Millionär erklärt, warum sein MMORPG toll ist und er kein Pyramiden-System-Schwindler

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author image by | Gaming | 0 Comments | 24 Mai 2021

Der Millionär Steven Sharif steht hinter dem neuen Indie-MMORPG „Ashes of Creation“. Auf Nachfrage der Fans erklärt er die Vorteile seines MMORPGs gegenüber klassischen „Industrie-MMORPGs“ und räumt mit Vorurteilen gegen seine Person auf. Mit einem umstrittenen „Multilevel-Marketing-System“ habe er nur weniger als 2 % seines Vermögens gemacht.

Das ist die Situation:

Ashes of Creation wird per Crowdfunding finanziert. Hinter dem neuen MMORPG steht mit Steven Sharif aber ein Unternehmer, der eigenes Geld in das Produkt steckt und sich „sein Traum-MMORPG“ bauen möchte.Sharif erklärt jetzt in einem Thread auf reddit, was die Vorteile seines MMORPGs sind und unterstreicht zudem die Vorteile der Geschäfts-Struktur seines Studios. Denn es gibt keinen Aufsichtsrat, vor dem er sich rechtfertigen muss.Außerdem erklärt Sharif, dass es nicht stimmt, er habe sein Geld mit einem „Multi-Level-Marketing“ (Pyramiden-System) gemacht. Produkte aus dem Bereich hätten nur 2 % seines Vermögens ausgemacht.

Sharif sagt, warum Ashes of Creation toll ist: In einem reddit-Thread (via reddit) diskutieren Fans den Hype um Ashes of Creation. Einer sagt: Er versteht gar nicht, warum um das MMORPG so einen Wirbel gemacht wird. Für ihn wirkt das wie bei „Star Citizen“: Der Cosmetic-Shop sei schon fertig, sonst aber nichts.

Außerdem habe der Chef des Spiels ja sein Geld mit Fruchtsaft gemacht, der angeblich Krebs heilen soll.

Sharif springt selbst in den Thread und erklärt zu Ashes of Creation:

Ich glaube, aus Spielersicht gibt es 2 Haupt-Aspekte, warum Ashes of Creation die Leute begeistert.

Das Erste: Was wir machen? Im Prinzip geht’s um Risiko vs. Gewinn. Nicht jeder ist ein Gewinner, die Welt entwickelt sich um den Spieler herum. Es gibt kein Pay2Win, keine „Quality-of-Life“-Items, eine massive offene Welt und einen Schwerpunkt auf Social- und Community-Systeme.

Das Zweite: Wer wir sind? Wir werden nicht von gierigen „Business-Chefs“ bestimmt. Ich finanziere das Projekt, also sind keine Investoren an Bord, kein Aufsichtsrat, dem ich Rechenschaft leiste, keinen Publisher, den ich glücklich machen muss. Wir reden MIT unserer Community (nicht zu ihnen) und wir hören uns wirklich Feedback an und schätzen und respektieren unsere Spieler.

Natürlich werden wir nicht jeden glücklich machen. Das ist auch nicht das Ziel. Sind wir der nächste „woW KiLleR?“ Natürlich nicht. Ist nicht unser Ziel. Sollte es auch nicht sein.

Steven Sharif

Ashes of Creation: Millionär zahlt MMORPG selbst, sieht das als Riesen-Vorteil

Mit 18 Jahren Produkte von Multilevel-Marketing-Firma verkauft

Woher kommt das mit dem Pyramiden-System? 2017 gab Steven Sharif der Webseite MassivelyOp ein Interview (via MassivelyOp), in dem er sagte, mit 18 Jahren wäre er von der „Multilevel-Marketing“-Firma XanGO rekrutiert worden. Die verkauften unter anderem Fruchtsäfte.

