Jungler erklärt, warum Europa jetzt so mies in LoL ist: Reiche US-Teams sind Schuld

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author image by | Gaming | 0 Comments | 29 Okt 2021

Der 26-jährige Marcin „Jankos“ Jankowski ist einer der besten Spieler von League of Legends in Europa. Er ist Jungler für das LoL-Team G2 und wurde 2-Mal zum MVP der LEC gewählt. Er analysiert das miese Abschneiden von Europa bei den Worlds 2021: Als einen der Gründe gibt er die Schwäche seines Teams G2 an, die waren die Einzigen, die mit Korea mithalten konnten. Außerdem nerven reiche US-Teams.

Das ist die Situation:

Das europäische Team G2 schaffte es 2019 ins Finale der LoL Worlds, dem wichtigsten Turnier ins League of Legends. 2020 kamen sie bis ins Halbfinale. Vor der Saison 2021 verkauften sie Schlüssel-Spieler Perkz in die USA und konnten sie sich ohne ihn nicht für die Worlds qualifizieren.Die 3 europäischen Vertreter waren bei den LoL Worlds 2021 chancenlos gegen die Vertreter Südkoreas: 2 Teams schieden in der Gruppen-Phase aus, das dritte Team im Viertelfinale.Jankos erklärte jetzt in einem Livestream, was die Gründe für das schlechte Abschneiden der Europäer sind. Er stellt klar: Es gebe nicht nur einen Grund, sondern gleich eine ganze Reihe von Ursachen.

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Europäische Teams können bei Gehältern nicht mit den USA mithalten

Diese Rolle spielt die USA: Jankos glaubt, ein Problem in Europa ist, dass jedes Jahr einige der besten Spieler Europas von den US-Teams weggekauft werden, weil Europa nicht die finanziellen Möglichkeiten habe, mit den USA zu konkurrieren. Europäische Teams sind nicht in der Lage, vergleichbare Gehälter zu zahlen.

In der Tat fiel auf, dass die US-Teams nur noch wenige US-Amerikaner zu den Worlds schicken – und einige der besten Spieler Europas jetzt für US-Teams antreten.

Ganz schön teuer: Perkz soll 5 Millionen US-Dollar gekostet haben. Er spielt nun in den USA.

„Nur G2 war besser als Korea – der Rest war mies“

Diese Rolle spielt G2: Jankos stellt klar, dass „Europa“ in den letzten Jahren eigentlich nicht mit Südkorea mithalten konnte. Das konnte immer nur G2 und die hatten 2021 eine Krise:

„Wir haben das Problem, dass G2 einfach schlecht war. Und G2 war das Team, das am ehesten mit Korea mithalten konnte. Man kann fragen: Warum ist Europa schlechter als Südkorea? Aber nur G2 war besser als die LCK – jedes andere Team war mies, um ehrlich zu sein.“

Das ist der Unterschied der Mentalität: Bei dem Thema „diese Vorteile haben Koreaner“, kriegt sich Jankos kaum noch ein. Er sagt:

Koreaner würden das Spieler immer „super ernst“ nehmen und hätten „super strenge“ RegelnKoreaner würden 24/7 spielenSie hätten einen fantastischen Coaching-Stab

Außerdem würden Koreaner „Best of Three“-Serien spielen und hätten dadurch viel mehr Wettkampf-Matches als Europäer:

„Wir haben ungefähr 18 Spieler in einer Saison. Die können verdammte 60, 70 Matches spielen“.

Das wäre der Irrtum der Fans: Aus der Sicht von Jankos machten es sich LoL-Fans immer einfach und es lief dann auf „Europäische Spieler sind einfach faul“ hinaus, die tatsächlichen Ursachen seien aber viel komplexer.

Das ist der Endgegner von LoL gerade: DWG KIA, noch ungeschlagen.

Europa von der „One-Team-Region“ zu der „0-Team-Region“

So wird das diskutiert: Die Aussagen von Jankos werden auf YouTube und reddit ausgiebig diskutiert. Der eine Punkt, der relativ einfach zu verändern wäre, leuchtet vielen ein: Jede Wettkampf-Partie in LoL zu einer „Best-of-Three“-Serie zu machen, würde die Spiele „auf der Bühne“ unter Wettkampf-Bedingungen mehr als verdoppeln.

Aber offenbar lehnen das die westlichen Ligen ab, weil man fürchtet, den „normalen Zuschauer“ zu verschrecken, wenn das Match nicht mehr 40 Minuten geht, sondern zwei Stunden.

Andere Punkte von Jankos sehen die Nutzer von reddit kritischer. Es heißt etwa, „dass die USA Spieler wegkauft“, könne nicht als Grund zählen, die Chinesen würden Südkorea auch ausgezeichnete Spieler wegkaufen, trotzdem seien die überlegen. Ohnehin sei es ein Wunder, dass ein Land wie Südkorea mit dem viel größeren China mithalten könne. Die hätten ihr System offenbar optimiert.

Das Problem sei, dass Europa über Jahre eine „Ein-Team“-Region gewesen sein, es gab nur G2. Nachdem DWG KIA die 2020 „gebrochen habe“, sei Europa nun eben eine „0-Team“-Region.

Showmaker gilt aktuell als bester Spieler der Welt.

Keine guten Laner in Europa – nur gute Skirmisher

Ein Nutzer auf reddit erklärt, der große Unterschied bei den Worlds sei die Stärke der Teams in der Laning-Phase. In Korea zwingen herausragende Mid-Laner wie Showmaker, Chovy oder BDD alle anderen dazu, ihr Lane-Game zu verbessern. Exzellente Spieler in Europa oder China wie Caps oder Doinb seien zwar gut in Teamfights, aber keine überragenden Laner. Sie seien für andere Stärken bekannt.

Gerade in der Top-Laner mache sich das bemerkbar: Das sei eine große Schwäche in Europa. Die besten europäischen Top-Laner wie Adam oder Armut würden regional kaum gefordert und dann international komplett bloßgestellt werden.

Einige haben das Gefühl, so eine „Wir retten den Westen“-Diskussion werde jedes Jahr geführt. Normalerweise konzentrierte sich die Diskussion auf die USA – dieses Jahr hat es auch Europa erwischt.

LoL: Alle West-Teams sind raus – US-Coach erklärt, warum Worlds total unfair sind

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