sogar über diesem Level liegen, weiß aber noch keiner.

Könnt ihr den Frust der Spieler verstehen? Wie seht ihr das, sollte der alte und nostalgische Raid direkt so schwer sein? Schließlich war der Wettkampf-Modus schon immer so knackig in Destiny 2. Oder wäre es besser gewesen, wenn Bungie die Schwierigkeit erst im Herausforderungsmodus angezogen und den Hütern so einen nostalgischen Trip erlaubt hätte?

Teilt eure Meinung in den Kommentaren und lasst uns doch wissen, wie euer Ausflug in die Gläserne Kammer aussah.

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