XanGo nutzt ein „Multilevel-Marketing“-System: Das ist extrem umstritten. Als „Pyramiden-System“ oder “Schnellball-System” gilt das als Betrugs-Masche, bei dem Verkäufer ihr Geld nicht damit verdienen, Produkte zu verkaufen, sondern damit, weitere Verkäufer zu rekrutieren. Je später man rekrutiert wird, desto schwerer wird es, neue Verkäufer zu finden, und man bleibt im Zweifelsfall auf hohen Kosten sitzen.

Sharif sagte im Interview: Er startete damals eine Webseite, um die Produkte zu verkaufen und die Webseite war sehr erfolgreich. Mit 24 habe er sich dann mit Investments und Immobilien beschäftigt und damit einen Großteil seines Vermögens gemacht.

Bei vielen Leuten blieb aber hängen: Sharif hatte sein Vermögen dieser „Fruchtsaft“-Firma zu verdanken. Zumal Sharif bei Ashes of Creation ein „Recruitment“-Programm nutzte, das Ähnlichkeiten mit einem Multilevel-Marketing-System aufwies: Wer andere zum Spiel rekrutierte, sollte einen Anteil an den Ausgaben erhalten, die seine „Rekruten“ im Spiel tätigten.

Steven Sharif (links) im Gespräch mit Dawid Hallmann von Mein-MMO.de bei der Gamescom 2018.

Sharif hält Gerüchte über ihn für Versuche, dem Projekt zu schaden

Das sagt Sharif jetzt: Sharif sagt, hier würden Lügen über ihn verbreitet werden, um dem Projekt zu schaden. Er habe sein Vermögen nicht mit Multilevel-Marketing gemacht. Er war ein 18-jähriges Kind, als er eine Seite erstellte, die viele Produkte verkaufte: Shampoo, Zahnpasta, Vitamine, Abnehm-Produkte UND auch einen Fruchtsaft von XanGO. Sharif habe nie Leute für das Multilevel-Marketing rekrutiert, war dort nie angestellt und schon gar nicht im Vorstand. Er habe auch nie gesagt, dass es Krebs heile und so habe er auch nicht sein Vermögen verdient.

Es mache ihn traurig, wenn solche Lügen über ihn wiederholt werden. Die Webseite und das Einkommen daraus würden weniger als 2 % seines Vermögens ausmachen.

Das steckt dahinter: Diese „Multilevel-Marketing“-Sache kam 2017 vor allem deshalb auf, weil das „Rekrutier“-Programm von Ashes of Creation so kontrovers wirkte. Denn YouTuber begannen offensiv für Ashes of Creation zu werben. Zu der Zeit entstand der Eindruck: YouTuber könnten sich das Geld, was sie auf diese Weise durch ihre „Rekruten“ verdient hätten, Cash auszahlen lassen.

Das hatte den Beigeschmack eines solchen „Multilevel-Marketing“-Systems. Das hat dem MMORPG Ashes of Creation von Beginn an eine unseriöse Note verlieren, gegen die Steven Sharif seitdem vorgeht.

Als 2017 Kritik an dem Modell in der englischen Gaming-Presse aufkam, griff Sharif die Journalisten hart an. Er fühlte sich ungerecht beschuldigt. Und erklärte, das sei alles ein Missverständnis.

Zum Rest der Ausführungen von Sharif bleibt kritisch anzumerken: Es hat nicht nur Vorteile, keine „Business-Bosse“ zu haben. Denn Sharif hat letztlich keinen über sich, der ihm Druck macht, Zeitpläne einzuhalten oder Release-Termine zu erfüllen.

Das Indie-MMORPG Ashes of Creation wurde dann auch schon mehrfach verschoben und Fans rechnen aktuell damit, dass es noch einige Jahre dauert, bis es wirklich spielbar ist. Viel länger als eigentlich vorgesehen. Das ist tatsächlich eine Parallele zu Star Citizen.

Wir haben uns mit den Problemen von Crowdfunding-MMORPGs einmal ausführlich auseinandergesetzt. Denn die klingen auf dem Papier zwar toll, haben aber immer wieder mit denselben Problemen zu kämpfen:

Warum neue MMOs über Crowdfunding uns so frustrieren

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