Twitch gibt Druck nach, entzieht Streamerin die Partnerschaft nach 6. Bann

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author image by | Gaming | 0 Comments | 01 Jul 2021

Die Streaming-Plattform Twitch hat offenbar dem wachsenden Druck der Öffentlichkeit nachgegeben. Nach dem 6. temporären Bann im Jahr 2021 ist die Streamerin Jenelle „Indiefoxx“ Dagres (26) keine Partnerin mehr auf Twitch. Damit kann sie auf der Streaming-Plattform nur noch eingeschränkt Geld einnehmen. Der Entzug der Partnerschaft könnte sogar ein Anzeichen für einen permanenten Bann sein.

Das ist die Situation:

Die Streamerin Indiefoxx ist für Grenzüberschreitungen auf Twitch bekannt. Sie gilt als jemand, der das Regelwerk von Twitch mit „Hot Tub“-Streams und „ASMR Earlicking“-Streams bis aufs Äußerste dehnt. Diese Streams galten zwischenzeitlich als „Twitch Meta“: Mit solchen Streams umgehen Streamerinnen jene Regeln, die eigentlich für sexuell anzügliche Inhalte auf Twitch gelten.Mit ihren Streams hat Indiefoxx in 6 Monaten im Jahr 2021 mittlerweile 6 temporäre Sperren kassiert, die zwischen einem und drei Tagen andauerten. Diese kurzen Sperren blieben offenbar ohne Wirkung. Nach der letzten Sperre am 28. Juni wuchs der öffentliche Druck über Social Media auf Twitch: Das wiederholte Fehlverhalten von Indiefoxx müsse jetzt endlich ernste Konsequenzen haben.Zu Beginn des 6. Banns war Indiefoxx noch Partnerin bei Twitch. Doch bei einer neuen Überprüfung eines Experten fiel auf: Der Partner-Status ist weg.

Das ist die neue Erkenntnis: Der neue Bann von Indiefoxx begann am 28. Juni. Damals meldete die US-Seite Dexerto: Indiefoxx habe weiter ihren Partner-Status. Daher ging man davon aus, dass auch der 6. Bann nur temporär sein würde.

Doch der Twitter-Nutzer RootOnline, der solche Sachen verlässlich prüft, teilte am Morgen des 01.07. mit: Der Account von Indiefoxx hat keinen Partner-Status mehr auf Twitch.

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Bei einer Überprüfung fiel auf: Der Partnerstatus ist weg.

Was hat das für Auswirkungen? Eine Partnerschaft mit Twitch ist notwendig, um über die Plattform verlässlich Einnahmen zu erzielen. Partner können Einnahmen durch Kanal-Abonnements (Subs) generieren, Werbung schalten oder das virtuelle Guthaben „Bits“ erhalten.

Ohne den Partner-Status bricht Indiefoxx ein beträchtlicher Teil der Twitch-Einnahmen weg.

Es ist nach der neuen Entwicklung zudem fraglich, ob der Bann auch diesmal nur ein 3-Tage-Bann ist. Der Entzug des Partner-Status erfolgt nur nach händischer Entscheidung eines Twitch-Mitarbeiters. Das sieht eher nach einem permanenten Bann aus.

Viel Kritik an den temporären Banns – Ohne Konsequenzen

Das ist das Besondere: In den letzten Tagen wurde der 6. Bann von Indiefoxx auf Twitter diskutiert:

Streamerinnen wie Alinity machten deutlich: Diese Banns zeigen ein Problem. Die Strafen für „sexuelles Verhalten“ seien zu gering. Solche milden Strafen wären für Streamerinnen eher ein Urlaub und kostenloser Werbe-Boost.Große Streamer wie xQc oder Asmongold sagten: Es sei unfair, dass Streamerinnen wie Indiefoxx oder Amouranth mit wiederholtem Fehlverhalten so glimpflich davon kommen. Sie hatten das Gefühl, Twitch messe mit zweierlei Maß.Die Streamerin Pokimane wies daraufhin, dass sexuell anzügliche Streams langfristig für alle Content-Creators auf Twitch schädlich sein könnten. Pokimane fürchtete, durch solche Streams könne Twitch wichtige Werbepartner verschrecken.Auch viele andere Nutzer auf Twitter ärgerten sich darüber, dass Indiefoxx immer wieder nur eine kurze, temporäre Sperre kassiert, und forderten eine harte Bestrafung.

Von Twitch und Indiefoxx selbst gibt es noch kein Statement zum Entzug der Partnerschaft oder zum aktuell 6. Bann.

Asmongold wirft Twitch vor, Frauen zu bevorzugen

Twitch ist bekannt dafür, großem Druck auf Social Media nachzugeben

Das steckt dahinter: Es fällt auf, dass Twitch immer wieder Entscheidungen trifft oder korrigiert, wenn sie in den Tagen zuvor auf Twitter oder reddit heiß diskutiert werden.

So hat Twitch schon mehrfach permanente Banns zurückgenommen, weil die Empörung über den Perma-Bann auf Twitch zu groß wurde:

So hat man Forsen entbannt, nachdem der von Trollen getäuscht worden war, um ein pornographisches Bild im Stream zu zeigenMan hat den jungen Fortnite-Star Clixx entbannt – auch hier erfolgte der Bann, weil auf dem Kanal von Clix ein pornographisches Bild für Sekunden zu sehen warTwitch hat eine relativ unbekannte brasilianische Streamerin vom Perma-Bann befreit, weil auch hier die Empörung über den Bann groß wurde. Den Bann hatte sie Aufgrund ihrer kleinen Tochter kassiert

Umgekehrt hat Twitch den Streamer MontanaBlack für 30 Tage gebannt, nachdem dessen Fehlverhalten lange diskutiert wurde: Der hatte sich im Urlaub auf Malta daneben benommen, als er sich, nach eigenen Angaben, gegenüber Frauen wie ein Neandertaler verhielt. Damals fiel auf, dass der Bann erst nach der großen öffentlichen Diskussion ausgesprochen wurde.

Offenbar hat die öffentliche Diskussion einen Einfluss auf die Entscheidungen, die Twitch trifft. Das verstärkt die Diskussion umso mehr.

6 Banns auf Twitch, die heftig diskutiert wurden

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