Warum sich der Einstieg in WoW BC Classic auch 2021 noch lohnt

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author image by | Gaming | 0 Comments | 10 Jun 2021

Im Juni 2021 ging die erste Erweiterung von World of Warcraft mit WoW BC Classic zum zweiten Mal live und lockte tausende Spieler an – alte wie neue. Aber wie gut ist The Burning Crusade eigentlich, wenn man ganz neu damit anfängt?

The Burning Crusade teilt sich in Sachen Beliebtheit mit Wrath of the Lich King den Thron unter den WoW-Spielern. Beide Erweiterungen gelten als die beste Zeit, die WoW je hatte, mit unterschiedlichen Meinungen, welche davon nun wirklich auf Platz 1 ist – auch wenn Cortyn mal wieder anderer Meinung ist.

TBC ist 14 Jahre her, das Addon erschien erstmals im Januar 2007 und endete mit dem Release von WotLK, im November 2008. Seitdem hat WoW viele Spieler verloren und neue hinzugewonnen.

Ein großer Teil der neuen Spieler könnte Burning Crusade also gar nicht mehr kennen. Fans von WoW sollten diese Erfahrung aber unbedingt nachholen und seit dem 2. Juni geht das mit WoW BC Classic. Wir verraten euch, warum sich der Einstieg auch nach 14 Jahren noch lohnt.

Der beste Raid des Spiels und 16 Dungeons

Was bietet Burning Crusade überhaupt? Mit Burning Crusade steigt die Maximalstufe auf 70 an und liegt damit sogar höher als aktuell in Retail-WoW (Shadowlands). Den wichtigsten Content bilden dabei die PvE-Inhalte des Spiels. Dazu gehören:

neun Zonen mit Quests und eigenen Fraktionen16 Dungeonsheroische Schwierigkeit für alle Dungeons (für Spieler der Stufe 70)neun Schlachtzüge, von denen drei zu Release geöffnet sindzwei Weltbosse

Drei der Schlachtzüge sind dabei besonders erwähnenswert: in der Festung der Stürme wartet Prinz Kael’thas Sonnenwanderer, der bis heute als einer der schwersten Bosse in WoW gilt. Der Schwarze Tempel ist der ikonische Raid, in dem wir erstmals Illidan Sturmgrimm im Spiel treffen, den charismatischen „Verräter“ der Nachtelfen.

Mit Karazhan ist außerdem der beste Raid von WoW überhaupt in Burning Crusade verortet: Der Schlachtzug Karazhan ist der riesiger Turm des mächtigen Magiers Medivh, der von einem Dämonen besessen war. Hier warten einzigartige Kämpfe und Events in einem viktorianischen Ambiente, untermalt mit herrlichen Cembalo-Melodien.

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Soundtrack und Ambiente von Karazhan. Tipp: Springt zu 30:57 für die beste Musik im Spiel.

Was sind Kern-Features? In Burning Crusade sind die Blutelfen für die Horde und Draenei für die Allianz eines der wichtigsten Features. Mit den beiden neuen Völkern können die Fraktionen jeweils die Klassen spielen, die vorher nur ihre Gegner wählen durften: Paladine (Blutelfen) und Schamanen (Draenei).

Außerdem ist mit Juwelenschleifen ein neuer Beruf im Spiel, mit dem Spieler für sich und andere Sockelsteine herstellen können. Mit solchen Steinen kann ohnehin schon starke Ausrüstung noch verbessert werden.

Eine der größten Änderungen ist das Fliegen, welches mit TBC erst in WoW möglich wurde. Vorher waren Spieler an den Boden gefesselt, nun können sie in den neuen Gebieten eigenständig fliegen.

3 Gründe, sich BC Classic 2021 anzusehen

Wer Retail spielt oder generell Interesse an WoW hat, der sollte vor BC Classic nicht zurückschrecken. Insbesondere wenn ihr ohnehin ein Abo habt, ist Classic bereits enthalten und ihr könnt jederzeit einen Blick hineinwerfen ohne weitere Kosten.

Wenn ihr mit dem Gedanken spielt, euch WoW BC Classic anzusehen, aber euch nicht entscheiden könnt, findet ihr hier einige Gründe, die euch überzeugen könnten.

1. Erlebt das Spiel, in das sich Millionen verliebt haben

Burning Crusade ist zwar bereits die erste Erweiterung, aber noch so etwas wie die „Reinform“ von WoW. Über die Jahre kamen später immer mehr neue Features zu WoW hinzu und alte Features verschwanden. Fragt man „alte Hasen“, werden einige sagen, dass WoW heute wenig mit dem von damals zu tun hat.

Wer damals mit WoW angefangen hat, lernte ein ganz anderes Spiel kennen als das, was neue Spieler heute sehen. Aber jeder, der seit damals spielt, wird euch sagen, dass er sich zu seiner Zeit in das Spiel verliebt hat.

Als neue Spieler habt ihr die Möglichkeit, diese erste Erfahrung mit WoW noch einmal zu machen. Viele Veteranen werden euch um das Gefühl beneiden, (noch einmal) durchs Dunkle Portal zu gehen oder zum ersten Mal die Stadt Shattrath zu betreten.

Dass WoW überhaupt wachsen konnte, liegt aber daran, dass es damals für seine Zeit schon gut war und sich seit immerhin 17 Jahren als eines der größten MMORPGs der Welt halten kann.

Illidan und Kael’thas – Zwei ikonische Charaktere aus WoW treten in Burning Crusade auf.

