Gabe Newell bezeichnet den Preis des Steam Decks als „schmerzhaft“

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author image by | Gaming | 0 Comments | 16 Jul 2021

Der Chef von Valve erklärt, dass der Preis des Steam Decks für die Firma „schmerzhaft“ sei. Dennoch braucht die neue Steam-Konsole eine aggressive Preispolitik, wenn man sich langfristig auf dem Markt durchsetzen möchte.

Wer spricht da? Gabe Newell ist der Chef von Valve, zu dem auch die Plattform Steam gehört. Anlässlich der offiziellen Vorstellung des “Steam Decks” hatte er ein Interview dem Online-Magazin IGN gegeben.

Was sagt er? In dem englischen Interview mit IGN erklärt Newell, dass der Preis eine schmerzhafte Sache für ihn und das Unternehmen sei. So sagt er (via IGN.com):

Ich möchte das in die Hand nehmen und sagen, oh, es funktioniert alles. Es ist alles schnell. Es ist alles … und dann war der Preispunkt zweitrangig und schmerzhaft. Aber das war ganz klar ein kritischer Aspekt. Aber die erste Sache war die Leistung und die Erfahrung, [das] war die größte und grundlegendste Einschränkung, die dies angetrieben hat.

Gabe Newell, Chef von Valve, via IGN.com

Bei der Leistung wollte man keine Kompromisse eingehen und wenn man sich die Specs des „Steam Decks“ ansieht, dann wirkt das auf den ersten Blick auch so. Stattdessen geht man klar über die Preispolitik und das dürfte für Valve „schmerzhaft“ sein.

Die Hardware-Direktorin von Valve, Shreya Liu, bestätigte Newells Aussage und sagte, dass der Preis von Anfang an entscheidend war. “Wir wussten, dass der Preispunkt sehr wichtig war, also […] haben wir von Anfang an darauf geachtet und sehr, sehr hart gearbeitet, um den Preispunkt zu erreichen, an dem wir jetzt sind.”

Darum ist so eine Politik nicht ungewöhnlich: So ein aggressiver Preis ist nichts Ungewöhnliches in der Hardware-Branche. Auch Hersteller wie etwa Sony hatten ihre Konsolen bewusst unter ihrem Wert verkauft, um ihre Konsolen zu etablieren und dann über Abonnenten oder digitale Verkäufe die Einnahmen wieder zurückzuholen.

Bei der PlayStation 4 hatte etwas Sony aus den Problemen mit der PS3 gelernt und hatte die PlayStation 4 zu einem deutlich niedrigeren Preis verkauft:

Früherer Sony-Manager sagt: Wäre die PS4 gefloppt, wäre das vielleicht das Ende gewesen

Valve setzt beim Steam Deck auf eine aggressive Preispolitik

Darum ist der Preis so wichtig: Der Preis sei für Valve zwar „schmerzhaft“ verfolgt aber ein ganz klares Ziel, denn man möchte sich mit seiner neuen Konsole langfristig etablieren und mit dem Steam Deck „eine Produktkategorie etablieren“, die langfristig funktionieren und verschiedene Vorteile bieten solle.

Und um das Produkt zu etablieren und zügig auf den Markt zu bringen, ist Valve bereit, eine aggressive Preispolitik einzusetzen. So sagt Newell: „Also sind wir definitiv… unsere Ansicht ist… wir machen das auf lange Sicht. Und es gibt eine Menge Möglichkeiten.“

Mit einem Einstiegspreis von rund 400 Euro ordnet man sich etwa unter den Next-Gen-Konsolen PS5 und Xbox Series X ein, die 499 Euro kosten. Für einen aktuellen Gaming-PC müsst ihr aktuell auch mindestens 800 Euro oder mehr ausgeben, wenn ihr ordentlich zocken wollt. Denn Grafikkarten sind nach wie vor sehr teuer und kaum verfügbar, doch immerhin sinken die Preise für Grafikkarten aktuell wieder.

Und das dürfte auch ein Problem werden, von dem Valve konfrontiert werden dürfte: Denn die Frage bleibt, ob Valve es schafft, eine hohe Nachfrage nach dem „Steam Deck“ wirklich zu decken.

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