Milliarden-Konzern bringt Technik, die allen Chinesen unter 18 verbietet, nachts Videospiele zu zocken

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author image by | Gaming | 0 Comments | 07 Jul 2021

Der chinesische Konzern Tencent will jetzt mit Gesichts-Erkennung dafür sorgen, dass Kinder und Jugendliche in China weniger Videospiele zocken. Die Regeln sind streng: Ab 22 Uhr ist das Spielen komplett untersagt. Auch sonst gelten starke Einschränkungen.

Das will Tencent durchsetzen: Seit dem November 2019 selten strenge Regeln in China, die Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren betreffen:

Sie dürfen an Werktagen nur 1,5 Stunden am Tag spielen.An Wochenenden und Feiertagen ist ihr Spielen auf 3 Stunden begrenzt.Das Spielen zwischen 22 Uhr abends und 8 Uhr morgens ist generell verboten.

Mit diesen Regeln will die chinesische Regierung gegen die Suchtgefahr von Spielen vorgehen. Die Regierung sorgt sich um die schwindende Leistungsfähigkeit der Jugend.

Man befürchtet auch, dass sich exzessives Zocken negativ auf die Gesundheit der Kinder auswirkt. Viele Kinder und Jugendliche leiden in China offenbar an Augen-Problemen.

Verpflichtende Gesichts-Erkennung ab 22 Uhr

So will Tencent jetzt das Gesetz auch wirklich durchsetzen: Der riesige Tech-Konzern Tencent hat eine Marktkapitalisierung von 687 Milliarden US-Dollar. Damit liegt der Konzern weltweit auf Platz 7, noch vor Tesla und nur einen Platz hinter Facebook (via companiesmarketcap).

Tencent hat in China ein neues Programm gestartet: Es heißt „Midnight Patrol“ (Mitternachts-Patrouille).

Das Programm verlangt eine „Gesichts-Erkennung“ von verifizierten Accounts, die nach 22 Uhr eine gewisse Zeit spielen möchten.

Wer sich weigert, diese Gesichts-Erkennung mitzumachen, oder wer bei der Gesichts-Erkennung durchfällt und sich nicht identifizieren kann, der gilt als „minderjährig“. Er wird aus dem System geworfen und darf nach 22 Uhr nicht mehr spielen.

Das Programm dient dazu, Kinder und Jugendliche zu finden, die sich an den Regeln fürs Spielen in ihrem Alter herumdrücken wollen, heißt es.

Die „Midnight Patrol“ ist in 60 Spielen aktiv, darunter auch im so beliebten Mobile-Spiel Honor of Kings. Das Programm soll noch auf weitere Spiele ausgeweitet werden: Dann wohl auch auf League of Legends, das zu Tencent gehört.

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Beobachter glauben, das System könnte dazu führen, dass chinesische Jugendliche nun VPN-Dienste nutzen könnten, um die Gesichtserkennung zu umgehen und auf nicht reglementierte Server in Taiwan oder Hong Kong ausweichen.

Tencent ist auch deshalb so bemüht, die Gesetze der Regierung durchsetzt, weil man sonst eine noch härtere Regulierung des Gaming-Marktes fürchtet. Eine ganze Weile wurden in China gar keine neuen Spiele mehr zugelassen:

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