Spoofen in Pokémon GO ist gar nicht so schlimm, wie viele sagen

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author image by | Gaming | 0 Comments | 12 Sep 2021

Eines der umstrittensten Themen in Pokémon GO ist das Spoofen. Wir von MeinMMO haben uns angesehen, weshalb die Meinungen dabei so stark auseinander gehen und unsere Autorin Franzi Korittke erklärt euch, warum sie es gar nicht so schlimm findet.

Was ist Spoofing überhaupt? Beim Spoofing handelt es sich um eine besondere Form des Cheatens im Spiel. Hierbei manipulieren Spieler mit Hilfe von externer Software ihr GPS und können sich dadurch überall auf der Welt bewegen, ohne tatsächlich an diesen Ort zu reisen. 

Diese Manipulation ist durch die Nutzungsbedingungen des Spiels verboten, weshalb Niantic regelmäßig gegen Trainer vorgeht, die sich nicht daran halten. Wird durch Pokémon GO eine derartige Software festgestellt, werden die schummelnden Spieler verwarnt und bekommen einen Bann.

Auch gegen die Firmen, die hinter derartiger Software stecken, versuchte Niantic in der Vergangenheit bereits vorzugehen. Dies gelang ihnen auch. So musste der Cheater-Anbieter Global++ per Gerichtsurteil 5 Millionen Dollar an Niantic zahlen und darf keine Programme verkaufen, die auf dem Code auf Niantics Spielen basieren.

Warum ist Spoofen für viele ein Problem?

Durch das Versetzen des eigenen Standorts können Spoofer von dem einen oder anderen Vorteil im Spiel profitieren. Diese haben wir nachfolgend für euch zusammengefasst:

Regionale Monster: Eine Möglichkeit, die Trainer durch das Spoofen haben, ist das Fangen von regionalen Monstern, für die ehrliche Spieler extra ins Ausland reisen müssten.

Schnelle Ortswechsel: Spoofer können sich schnell von einem Ort zum nächsten bewegen. Besonders bei Meldungen über besondere Pokémon mit hoher IV haben sie hier einen zeitlichen Vorteil. Während ehrliche Spieler erst zu dem entsprechenden Standort laufen müssen, um eine Chance auf dieses Monster zu haben, wechseln Spoofer binnen Sekunden den Ort.

Dadurch ist es diesen Trainern außerdem möglich, mehr seltene Monster zu fangen und somit auch mehr (XL-) Bonbons zu erhalten, die zum Hochleveln der Pokémon wichtig sind. Weitere Auswirkungen hat der schnelle Ortswechsel auf das Umfärben von Arenen. Dadurch können diese Trainer in kurzer Zeit mehrere Arenen umfärben.

Werden diese Möglichkeiten von Spoofern ausgeschöpft, dann führt das unweigerlich auch zu Nachteilen bei anderen Trainern, die ehrlich spielen. So haben diese gegen das Umfärben von Arenen durch die Spoofer kaum eine Chance. Bis sie zur nächsten Arena gelaufen sind, wurde die erste bereits wieder umgefärbt. Das kann schlimmstenfalls auch Auswirkungen auf die täglichen Münzen haben.

Das sagt die Community zum Spoofen

In den sozialen Netzwerken taucht dieses Thema in regelmäßigen Abständen auf. Häufig beklagen sich die Spieler darüber, dass sie durch die Spoofer selbst Nachteile in Pokémon GO haben. So schreibt der reddit-Nutzer Lone_Trombone21, dass es in seinem Ort mehrere Spoofer gibt, welche ständig die Arenen einnehmen, was sehr frustrierend ist (via reddit.com).

Auch andere Nutzer berichten in weiteren Threads immer wieder von Problemen. So entstünden etwa wahre Kämpfe um die Arenen, welche von Spoofern kontrolliert werden und in denen obendrein nur regionale Monster gesetzt werden. Die Spieler finden das demotivierend.

