Pech gehabt! Hacker erbeuten 600 Mio. € in Kryptowährung – Können nichts damit anfangen

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author image by | Gaming | 0 Comments | 14 Aug 2021

Vor Kurzem haben Hacker über 600 Millionen Euro in diversen Kryptowährungen von der Plattform Poly Network gestohlen. Wirklich bereichert hat sie der Diebstahl nicht, denn mit dem Geld können sie nichts anfangen.

Wer sind die Hacker? Am 10. August brachte eine einzige Meldung den gesamten Kosmos der Kryptowährungen ins Wanken. Einer oder mehrere Hacker unter dem Namen ,,Mr. White Hat” (zu Deutsch: Herr Weißhut) haben in einem digitalen Raubzug über 600 Mio. Euro in Form von Bitcoin, Ethereum und anderen Währungen erbeutet.

Ziel dieser Attacke war die Handelsplattform Poly Network, bei der Sicherheitslücken ausgenutzt wurden. Die Plattform stellte sich als besonders lukrativ heraus, da sie Handel zwischen unterschiedlichen Kryptowährungen erlaubt — kaum eine andere Plattform bietet das. So konnten die Hacker gleich mehrere Währungen in weniger Überweisungen transferieren.

Um das Geld der über 10.000 betroffenen Kunden zurückzuerhalten, schrieb Poly Network einen offenen Brief an die Hacker:

Liebe Hacker,

Wir sind das Poly Network Team.

Wir möchten mit euch kommunizieren und bitten euch darum, die gehackten Assets zurückzugeben.

Die Menge an Geld, die ihr gestohlen habt, ist die größte in der Geschichte der dezentralisierten Finanzen. Strafverfolger und Gerichte aller Länder werden das als schwerwiegende Wirtschaftskriminalität behandeln und euch verfolgen. Es wäre sehr unklug von euch, weitere Transaktionen durchzuführen. Das Geld, das ihr gestohlen habt, stammt von über 10.000 Mitgliedern unserer Krypto-Community.

Ihr solltet mit uns reden, um eine Lösung zu finden.

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Hacker können nichts mit dem Geld anfangen

Poly macht mehr Druck: Um die Hacker weiter dazu zu drängen, die Assets zurückzuzahlen, veröffentlichte die Handelsplattform die Wallet-Adressen der Hacker auf Twitter. Damit können sich die Hacker von Mr. White Hat weitere Transaktionen an den Weiß-Hut stecken. Sollten sie jetzt versuchen, jemanden mit der erbeuteten Kryptowährung zu bezahlen oder Krypto- in herkömmliche Währung zu tauschen, ist allen Beteiligten sofort klar: Das Geld ist gestohlen.

Vergleichbar ist das mit Geldscheinen, die beim Versuch, einen Geldkoffer aufzubrechen, von einem Markierungsfarbe sprühenden Sprengsatz wertlos gemacht werden.

Hacker zahlen Geld zurück: Poly Network hat nur kurze Zeit später eine Nachricht erhalten, die an eine Transaktion gekoppelt war. In der schreiben die Hacker ,,ready to transfer”. (zu Deutsch: ,,Bereit für die Transaktion”)

Und tatsächlich, das Geld landete Stück für Stück in den Wallets von Poly Network. Bis zum 13. August 2021 hatten die Hacker etwa 340 Mio. € von 600 Mio. € zurückgezahlt — mehr als die Hälfte. Erfolg genug? Keineswegs: Die Verantwortlichen von Poly versprechen ihren Mitgliedern, dass sie nicht aufhören, bis auch der letzte Cent wieder dort ist, von wo er gestohlen wurde.

Mitglieder und Twitter-Nutzer: Stellt den Hacker ein

Die Reaktion auf den offenen Brief von Poly Network sind eindeutig. Ein großer Teil der User macht sich schlichtweg darüber lustig. Andere drücken ihr Mitgefühl für Betroffene aus. Doch ein Nutzer hat eine abstruse und doch geniale Idee: ,,Stellt den Hacker ein”, verlangt der User CryptoPittie001 und bekommt für diese Idee schnell Zuspruch.

Immerhin hat er die Betreiber der Seite auf eine wichtige Sicherheitslücke hingewiesen. Poly sollte den Hacker bezahlen, damit er noch mehr gefährliche Löcher in den Sicherheitsmaßnahmen findet, findet CryptoPittie.

Eine Idee, die tatsächlich funktionieren könnte. Es wäre nicht das erste Mal, dass eine Firma einen Hacker einstellt, der erfolgreich durch die eigene Sicherheit gedrungen ist. Denn wer kann potenzielle Gefahrenquellen besser erkennen als der eigene Feind?

Plattformen wie Poly Network wurden 2021 bereits dreimal öfter Opfer solcher Hacker-Attacken als noch im Vorjahr. Doch Diebstahl ist nicht die einzige Gefahr beim Handel mit Kryptowährungen, wie Twitch-Streamer Trainwrecks berichtet: Twitch-Streamer warnt vor Glücksspiel und Krypto-Währungen, verzockt dann 2 Millionen $

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