Heroes of the Storm ist seit 3 Jahren „tot“ und deswegen liebe ich es

img
Aug
07
author image by | Gaming | 0 Comments | 07 Aug 2021

In MOBAs kann man schnell den Anschluss verlieren. Gerade deswegen liebt Cortyn das Spiel Heroes of the Storm so sehr, das schon seit Jahren quasi tot ist.

Fast 3 Jahre sind inzwischen vergangen, seit Blizzard Ende 2018 verkündet hat, dass im eigenen Moba Heroes of the Storm nicht mehr viel passieren sollte. Zwar weigerte man sich, das Spiel als „tot“ zu bezeichnen, doch die Entwicklung wurde drastisch heruntergeschraubt, eSports-Turniere eingestellt und das Team verkleinert. Für viele Spieler war klar: HotS ist tot, da passiert nichts mehr.

Doch genau der Umstand, dass Heroes of the Storm sich nahezu nicht mehr verändert, macht das Spiel für mich perfekt.

MOBAs wie SMITE oder League of Legends kann ich immer nur phasenweise spielen. Wenn in World of Warcraft oder Dead by Daylight gerade eine Flaute ist, wechsel ich gerne für ein bis zwei Wochen zu einem anderen Spiel und zocke das richtig intensiv. Früher war das oft SMITE.

Hogger war der letzte Held – danach kam jetzt seit 7 Monaten nichts mehr.

Doch das schaffe ich einfach nicht mehr. Die Spiele verändern sich so schnell, dass ich nur noch am Ball bleiben kann, wenn ich diese MOBAs zu meinem Hauptspiel machen würde. Das kann und will ich gar nicht, denn MOBAs reizen mich immer nur alle paar Monate für ein paar Wochen.

Genau hier hat Heroes of the Storm einen riesigen Vorteil. Es ist auch nach 6 Monaten noch immer das Spiel, das ich vor einem halben Jahr verlassen habe. Der letzte Held, Hogger, liegt nun über 7 Monate zurück. Zwar gibt es jeden Monat einen kleinen Balance-Patch, doch der ändert zumeist so wenige Details, dass das kaum Auswirkung auf mein Verständnis vom Spiel hat.

Ich glaube, die letzte große Änderung, die mir aufgefallen ist, war die Umbenennung des “Brawl”-Modus in “ARAM”, weil das ohnehin schon jeder so genannt hat.

Was von vielen Langzeit-Spielern als Schwäche angesehen wird, die mehr Content, neue Helden, Karten und Skins haben wollen, ist für mich genau die Stärke.

HotS funktioniert auch nach Jahren noch gleich – weil es eben kaum weiterentwickelt wird.

Wenn ich mich heute in SMITE einlogge, dann bin ich heillos überfordert. Es sind so viele Götter und Sagengestalten hinzugekommen, dass ich mich erst stundenlang durch die Menüs klicken müsste, um zumindest einen groben Eindruck davon zu haben, was die ganzen Neuzugänge eigentlich können, damit ich nicht wie der letzte Depp in ihre Fähigkeiten renne.

Oder anders gesagt: Um wirklich Spaß an den Spielen haben zu können, müsste ich erst richtig viel Zeit investieren, mich erneut in das Spiel einzuarbeiten. Kein sehr verlockender Gedanke.

Dadurch, dass Heroes of the Storm nur noch absolut notwendige Patches bekommt, muss ich das Spiel quasi nie neu lernen. Ich weiß auch in 6 Monaten noch, welcher Held gegen welchen anderen Helden gut klarkommt, wie das grundsätzliche Spiel abläuft, welche Talente sinnvoll in welchem Modus sind und was mir die Gegenspieler um die Ohren hauen können.

Ganz ehrlich gesagt: Das habe ich vermisst. Ich vermisse Spiele, die sich nicht mehr groß verändern. Ich vermisse etwa das alte Super Smash Bros. vom Nintendo 64, Multiplayer-Partien in den ersten Halo-Teilen oder Versus-Runden in Left4Dead2. Das waren Spiele, die einfach „fertig“ waren. Spiele, in denen ich nach Jahren wieder anfangen konnte und genau wusste, wie alles funktioniert.

Li-Ming im “ARAM”-Modus – fast immer ein Sieg.

Klar ist das nicht für alle Spiele-Genres gut oder sinnvoll. Ein MMORPG wie World of Warcraft würde ohne neue Inhalte doch irgendwann den Reiz verlieren. Doch gerade im Bereich der MOBAs würde ich mir wünschen, dass es einfach einen Schlusspunkt gibt, ab dem man als Entwickler sagt: „Hey, wir haben jetzt drölf Champions/Helden/Götter, ich glaube jetzt reicht es.“

Das geht natürlich nicht, weil neue Charaktere mehr Aufmerksamkeit auf das Spiel lenken und gleichzeitig die Verkäufe ankurbeln – das ist mir schon klar. Doch ein wenig träumen darf ich ja wohl noch.

Ich wünschte mir, mehr kompetitive Spiele wären wie Heroes of the Storm und hätten einen Zustand, ab dem sie weitestgehend „fertig“ sind. Denn auch wenn das bei Heroes of the Storm keine freiwillige Entscheidung der Entwickler oder Spieler war, hat es – aus meiner ganz persönlichen Sicht – dem Spiel ungemein gutgetan.

Nur deshalb kann ich es jetzt noch alle paar Wochen mal für ein paar Runden zocken.

Wie seht ihr das? Spielt ihr Heroes of the Storm noch gelegentlich? Oder habt ihr das Moba seit Jahren nicht mehr angerührt?

Der Beitrag Heroes of the Storm ist seit 3 Jahren „tot“ und deswegen liebe ich es erschien zuerst auf Mein-MMO.de.

Kürzlich aktive Nutzer

Profilbild von Rioma
Profilbild von SgtReflexXx
Profilbild von zombiemax10
Profilbild von Zwix01
Profilbild von VTRon_exe
Profilbild von Manix
Profilbild von mathestudent
Profilbild von Rustling_Alex
Profilbild von VIG.Avi8ore
Profilbild von Putze
Profilbild von Gizilein
Profilbild von HACOUR

Discord-Viewer

Ts-Viewer