2. Entdeckt, wie WoW so wurde, wie es heute ist

In The Burning Crusade wurden einige Features eingeführt, die heute im Spiel Standard sind. Dazu gehören etwa:

Flugmounts, die in Retail sogar in der ganzen Welt funktionieren (in Shadowlands erst ab Patch 9.1)geteilte Hauptstädte für Horde und Allianz, eine sogenannte „Zuflucht“verschiedene Schwierigkeitsgrade für DungeonsSchlachtzüge mit weniger als 40 Spielern

Außerdem brachte TBC später einen Dungeon-Browser, der sich über die Jahre zu dem LFG-Tool entwickelte, welches ihr heute kennt. In BC Classic ist das jedoch (noch) nicht verfügbar.

Wenn euch aber interessiert, warum ihr etwa mythische Dungeons farmt statt „normale“, warum ihr Spieler der anderen Fraktion in Oribos nicht töten dürft oder wie hart es eigentlich war, damals fliegen zu dürfen, solltet ihr euch BC Classic unbedingt ansehen.

Viele heute selbstverständliche Features sind dort noch echte Errungenschaften und vielleicht seht ihr dann auch die aktuelle World of Warcraft aus anderen Augen.

3. WoW BC Classic entschleunigt

In Classic wie auch in Burning Crusade dauert alles länger – vom Leveln über die Reisen bis hin zum Besuch von Dungeons. Es gibt keine Einladungen über einen Klick, Reiten lernen ist teuer und ihr benötigt teilweise mehrere Stunden, um eine Stufe aufzusteigen.

Wenn ihr WoW Classic spielt, müsst ihr euch also Zeit nehmen und auch Zeit nehmen wollen. Dadurch habt ihr aber auch die Möglichkeit, das gesamte Spielgefühl voll und ganz genießen zu können.

In Classic entgeht ihr der Hetze und dem Stress, schnell auf die Maximalstufe zu kommen um alles leerzugrinden. Da der Content ohnehin nicht per se „neu“ ist, lohnt sich das auch gar nicht – ihr könnt euch besser Zeit nehmen und euch alles ansehen, was ihr sehen möchtet.

Dadurch wirkt Classic entschleunigend, teilweise sogar entspannend, was viele Spieler im aktuellen WoW nicht mehr verspüren. Dort ist oft stetige Leistung gefragt und ständig gibt es etwas zu tun, für das nur wenig Zeit ist:

Stress in WoW Shadowlands – Ich habe kaum noch Zeit, um Spaß zu haben

BC Classic ist langsam und anstrengend

Nicht alles in WoW BC Classic ist allerdings gut. Wenn ihr anfangen möchtet, solltet ihr im Hinterkopf behalten, dass das Spiel anstrengend ist. Dabei kommt ein großer Teil der Schwierigkeit aber nicht etwa von komplexen Klassen, sondern von umständlichen Systemen.

Leveln dauert länger und erfordert deutlich mehr Grind als in Retail. Häufig rennen Spieler viele Male durch den gleichen Dungeon nur für die Erfahrungspunkte. Das ist zwar langweilig, aber durch diese Methode kamen Spieler schon in wenigen Stunden auf Stufe 70.

Klassen sind durch viele Fähigkeiten und Talente unübersichtlicher, aber trotzdem weniger komplex. Ihr habt zwar viele Skills zur Auswahl, werdet aber in den meisten Fällen am Ende nur wenige davon nutzen. Das zu lernen benötigt Zeit.

Selbst Items gibt es nicht „an jeder Ecke“. Für viele starke Gegenstände müsst ihr stundenlang Ruf farmen, Materialien sammeln oder Instanzen mehrere Male besuchen. Gruppen dafür findet ihr nicht über ein Tool, sondern müsst sie selbst zusammenstellen und zum Dungeon reisen.

Es gibt zwar einen Level-Boost für Stufe 58, aber einige Gründe sprechen dagegen, den Boost zu nutzen. Wer mit der aktuellen Geschwindigkeit von WoW zufrieden ist, der wird sich in Classic vermutlich an dem Aufwand stören, den er betreiben muss.

Ihr könnt euch einen einmalgen Level-Boost in BC Classic kaufen – solltet ihr aber nicht.

Raids sind nicht (mehr) anspruchsvoll

Dazu kommt, dass die meisten Inhalte nicht wirklich schwierig sind. Selbst wenn ihr die Mechaniken nicht kennt, gibt es seit über 14 Jahren Guides zu allem Möglichen und Spieler, die alles optimiert haben, was man optimieren kann.

Dass Classic „damals“ schwerer war, liegt vor allem daran, dass niemand so recht wusste, was zu tun ist. Mit einem kurzen Blick ins Internet werdet ihr heute direkt zum Meister des Contents. Erfahrene Spieler sind sogar schon so weit, dass sie 24 Stunden nach Release schon alle Raids durchgespielt haben, die es gerade gibt – also BC Classic für jetzt quasi „durch“ haben.

Trotzdem lohnt sich ein Besuch in der alten Welt nicht nur wegen der Nostalgie, sondern auch um neue Erfahrungen zu machen. Das geht sowohl als neue Spieler als auch als Veteran, der denkt, alles zu kennen.

MeinMMO-Autor Benedict Grothaus hat damals unzählige Stunden in The Burning Crusade versenkt und hat sich trotzdem noch einmal neu in das Spiel verliebt:

Verdammt! WoW BC Classic macht mir viel mehr Spaß, als es sollte

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