LoL feiert stolz Schwule und Lesben – Außer in der Türkei, da darf man nicht: Probleme um LGBTQIA+

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author image by | Gaming | 0 Comments | 20 Mai 2021

Riot Games hat das LoL-Event „Pride 2021“ gestartet, damit will man die LGBTQIA+-Community feiern. Doch den Fans von League of Legends fällt auf: Hoppla, in der Türkei sieht das Event ganz anders aus. Das Event soll eigentlich doch Schwule, Lesben, queere Personen, Transmenschen und weitere Orientierungen feiern, doch in der Türkei geht es nur um Farben? In Russland findet sich gar keine Erwähnung des Events.

Um dieses Event geht: Das „Pride 2021“ feiert den „internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie“ am 17. Mai. Mit dem Feiern des Tages hat Riot Games 2018 begonnen und unterstützt die Bewegung auch 2021 mit Events in League of Legends und anderen Spielen.

Riot Games sagt: Bei dem Pride-Event in LoL gibt es Symbole, Heimwach-Animation, Sticker und sogar einen Wächter, damit möchte man die LGBTQIA+-Community in all ihren Spielen unterstützen.

2021 gibt es etwa das „Regenbogen-Poro“-Symbol in LoL.

Gerade der Regenbogen als Symbol für die Pride-Bewegung steht bei dem Event im Vordergrund.

Das Pride-Event steht im Zeichen des Regenbogens.

In der Türkei wird aus „Pride“ der „schön bunte Frühling“

Das ist die Kontroverse: Einem LoL-Spieler ist aufgefallen, dass die türkische Version von LoL zwar das „Pride“-Event bringt, doch nicht als “Pride”-Event. In der Türkei sind alle Hinweise auf „Pride“ oder die „LGBTQIA+“-Community aus dem Spiel verschwunden.

Dort wird das Spiel als „Color“-Event, also Farben-Event, vertrieben.

Während auf westlichen Seiten, auch in Japan und Korea, der Pride-Aspekt des Events betont wird, ist davon auf der türkischen Seite keine Rede. Hier wird das Event als “Frühlings”-Event verkauft, bei dem man doch feiern soll, wie schön die verschiedenen Farben des Frühlings so sind. Hier folgt ein Screenshot von der türkischen Seite:

Auf der türkischen Seiten fehlen alle Hinweise auf LGBTQIA+. Da ist es ein Farb- und Frühlings-Event. (Übersetzung mit Google Translate).

Auf Nachfrage bei der türkischen Vertretung von Riot Games hat der Spieler lediglich erfahren: „Man habe eine Menge Zeit in die Forschung gesteckt, um das Event zu lokalisieren.“

Das sagt Riot nun: In einem Statement an Dotesports hat Riot Games erklärt:

„Unsere Haupt-Priorität war es, sicherzustellen, dass die Spieler den Inhalt an so vielen Orten wie möglich erleben können. Um den Gesetzen vor Ort zu entsprechen, haben wir die Label für einige Regionen geändert, in denen wir das Event veröffentlichen.

Wir hoffen, dass wir in Zukunft dazu in der Lage sein werden, das Pride-Event weltweit zu feiern.“

Riot Games

LGBTQIA+ ist eine Sammelbezeichnung für lesbische, schwule, bisexuelle, transsexuelle, queere, intersexuelle und asexuelle Menschen oder Menschen weiterer, anderer sexueller Orientierungen und Formen von Identitäten.

Wo ist das noch verboten? Nach Recherche von MeinMMO taucht das Event auf der russischen Homepage zu League of Legends gar nicht erst auf. Dort fehlt die News, die das Event ankündigt, komplett.

In Russland gibt es seit 2013 ein Gesetz, das jede positive Äußerung über Homosexualität in Anwesenheit von Kindern oder über Medien unter Strafe stellt.

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In der Türkei sind Hinweise auf LGBTQIA+ nur „ab 18“ erlaubt – Man will Kinder schützen

Das steckt dahinter: Die BBC hat im Dezember 2020 berichtet, dass ein Ministerium in der Türkei entschieden hat, dass alles, was man mit LGBTQ oder dem „Regenbogen“ zusammenhängt, nur auf Seiten vertrieben werden darf, die ab 18 Jahre sind (via bbc).

Denn man glaubt, die Entwicklung von Kindern könnte gefährdet sein, wenn sie mit diesen Themen in Kontakt kommen, solange sie noch minderjährig sind.

Um einem Verbot des Events zu entgehen, hat Riot Games also das „Pride“-Event dann in den Regionen abgewandelt oder ganz ausgesetzt, in denen solche Gesetze herrschen.

Einen ähnlichen Konflikt hatte Blizzard 2016, als sie die Overwatch-Heldin „Tracer“ als lesbisch darstellten. Das ging in vielen Orten – aber in Russland nicht:

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