Mitarbeiter von Activision Blizzard installierte Kameras auf der Toilette, wurde erwischt

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author image by | Gaming | 0 Comments | 02 Aug 2021

Im Zuge des Sexismus-Skandals um den Videogame-Publisher Activision Blizzard kommt ein neuer Vorfall ans Licht: 2018 soll ein Angestellter zwei Videokameras auf der Toilette eines Büro-Gebäudes installiert haben. Nach einem internen Bericht wendete sich ein Angestellter an die Polizei.

Das ist die Situation:

Eine Behörde des Staats Kalifornien verklagt Activision Blizzard wegen der Diskriminierung von Frauen: Sie sollen bei Activision Blizzard schlechter bezahlt und schlechter behandelt werden als Männer. Zudem soll es bei Blizzard zu Fällen von sexueller Belästigung gekommen sein.Seit einer Woche tobt eine Diskussion um Activision Blizzard. Mitarbeiter berichten von Vorfällen aus ihrer Zeit bei Blizzard. Es wurde etwa bekannt, dass ein wichtiger WoW-Mitarbeiter schon 2020 wegen sexueller Belästigung gefeuert wurde.Nun taucht ein unangenehmer Vorfall aus dem Jahr 2018 auf.

Wo soll das passiert sein? Der Toiletten-Vorfall spielte sich nicht in Kalifornien ab, sondern in Eden Prarie, Minessota. Dort sitzt eine QA-Abteilung von Activision Blizzard: Sie übernehmen die Qualitäts-Sicherung von Spielen, jagen nach Bugs und Problemen; sowas wie professionelle Alpha-Tester.

2 Videokameras auf der “Unisex”-Toilette entdeckt

Das ist dort vorgefallen: Am 23. August 2018 kam ein Mann auf die örtliche Polizeistation und zeigte denen ein Memo der Personalabteilung. Dort stand drin, jemand hätte „ohne Autorisierung“ ein Aufzeichnungs-Gerät in den Unisex-Toiletten des Bürogebäudes installiert und Activision Blizzard leite eine interne Untersuchung ein.

Ein Detective der Polizei ging am nächsten Tag zu Activision Blizzard und erfuhr dort, dass ein Mitarbeiter zwei Kameras in den Toiletten gefunden hat. Die Kameras wurden abgebaut und nach Kalifornien zur Untersuchung geschickt.

Die Kameras waren so installiert, dass sie die Toiletten beobachteten.

Die Polizei bekam schnell raus, wer der Schuldige war. Denn ein Mitarbeiter hatte „MICRO SD Karten, wasserfeste Camcorder und Batterien gekauft“, die zu den Kameras in den Toiletten passten.

Als man den Verdächtigen mit der Beweislage konfrontierte, gab er zu, die Kameras vor etwa 3 Wochen installiert zu haben. Es handelte sich um einen IT-Mitarbeiter.

Mitarbeiter sofort wegen “abscheulichem Verhalten” gefeuert, Sicherheitsmaßnahmen verstärkt

Das sagt Activision Blizzard: In einem Statement an die US-Seite Waypoint sagen sie: Als ihnen der Vorfall gemeldet wurde, leiteten sie eine interne Untersuchung ein, entfernten alle Kameras und benachrichtigten die Behörden.

Als die Behörden den Schuldigen ermittelt hatten, warf Activision Blizzard ihn für sein „abscheuliches Verhalten“ raus. Die Firma habe dann Krisenberater angeheuert, um mit den Mitarbeitern zu sprechen und ihre Sicherheits-Vorkehrungen verschärft.

So ging das aus: Der Mitarbeiter bekannte sich der Verletzung der Privatsphäre schuldig und bekam eine Bewährungsstrafe. Die verletzte er aber und musste daher an einem Programm für Sexualstraftäter teilnehmen.

Im Zuge der Klage gegen Activision Blizzard kommen nun einige alte Vorfälle ans Licht, die als Beleg genommen werden, dass es unter der Oberfläche schon länger brodelte:

Ein 10 Jahre altes Video könnte dem Blizzard-Chef gerade zum Verhängnis werden

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