WoW Classic: Nach Loot-Streit im Raid klaut Blizzard einem Spieler das beste Item

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author image by | Gaming | 0 Comments | 29 Jun 2021

Ihr wollt die Beute eines anderen Spielers in World of Warcraft? Meldet ihn einfach als Ninja-Looter – das hat zumindest bei einem Spieler in WoW Classic ganz dreist funktioniert.

Beute ist in MMORPGs ein heißes Thema, ganz besonders in World of Warcraft und auch seinem Ableger Burning Crusade Classic. Es wird gerne hitzig um Beute gestritten und auch mal das eigen Würfel-Glück verflucht, wenn etwas nicht klappt.

Oder man ist besonders perfide und meldet den tatsächlichen Gewinner eines Items einfach als „Ninja-Looter“ und schaut zu, was Blizzard aus der Situation für ein Chaos anstellt.

Bestes Heiler-Item in Karazahn droppt – Aber wer kriegt den Hammer?

Das ist passiert: Der Druide Onetwo erzählte im Subreddit von WoW Classic den Verlauf seines Besuchs von Karazhan. Er schloss sich einer Gruppe an, weil er aus Karazhan noch einige Gegenstände brauchte und auf der Jagd nach „Gerechtigkeit des Lichts“ war – einem sehr guten Streitkolben für Heiler.

Als der entsprechende Streitkolben dann tatsächlich droppt, freut sich Onetwo, wird aber sofort vom zweiten Heiler im Raid angeschrieben. Der Streitkolben sei „gelocked“, das hätte man mit dem Raid-Leiter so besprochen. Onetwo als Druide habe demnach kein Anrecht auf das Item, weil es dem Priester zustünde.

Onetwo hatte von dieser Absprache allerdings im Vorfeld gar nichts gehört und auch der Raid-Leiter schien dazu keine festen Zusagen gemacht zu haben, sondern habe das Thema nur mal mit dem Priester angesprochen, ohne Versprechungen zu machen.

Am Ende verlangt ein Magier im Raid: Würfelt halt darum.

Der Würfelwurf auf dem Bild zeigt einen klaren Gewinner. Bildquelle: reddit.com/r/classicwow

Onetwo und der Priester würfeln. Der Druide Onetwo gewinnt deutlich und kann den Streitkolben einsacken, den er auch gleich danach verzaubern lässt, wobei er sich sogar um 500 Gold verschuldet.

Plötzlich ist der Streitkolben weg

Blizzard „klaut“ ein Item: Onetwo spielt eine Weile mit dem neuen Streitkolben, heilt in Dungeons und absolviert Arena-Matches. Dabei wird er nach einiger Zeit von dem Priester angeschrieben, der ihn „massiv beleidigt“ haben soll.

Einen Tag später stellt Onetwo dann fest, dass er plötzlich deutlich weniger heilt als zuvor. Der Streitkolben wurde von seinem Charakter entfernt.

Er schreibt daraufhin ein Ticket, um herauszufinden, was hinter dieser Sache steckt. Relativ schnell kommt auch eine Antwort vom Support, die ihm mitteilt:

Ich habe alle Daten für Dich durchwühlt und habe gesehen, dass der Streitkolben entfernt wurde, weil du wegen „Ninjalooting“ gemeldet wurdest und die Untersuchung hatte ergeben, dass die Meldung berechtigt war. Wir betrachten diese Angelegenheit als abgeschlossen.

Onetwo versuchte daraufhin, den Support erneut zu kontaktieren und zu erklären, dass er gar kein Ninja-Looting betreiben konnte. Immerhin sei er gar nicht Plündermeister gewesen und habe ganz normal auf das Item gewürfelt, bevor es ihm dann vom Raidleiter zugewiesen wurde.

Blizzard reagierte auf diese Anfragen allerdings nicht weiter und schloss die Tickets direkt wieder. Für sie war der Fall wohl abgeschlossen.

Protest auf reddit, ruft Blizzard neu auf den Plan

Thread explodiert auf Reddit, sorgt für Aufmerksamkeit: Onetwo entschied sich daraufhin, das zu tun, was bei Blizzard schon häufiger zu Fehlerkorrektur geführt hatte: Er suchte die Öffentlichkeit und schilderte seinen Fall auf Reddit und im offiziellen Forum, belegte alles mit Screenshots.

Obwohl es ein paar Skeptiker gab, die sich darüber wunderten, dass er selbst das Würfeln mit Screenshots protokolliert habe, als hätte er schon geahnt, dass er die Bilder brauchen würde, gibt es für den Fall viel Aufmerksamkeit.

Mit über 14.000 Upvotes ist der Beitrag auf Reddit eine der ganz großen Ausnahmen der letzten Wochen.

Ein kurzes Gespräch mit dem GM brachte den Hammer zurück und 30 Tage Spielzeit. Bildquelle. reddit.com/r/classicwow

So ging das Ganze aus: Am Ende hat sich die ganze Geschichte dann doch gut aufgelöst. Onetow erhielt nach einigen Tagen – und dem großen Beitrag im Subreddit von WoW Classic – erneut eine Nachricht vom Blizzard-Support. Der Streitkolben wurde ihm per Ingame-Post wieder zugeschickt und sich von einem Game Master entschuldigt.

Es sei zu einem Fehler gekommen und als Entschädigung lege man neben dem Streitkolben noch 30 Tage Spielzeit oben drauf.

Damit ist auch diese Geschichte einer der Fälle, in denen die besondere Aufmerksamkeit durch die Community erst dazu führte, dass Blizzard sich mit dem Fall noch einmal befasste und zu dem Schluss kam, dass der Spieler doch im Recht war.

Auch große Streamer streiten gerne mal angeheizt über Loot. WoW-Streamer Asmongold zeigte, wie man dabei besonders taktisch vorgeht.

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