New World rechtfertigt Verkauf von Pay2Win-Items – WoW-Experte ruft „Bullshit“

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author image by | Gaming | 0 Comments | 17 Mai 2021

Das neue MMO New World (PC) von Amazon ist in der Defensive: Infos zum Cash-Shop wurden geleakt. Dort war die Rede von kaufbaren Boostern. Für viele MMORPG-Spieler sind solche Items in einem Vollpreis-Spiel nicht tragbar. Während sich das Team rechtfertigt, kommt Kritik von Asmongold, dem größten WoW-Streamer auf Twitch. Der findet die Argumentation von New World scheinheilig.

Was regt die Leute bei New World so auf? Eigentlich weiß man über New World im Moment nur das, was Amazon uns mitteilt: Das Spiel läuft zwar in einer Alpha, die steht aber noch unter NDA. Alle Infos, die nach draußen dringen, sind unter der Kontrolle der Entwickler – eigentlich.

Doch ein Leak machte übers Wochenende nun richtig Ärger. Auf reddit hat ein Spieler ein Bild aus dem Forum der Alpha veröffentlicht. Dort waren von Boostern die Rede.

Ein Booster ist ein Item, das man kauft, und dadurch bestimmte Vorteile im Spiel erhält: Man bekommt etwa mehr EXP für eine Tätigkeit oder kommt schneller im Crafting voran.

Viele halten solche Items für „Pay2Win“-Items, weil sie einen klaren Vorteil in einem Spiel ermöglichen: Wer mit einem Booster levelt, kommt schneller voran als Leute, die keinen kaufen. New World als “Vollpreis“-Titel sollte solche Items nicht bieten, glauben viele in der MMO-Community.

Das sagt Amazon dazu: Das Team von New World hat in einem Statement am 15. Mai versucht, Luft aus dem Konflikt zu nehmen (via twitter):

Man wolle nur Items in den Shop bringen, die so viel „Wert“ haben, dass Spieler sie gerne kaufenMan wolle nie Items in den Shop bringen, bei denen Spieler das Gefühl haben, man müsse sie kaufen, um Spaß an New World zu habenJeder werde New World voll genießen können, ohne was im Shop zu kaufenEs sei ohnehin noch alles in der Schwebe, man will vielleicht auch Rest-EXP einführend oder Schnell-Riesen und beides dann im Shop anbieten oder auch so, dass man es im Spiel erarbeiten kann

Alles zum neuen MMO New World von Amazon – Release, Beta, Vorbestellen, Gameplay

“Wir wollen Spieler unterstützen, die nicht so viel Zeit haben”

Das sagt New World konkret zu Boostern: Es gibt einige Statements von Amazon über Twitter, die Booster weiter rechtfertigen:

„MMOs brauchen ein enormes Zeit-Investment, das nicht jeder leisten kann. Boost können ein Weg für jemanden sein, der nicht genug Zeit hat und mehr aus seiner Zeit machen möchte. Sie können das Spiel auf eine andere Art spielen und die Community unterstützen.“

„Es geht nicht darum, Spieler ins Endgame rasen zu lassen. Es geht darum, Leute zu unterstützen, die nicht so viel Zeit zum spielen haben und ihnen dabei zu helfen, das Endgame zu erreichen, auch wenn sie weniger Zeit haben.“

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New World rechtfertigte sich auf Twitter zur Kritik.

Twitch-Streamer findet Argumentation scheinheilig, nennt sie “Bullshit”

Das ist die Kritik: New World ist für viele WoW-Spieler im Moment interessant und zielt darauf ab, Twitch-Streamer für ihr Spiel zu begeistern. Doch genau aus der Ecke kommt Kritik.

Der größte WoW-Streamer auf Twitch ist Asmongold, der hält die Argumentation von New World für Booster für scheinheilig.

„Was ich hier echt hasse, ist die Narrative, dass sie hier „zum kleinen Mann“ halten. Sie halten zu Bill, dem 31-jährigen Minenarbeiter und Papa. Seine Frau macht Ärger und er hat nur 2 Stunden Zeit, um New World zu spielen.

Die scheißen auf Bill! Sie wollen nur sein Scheiß-Geld.

Und wenn man solche Leute als Ablenkung oder als Schutzschild nutzt, um sich vor Kritik an diesem Bullshit zu schützen, will ich das echt nicht hören.“

Asmongold

Für Asmongold stehen solche Booster dem Spielspaß im Weg. Er nutzt hier WoW als Beispiel: Nur weil viele Leute nun durch Booster eher das Endgame von WoW erreichten, hätten die nicht mehr Spaß als beim klassischen Level-Prozess.

Spaß und das Erreichen Endgame stünden in keiner Verbindung miteinander.

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Entwerten Booster-Abkürzungen die Zeit der “richtigen Spieler”?

Das steckt dahinter: Das ist eine ganz typische MMORPG-Diskussion um Cash-Shops. Was New World anbietet, sind sogenannte „Pay2Progress“ oder „Convenience“-Items: Sie machen das Leben leichter, sind aber nicht zwingend notwendig.

Während in Free2Play-Spielen solche Items noch akzeptiert werden, sorgen sie in Vollpreis-Titeln für Diskussionen. Denn es entwertet das Zeit-Investment der „normalen Spieler“, wenn andere in der Hälfte der Zeit das gleiche Level erreichen, nur weil sie dann einige Euro im Shop lassen.

New World ist für viele WoW-Fans eine interessante Alternative, auch wenn es so weit vom MMORPG weg zu sein scheint. Dieses Phänomen erläuterte Asmongold:

New World ist ein Hit auf Twitch, weil „MMO-Spieler einen WoW-Killer suchen“

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