Streamerin erklärt nach großem Twitch-Leak: 90 % der Streamer verdienen weniger als ihr denkt

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author image by | Gaming | 0 Comments | 08 Okt 2021

Der Leak zu Twitch hat große Wellen geschlagen und die Verdienste der Top-Streamer wirken auf viele Außenstehende beeindruckend. Doch die meisten Streamer auf Twitch kommen nicht ansatzweise an diese Zahlen ran, warnt auch die österreichische Streamerin Pia “Shurjoka” Stolz.

Was ist das Problem? Mit dem großen Twitch-Leak, der inzwischen auch von Amazon bestätigt wurde, wurden am 6. Oktober auch die Einnahmen vieler Streamer veröffentlicht:

Allein im September sollen Streamer wie xQc oder Hasanabi einen sechsstelligen Betrag verdient haben.Wer auf die letzten zwei Jahre schaut, findet Verdienste in Millionenhöhe, auch bei deutschen Streamerin wie MontanaBlack oder Knossi.

Diese Zahlen verleiten dazu zu glauben, dass man mit Twitch viel Geld verdienen kann. Doch das gilt nur für die oberen 10 % der Streamer. Wer nicht zu den meist geschauten Kanälen zählt, bekommt von dem dicken Geld-Kuchen nur wenig ab.

Davor warnt auch die Streamerin Shurjoka. Sie selbst gehört mit über 200.000 Followern und durchschnittlich 2.150 Zuschauern etwa zu den Top 2.000 auf Twitch und zeigt dort verschiedenste Spiele wie Anno, Dead by Daylight oder Humankind.

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“Nicht einmal 10 % der Streamer bekommen gut 90 % der Einnahmen”

Was sagt die Streamerin? Shurjoka ist es in ihren Tweets wichtig, den Zahlen des Leaks etwas mehr Kontext zu geben. Denn die Verdienste der Top 500 Streamer wirken beeindruckend und regen zur Nachahmung an.

Doch sie warnt davor, sich von den Zahlen blenden zu lassen:

Zum einen stehen hinter vielen Streamern auf Twitch auch Teams, deren Gehälter ebenfalls bezahlt werden müssen und die zum Streamer dazugehören.Zum anderen bekommen nur die oberen Prozent einen Großteil des Geldes.

Sie sagt: “Nicht einmal 10 % der Streamer bekommen gut 90 % der Einnahmen durch die Plattform. Und innerhalb dieser 10 % verdienen 10 % wieder so viel, wie die restlichen 90 %”.

Sie vergleicht das Streamen auf Twitch mit Fußball und Schauspiel. Auch da verdienen nur die ganz Großen viel Geld, während die Mehrheit leer ausgeht.

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Was übersehen viele? Auf Twitch gibt es eine riesige Zahl von Streamern, die kaum gesehen wird. Der große Erfolg ist also nur wenigen vergönnt.

Laut der Analyse-Seite Sullygnome waren in den letzten 30 Tagen 3.451.871 unterschiedliche Streamer online:

Nur 24.010 Nutzer schafften es durchschnittlich 100 oder mehr Zuschauer zu haben.Wer im Durchschnitt mehr als 20 Zuschauer hat, gehört bereits zu den oberen 5 % der Plattform. Doch auf diesem Niveau lässt sich Twitch schwer monetarisieren. Mit etwas Glück gibt es alle paar Monate 100 Dollar, die überwiesen werden.Mehr als 1,5 Millionen Menschen haben vor einem oder sogar gar keinem Zuschauer gestreamt.

Für den Erfolg auf Twitch spielt es auch nicht zwingend eine Rolle, wie aktiv man streamt. Im Zuge unserer Recherchen sind wir auf mehrere Streamer gestoßen, die an die 300 Stunden gestreamt haben (also fast 10 Stunden pro Tag über 30 Tage verteilt) und die trotzdem weniger als 2 Zuschauer hatten.

Wer also darüber nachdenkt seinen Job zu kündigen und Twitch-Streamer zu werden, der sollte sich das gründlich überlegen. Das betont auch Shurjoka in ihren Tweets.

Wie steht Shurjoka zu dem Leak? In einem Livestream erzählt die Streamerin davon, dass sie selbst sehr transparent mit ihrer finanziellen Lage umgeht. Doch sie rechnet künftig mit vielen Kommentaren und Diskussionen, die sich um die Einnahmen drehen werden.

Einen Vorwurf macht sie der Plattform nicht, da die Daten ja nicht absichtlich online gestellt wurden.

Der große Twitch-Leak hat nicht nur Infos veröffentlicht, sondern auch darauf aufmerksam gemacht, dass die Top-Verdiener auf Twitch vor allem Männer sind. Erst auf Platz 48 kommt die erste Frau. Mehr dazu hier:

Twitch-Leak: Wie viele Frauen sind unter den 100 Top-Verdienern?

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