Ludwig warnt: Twitch stirbt, wenn Streamer den lahmen Trend weiter übertreiben

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author image by | Gaming | 0 Comments | 16 Jul 2021

Der Streamer Ludwig Ahgren machte 2021 von sich reden, als er mit einem Marathon-Stream viele Rekorde auf Twitch brach. Nun aber warnt er: Die Streamer und Streamerinnen gefährden die eigene Streaming-Plattform mit ihren „Reaction“-Streams, einem Trend auf Twitch. Einige übertreiben es damit furchtbar.

Um welchen Trend geht es? Ludwig ärgert sich über „Reaction“-Streams. Dabei schaut ein Streamer live einen Clip oder ein Video eines anderen Streamers und reagiert dann darauf. Er stoppt das Video, teilt seine Gedanken dazu mit. Manchmal reicht es auch, das Gesicht zu verziehen oder eine Geste zu machen.

Diese „Reaction“-Streams sind mittlerweile ein großer Teil des Inhalts vieler YouTuber und Streamer. Manche machen gar nichts anderes mehr, als sich durch unzählige Clips im Netz zu klicken.

Einige Streamer füllen Stunden damit, sich von ihren Fans Videos schicken zu lassen, sie sich anzuschauen und darauf zu reagieren.

Wenn im Umfeld von Twitch oder YouTube ein großes Thema auftaucht, kommentieren viele Cotnent-Creator, ob klein oder groß, dieses Ereignis in eigenen Reaction-Streams.

Zu umstrittenen Streams von Amouranth gaben etwa viele Streamer ihre Meinung ab und reagierten auf diese Videos, darunter auch Ludwig selbst:

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Ein typischer “Reaction-Stream”

“Irgendwer muss Content machen, den andere dann weiter klauen können”

Das stört Ludwig an dem Trend: Er sagt:

„Es gibt jetzt zu viele React Andys. Es geht zu weit. Ich hab das Gefühl, Leute gehen auf Sendung und alles, was sie machen, ist es, sich die Inhalte von anderen anzuschauen. Das ist okay, das mach ich auch. Aber es ist gerade zu viel. Ich mag das eigentlich, aber wenn jeder das macht, dann stirbt das ganze System, weil irgendwer muss ja Content machen, den man weiter klauen kann.“

Ludwig Ahgren

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Als Beispiel für diese „React“-Manie auf Twitch nennt Ludwig den aktuellen Skandal um die Krypto-Währung „Save the kids“: Weil YouTuber des FaZe-Clans gezielt für diese Crypto-Coin warben, haben deren Fans viel Geld verloren. Der FaZe-Clan hat daraufhin einen der YouTuber gefeuert und 3 andere suspendiert.

Ludwig sagt: Er habe das Gefühl, jeder Hansel kam jetzt und hätte seinen Senf zu dem „Save the Kids“-Scheiß abgegeben. Jeden Tag sei irgendein anderer gekommen und hätte seine Meinung auch noch gesagt.

Streamer wird reich, weil der Twitch-Chat ihn seit 186 Stunden als Geisel hält

Was wäre die Lösung für Ludwig? Ludwig sagt: Was Twitch braucht, ist „frischer Content“.

So plant er er etwa einen neuen Marathon-Stream. Er möchte so lange live auf Twitch bleiben, bis er alle Teile von „Dark Souls“ durchgespielt hat.

Aber davor hat selbst der Marathon-Streamer Ludwig Respekt: Er hat keine Ahnung, wie lange er dafür braucht.

Der Streamer xQc ist bekannt für Reaction-Streams. Es gibt ein Video, bei dem er auf eine Reaktion von sich selbst auf ein eigenes Video reagiert, bei dem er beim PC-Zusammenbau versagt. Also eine „3-fach-Reaction“.

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“Reaction-Ception”

“Reaction-Streams” – Wenig Aufwand, keine Vorbereitung, viel Ertrag

Das steckt dahinter: Die „Reaction“-Streams sind für YouTuber und Streamer ein Muster, das funktioniert, und das keinerlei Vorbereitung braucht.

Es wird sogar als Voraussetzung der Reaction-Videos gesehen, dass die Streamer die Clips wirklich zum ersten Mal schauen und sich nicht darauf vorbereitet haben: Genau das ist dann der „authentische Reiz“ dieser Clips. Man sieht, wie ein Streamer „das erste Mal“ auf etwas reagiert.

Diese Streams haben für Streamer einige Vorteil:

Die Streamer selbst und ihre Persönlichkeit stehen dabei im Fokus, nicht etwa ein Videospiel. Es sind “Personality”-Streams, was die Bindung der Fans zu den Streamern erhöht.Man kann jederzeit eine Pause machen und mit dem Chat interagierenMan benötigt keine besonderen Skills – wie in einem Videospiel oder bei anderen Tätigkeiten. Eigentlich riskiert man nichts und kann kaum was falsch machen.Diese Streams sind auch so populär, weil Fans drauf hoffen, es entsteht irgendein Konflikt zwischen zwei Streamern. Die Reaction-Streams haben auch Synergie-Effekte: Der Streamer, auf den reagiert wird, reagiert vielleicht zurück – dadurch erreichen Streamer neue Zielgruppen.

Für Streamer wie xQc, die 10 bis 16 Stunden am Tag auf Sendung sind, sind solche “Reaction-Streams” eine Möglichkeit, den Stream mit Inhalten zu füllen. Weil die das so erfolgreich machen, wurde es zum Trend mit vielen Nachahmern.

Ludwig hat Recht: Irgendwer muss den Inhalt liefern, auf den andere dann reagieren können. Irgendwer muss sich die Mühe machen, sich was eigenes auszudenken. Aber das ist so furchtbar anstrengend und macht Mühe.

Dass solche “Ich reagiere darauf, was Fans mir schicken”-Streams auch richtig Ärger bringen können, merkte der Streamer Forsen. Ihn hatte ein Fan mit einem GIF reingelegt, was zum Bann von Twitch führte:

Twitch bannt einen seiner größten Streamer für immer – Wegen eines Bildes

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