WoW, CoD Warzone: Blizzard verliert 1 Million Spieler, warnt vor Sexismus-Krise – Aktie steigt

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author image by | Gaming | 0 Comments | 04 Aug 2021

Activision Blizzard hat die Geschäftszahlen für das 2. Quartal 2021 vorgestellt. Blizzard schwächelt weiter bei den aktiven Spielerzahlen, das Studio um WoW, Overwatch und Diablo büßt eine weitere Millionen Spieler ein. Zudem warnt Activision Blizzard vor den möglichen negativen Auswirkungen der Sexismus-Krise. Doch die Zahlen von Call of Duty: Warzone und der Mobile-Titel sind so stark, dass die Aktie von Activision Blizzard trotz allem steigt.

Das sind die Quartals-Zahlen von Activision: Der Video-Game-Publisher hat die Erwartungen für das Quartal 2/2021 übertroffen.

Der Umsatz betrug 1,92 Milliarden US-Dollar – erwartet wurden nur 1,89 MilliardenDer Umsatz pro Aktie betrug 0,91$ – erwartet wurden 0,75$.

Im Jahresvergleich zum Pandemie-Jahr 2020 sind die Einnahmen sogar noch weiter gestiegen.

Welche Zahl macht denn Sorgen? Eine Zahl, die Activision Blizzard aber nicht erfreuen dürfte, taucht erst ganz hinten im Geschäftsbericht auf: Es sind die „Monatlich aktiven Spieler“. Das sind alle Spieler, die zumindest einmal im Monat eingeloggt haben.

Hier hat vor allem das Spiele-Studio Blizzard in den letzten Jahren erheblich an Spielern verloren. Innerhalb von drei Jahren hat man ein Drittel der aktiven Nutzer eingebüßt, der Negativ-Trend setzt sich fort:

Im Q2 2018 hatte Blizzard noch 37 Millionen NutzerIm Q2 2019 waren es noch 32 Millionen NutzerIm Q2 2020 waren es stabile 32 Millionen Nutzer – hier verhinderte offenbar WoW Classic einem weiteren VerlustDoch im Q2 2021 sind es nur noch 26 Millionen Nutzer – damit sank die Zahl der aktiven Nutzer im Vergleich zum Q1 2021 um eine weitere Millionen Spieler

WoW, Overwatch, Diablo 3: Blizzard hat fast jeden 3. Spieler verloren

Call of Duty Warzone und Mobile retten Activision Blizzard

Das war der große Lichtblick: Was im Moment wohl alles bei Activision Blizzard in ein positives Licht rückt, ist der Erfolg von Call of Duty, mit seinem Dreigespann aus dem Vollpreis-Titel Cold War, dem Free2Play-Titel Warzone und dem Mobile-Ableger.

So heißt es die Zahlen seien weit höher als vor der Einführung von Warzone: Im Vergleich zu 2019 seien die Zahlen um das Dreifache gestiegen. Auch Call of Duty Mobile wird positiv erwähnt, das wäre um mehr als 10% gestiegen.

Zudem wird das Mobile-Studio der Firma, King, lobend herausgestellt: Auch hier wäre der Umsatz um 15% gewachsen.

Für die Titel von Blizzard gab es ebenfalls ein Lob: Hier hebt Activision Blizzard vor allem WoW Classic heraus, dort soll Burning Crusade die Abo-Zahl wieder angekurbelt haben.

Wo genau Blizzard die eine Millionen Spieler verloren hat, wenn WoW so gut läuft, weiß man noch nicht. Es könnte Overwatch sein, wo seit Monaten wenig passiert ist. Es heißt allerdings: Die Entwicklung Overwatch 2 und Diablo 4 käme gut voran. Der Mobile-Titel Diablo Immortal wurde allerdings verschoben.

Call of Duty: Warzone ist bärenstark. Auf dem Titel baut grade der Erfolg von Activision Blizzard auf.

Activision Blizzard warnt vor möglichen negativen Konsequenzen des Sexismus-Skandals

Das überschattet alles: Der Sexismus-Skandal, nach der Klage, findet sich auch im Geschäftsbericht wieder. Dieser Skandal um Blizzard hat die internationale Berichterstattung über das Gaming in den letzten zwei Wochen dominiert.

Activision Blizzard warnt die Investoren, dass man eine „längere Periode von signifikant niedriger Produktivität“ erleben könnte, außerdem könnten negative Reaktionen der Öffentlichkeit und weitere negative Konsequenzen auf die Firma zukommen. Das werde man alles gründlich betrachten.

Im Bericht finden sich weitere Statements, dass sich Activision Blizzard dem Ziel verschreibt, für das Wohlbefinden der Mitarbeiter zu sorgen und sich sicherzustellen, dass sich alle Angestellten sicher und willkommen fühlen.

Gute Geschäfts-Zahlen federn Auswirkung des Sexismus-Skandals ab

So wirkte sich das auf den Aktien-Kurs auf: Der Aktienkurs von Activision Blizzard war zuletzt stark gesunken und sackte auf den tiefsten Stand im Jahr 2021 ab. Auch am 3.8. sah es noch so aus, als wird das ein schlimmer Tag an der Börse: Nach dem Rücktritt von Blizzard-Chef, J. Allen Brack, brach der Kurs um weitere 3,5% ein.

Doch die positiven Geschäftszahlen stoppten diesen Abwärts-Trend und gaben der Aktie wieder einen Schub nach oben. Vor dem offiziellen Handelsstart am 4.8. und nach dem Bekanntwerden der Geschäftszahlen ist die Aktie von Activision Blizzard bereits um 5,8% gestiegen.

So hoch wie vor dem Sexismus-Skandal steht die Aktie aber nicht – in den letzten Tagen ist die Aktie von etwa 90$ auf unter 80$ gefallen.

Die Nachricht vom Abgang des Blizzard-Präsidenten erschütterte gestern den Aktien-Kurs von Activision Blizzard, aber das dauerte offenbar nur wenige Stunden an, bis die Geschäftszahlen die Wogen glätteten:

WoW: Präsident J. Allen Brack verlässt Blizzard – Nach Sexismus-Skandal

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