Doch diese Meinung teilen nicht alle Trainer. Manche finden es gar nicht so schlimm, dass andere im Spiel schummeln. Das zeigte auch eine Umfrage von MeinMMO, die wir im April 2021 unter unseren Lesern gemacht haben. Hierbei konnten die User zwischen folgenden drei Antworten zur Frage “Wie findet ihr Cheaten in Pokémon GO?” abstimmen:

Ich finde Cheater gut – Sie helfen sogar in Raids!Mir ist das egal – ich werde durch Cheater nicht beeinflusstCheaten ist schlimm und sollte besser bestraft werden

Meinung der MeinMMO-Community zum Thema Spoofen

Wie ihr in der vorherigen Grafik sehen könnt, haben bis zum 06. September 2021 insgesamt 3.474 Personen an dieser Befragung teilgenommen. Davon gaben 47 % (1.637 Stimmen) an, dass es ihnen egal ist. Weitere 1.180 Personen stimmten hingegen dafür, dass Cheaten schlimm sei. Das entspricht etwa 34 %. Die übrigen 19 % (657 Teilnehmer) finden Cheater sogar gut.

Auch ich habe mich mit dem Thema und den Argumenten beider Seiten auseinander gesetzt. Nachfolgend erkläre ich euch, warum ich spoofen gar nicht so schlimm finde.

“Spoofen ist gar nicht so schlimm!”

Während ich anfangs nicht verstehen konnte, weshalb andere Trainer ihr GPS manipulieren, nur um vom Sofa aus an einem anderen Ort spielen zu können, bin ich heute anderer Meinung. Denn eine zentrale Frage, die ich mir dabei immer wieder gestellt habe, ist: “Welche Nachteile habe ich genau, wenn andere schummeln?”

Daraufhin fiel mir in erster Linie die Problematik rund um das Umfärben der Arenen ein. Das ist wirklich nervig. Allerdings sollte man hierbei auch bedenken, dass nicht alle Spoofer durch die Welt reisen, um andere Trainer zu ärgern und deshalb ständig die Arenen angreifen. Es ist also lediglich ein kleiner Bruchteil von Spoofern, die so im Spiel vorgehen.

Darüber hinaus zeigt sich aus eigener Erfahrung, dass es auch ehrliche Trainer gibt, die für ordentlich Unmut bei anderen sorgen. So greifen diese regelmäßig die Arenen an und färben um, obwohl sie ihre Münzen für den Tag bereits zusammenhaben und nehmen anderen Spielern somit die Chance, welche zu sammeln. Besonders in ländlichen Regionen mit wenigen Arenen sorgt das häufig für Frust.

Arenen in Pokémon GO

Weitere Nachteile konnte ich für mich durch das Schummeln anderer nicht finden. Dass diese Trainer durch das Verändern des GPS seltene oder regionale Pokémon bekommen können, ist mir dabei nicht so wichtig. Spieler, die in diesen Regionen wohnen oder dorthin auf ehrliche Weise reisen, haben diese Möglichkeit auch.

Aufgrund der Einführung von Fern-Raid-Pässen können Trainer inzwischen auch offiziell überall auf der Welt an Raids teilnehmen, ohne sich dorthin spoofen zu müssen. Somit haben Cheater für mich auch hier keinen Vorteil. Vor allem bei Raids konnte ich auch schon positive Erfahrungen machen, denn manche Monster wie Selfe und Tobutz gibt es nur in ausländischen Raids zu fangen.

Durch Spoofer konnten hier entsprechende Raid-Einladungen erfolgen, ohne dass ich extra Spieler im Ausland adden musste. Und auch beim Verharren in einer weniger besuchten Arena haben sie mir schon geholfen und mein Monster nach langer Zeit endlich zurückgebracht.

Mein Fazit zum Spoofen: Für mich ist aus diesen genannten Gründen das Spoofen kein Problem und es stört mich nicht, wenn andere das machen. Letztlich schummeln sie für sich selbst. Und Trainer, die andere Spieler ärgern wollen, gibt es so oder so. Das müssen nicht immer nur Spoofer sein.

Ich persönlich finde es viel interessanter, besondere Orte in der Realität zu entdecken. Aus diesem Grund ist das Schummeln für meinen Pokémon GO-Account auch kein Thema. Mir wäre hierbei die Gefahr zu groß, dass ich gebannt werde. Diese Entscheidung liegt jedoch bei jedem selbst.

Wie findet ihr es, dass manche Trainer in Pokémon GO spoofen? Stört es euch oder ist es euch vielleicht egal? Schreibt uns eure Meinung zu diesem Thema gern hier in die Kommentare und tauscht euch mit anderen Spielern auf MeinMMO aus.

Übrigens haben wir einen Spoofer gefragt, warum er das eigentlich macht. Wir zeigen euch seine Antworten und erklären euch, wie er zum Spoofen gekommen ist.

Der Beitrag Spoofen in Pokémon GO ist gar nicht so schlimm, wie viele sagen erschien zuerst auf Mein-MMO.de.

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