Twitch-Streamerin glaubt: Ihre Zuschauer verschwinden, sobald sie einen Freund hat

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author image by | Gaming | 0 Comments | 12 Jun 2021

Eine Twitch-Streamerin fragt ihre Zuschauer, ob sie noch zusehen würden, wenn sie wüssten, dass die Streamerin einen Freund hat. Als die sagen: „Ja, wir würden dir weiter zuschauen“, glaubt sie das aber nicht.

Das ist die Streamerin: „supcaitlin“ ist eine eher kleine Streamerin. Sie hat 92.000 Follower und streamt etwa 5-Mal die Woche für zwei bis drei Stunden auf Twitch. Meist ist sie in Just Chatting unterwegs. Sie spielt aber auch ab und an mal Valorant. In der Regel schauen ihr etwa 1.000 Zuschauer zu.

In ihrem Stream ist eingeblendet, dass sie etwa 3.600 Subscriber hat, damit käme sie alleine durch die laufende Unterstützung der zahlenden Abonennten auf monatliche Einnahmen von etwa 9.000 Euro.

Wenn ich einen Freund hätte, würdet ihr mir dann noch zuschauen?

Das fragt sie ihre Fans: In einem Stream fragt sie ihre Fans: „Wenn ich einen Freund hätte: Wer von euch würde mir dann noch zuschauen?“

Im Chat schreibt die Mehrheit der Nutzer dann „Ja“, „Natürlich“, „Yeah“ – sie würden ihr weiter zuschauen.

Doch die Streamerin glaubt den Zuschauern nicht:

„Hm, das ist verdächtig. Ich glaube euch nicht. Es gibt einige Streamerinnen, die einen Freund haben dürfen, ABER: Bei denen ist das anders. Denn diese Streamerinnen haben eine Community aufgebaut, die nicht auf Brüsten und sexuelle Anziehung basiert.

Ich glaube: Eine Menge von Euch haben auf meinen Kanal geklickt, weil ihr diese Dinger gesehen habt oder ein Outfit und habt euch dann gedacht: „Ich schau sie mir an, weil sie vielleicht heiß ist“ und deshalb werdet ihr verschwinden, sobald ich einen Freund habe.“

Supcaitlin

Twitch-Streamerin fragt Freund: „Ich oder WoW Classic?“

Parasoziale Beziehungen als Geschäftsmodell

Das steckt dahinter: Die Streamerin geht hier offensiv mit etwas um, das die Streamerin „Pokimane“ eine Parasoziale Beziehung nannte.

Pokimane erklärte mal, dass es ein Phänomen gäbe, dass sich Zuschauer in eine für sie unerreichbar Person verlieben und denken, sie hätten eine Beziehung zu der Streamerin, obwohl die nur einseitig verläuft: Die Streamerin sendet in die Community und einzelne Mitglieder beziehen etwa ein „Danke schön“ auf sich selbst und fühlen sich als persönlicher Freund der Streamerin.

Pokimane distanzierte sich davon und sagte: Sie wolle das auf keinen Fall. Sie sei lieber eine „safe Bitch“, die Fans ignoriert, als jemand, der solche parasozialen Beziehungen noch nährt. Denn im Zweifelsfall führt das dazu, dass Fans bei ihr im Haus auftauchen, weil sie denken, sie wären der Freund der Streamerin.

Supacaitlin scheint sich dieser „parasozialen Beziehung“ völlig bewusst zu sein. Offenbar rechnet sie damit, dass einige ihrer Zuschauer sie als „potentielle Freundin“ und „erreichbar“ ansehen. Sobald sie diese Illusion zerstört, wären die Zuschauer weg, glaubt sie.

Nach dieser Logik einer „parasozialen Beziehung“ funktionieren auch viele Boy- und Girlgroups, bei denen die Mitglieder grundsätzliche Single zu sein scheinen.

Der Umgangston auf Twitch zwischen Zuschauern und Streamerinnen ist öfter mal gereizt:

Welche Farbe hat dein String?“ – Twitch-Streamerin reagiert perfekt

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