Tausende Mitarbeiter von Activision Blizzard fordern Rücktritt von Managerin

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author image by | Gaming | 0 Comments | 02 Aug 2021

Die Mitarbeiter von Activision Blizzard haben eine Managerin des Gaming-Unternehmens im Fadenkreuz: Frances Townsend. Sie ist „Executive Vice President“ bei Activision Blizzard und Executive Sponsor eines Netzwerks für weibliche Angestellte. Von dem Posten des Frauennetzwerks soll sie zurücktreten, fordern tausende Unterzeichner eines Briefs an die Geschäftsleitung.

Wo wird das gefordert? Mehr als 2000 Mitarbeiter von Activision Blizzard haben einen Brief unterschrieben, der an die Chefs der Firma ging. Dieser Brief wurde auch einigen Medien zugespielt.

Was wird genau gefordert? In dem Brief heißt es:

Wir fordern Frances Townsend dazu auf, ihr Wort zu halten, und als Executive Sponsor des ABK Employee Women’s Network zurückzutreten, aufgrund der schädlichen Natur ihres Statements.

Weiter heißt es, das „interne Statement von Frances Townsend“ sei „abscheulich und beleidigend“ gewesen.. Es sei gegen alles, wofür die Unterzeichner glauben, dass Activision Blizzard stehen sollte.

Ein “Executive Sponsor” ist ein Manager in einem Unternehmen, der für den Erfolg eines Projekts verantwortlich ist. Er oder sie gibt etwa die Werte des Projekts vor und verantwortet das Projekt gegenüber der Geschäftsleitung.

“Activision Blizzard ist heute eine großartige Firma mit guten Werten”

Was für ein Statement war das von Townsend? Der Journalist Jason Schreier hatte das interne Statement von Townsend am 23. Juli veröffentlicht. Dort antwortete sie auf die Klage einer kalifornischen Behörde als „Chief Compliance Officer“ und Sponsor des Frauennetzwerks.

Sie sagte, die Klage habe ein „verzerrtes und unwahres Bild der Firma“ gezeichnet, mit „faktisch inkorrekten, alten und aus dem Zusammenhang gerissenen Geschichten.“

Die Firma Activision heute sei eine „großartige Firma mit guten Werten“. Sie habe sich einer Firma angeschlossen, von der sie erwartete, dass ihr mit Wertschätzung und Respekt begegnet wird und die ihr die gleichen Möglichkeit einräumt wie Männern. Genauso wäre es in ihrer Zeit auch gewesen.

Activision Blizzard executive Fran Townsend, who was the Homeland Security Advisor to George W. Bush from 2004-2007 and joined Activision in March, sent out a very different kind of email that has some Blizzard employees fuming. pic.twitter.com/BxGeMTuRYF

— Jason Schreier (@jasonschreier) July 23, 2021

Das Statement wurde unter anderem deshalb so hart kritisiert, weil

Townsend erst seit 4 Monaten bei Activision Blizzard istsie von ihrer Situation als „hochrangige Managerin“ ausgeht und sich offenbar nicht in die Situation von weiblichen Angestellten auf unteren Ebenen hineinversetzen kann

Das interne Statement hatte einen völlig anderen Ton als die internen Statements der männlichen Chefs, Bobby Kotick und J. Allen Brack. Die wirkten eher besorgt und verständnisvoll.

„Kokain auf der Toilette, Sex in der Lounge“ – Skandal um WoW-Entwickler Blizzard eskaliert

Managerin blockt eigene Angestellte auf Twitter

So hat sich die Lage seitdem entwickelt: In den letzten Tagen ist die Spannung zwischen den Mitarbeitern von Activision Blizzard und Townsend noch angestiegen.

So hat Townsend auf Twitter einen Artikel verbreitet, der auf die Gefahren des „Whistleblowings“ hinweist. So nennt man es, wenn Insider sich mit geheimen Informationen an die Öffentlichkeit wenden.

Dieser Artikel und gerade das Timing des Artikels wurde auf Twitter harsch kritisiert. Wie Jason Schreier und weitere Meiden berichten, reagierte Townsend damit, konsequent Leute auf Twitter zu blockieren: darunter auch Angestellte von Blizzard.

Eine Managerin, die ihre eigenen Mitarbeiter blockt, wird kritisch gesehen.

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Der Tweet löste einige Reaktionen aus.

Townsend ist ohnehin eine umstrittene Figur: Sie war Sprecherin unter US-Präsident George W. Bush und verteidigte in dieser Funktion Folter-Methoden der Regierung.

Zwischen den Zeilen wird klar, dass es vielen Mitarbeitern bei Activision Blizzard nicht nur darum geht, dass die Managerin ihren Job als “Executive Sponsor” des Frauennetzwerks verliert:

Chef von Activision Blizzard reagiert auf Skandal: Es werden Leute gefeuert

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