WoW-Profi-Gilde Echo findet geniale Strategie, aber Blizzard greift ein

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author image by | Gaming | 0 Comments | 20 Jul 2021

Die WoW-Profis von Echo fanden eine gute Taktik beim Rennen um den First Kill in World of Warcraft. Doch Blizzard gefiel das nicht – und brachte eine rasche Änderung.

Im Rennen um den „World First Kill“ von Sylvanas Windläufer auf mythischer Schwierigkeit, ziehen die Profi-Gilden alle Register in World of Warcraft. Mitunter werden die Spieler so kreativ, dass Blizzard sogar in den laufenden Kampf eingreifen muss und Kreaturen einfach neue Fähigkeiten verpasst, damit bestimmte Strategien nicht gelingen. Das musste die europäische Gilde Echo am eigenen Leib erfahren.

Was hat Echo getan? Die Profis von Echo waren erst vor kurzer Zeit an der Grenze von 50 % Lebenspunkte bei Sylvanas gescheitert – denn offenbar dauert der Kampf noch länger an und der Bansheekönigin müssen noch mehrere Millionen Lebenspunkte aus dem Leib geprügelt werden. Damit das möglich ist, hatte Echo einen anderen Plan entwickelt: Sie spielen die Phase 2 des Kampfes anders, um Sylvanas dort mehr Lebenspunkte zu rauben als eigentlich vorgesehen.

So funktionierte Echos Taktik: In Phase 2 des Kampfes muss der Raid sich eigentlich aufteilen, um zwei Gruppen an zusätzlichen Feinden („Adds“) zu bezwingen. Da die Phase allerdings damit endet, dass die Spieler an einen anderen Ort teleportiert werden, müssen diese Adds nicht zwingend sterben, solange auf jeder Seite zumindest ein Spieler einen todbringenden Zauber unterbrechen kann, die „Hymne des Untergangs“.

Echo teilte die Gruppe auf – 19 Spieler gingen auf die eine Seite und der Todesritter Naowh alleine auf die andere Seite. Mittels jeder Menge Cooldowns, starker Eigenheilung und sogar einem Seelenstein gelang es Naowh, lange genug am Leben zu bleiben.

Das wiederum verschaffte den anderen 19 Spielern genügend Zeit, um Sylvanas ordentlich Schaden zuzufügen und ihr zusätzlich 3 % ihrer Lebenspunkte zu rauben, bevor die Phase endet. Das war ein bedeutender Vorteil, der damit auch die letzte Phase des Kampfes verkürzt hätte. So lief das dann ab:

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Was hat Blizzard getan?

So regieren die Devs: Blizzard hat die Taktik einfach kurzerhand unterbunden. Mittels einer Änderung am laufenden Spiel wurde der Kampf so verändert, dass die verbleibenden Adds in einen Wutanfall verfallen, kurz nachdem Sylvanas unterbrochen wurde. Die entsprechenden Adds verursachen dann bis zu ihrem Tod satte 900 % zusätzlichen Schaden, greifen mit 150 % erhöhter Geschwindigkeit an und zerlegen selbst Tanks in den allermeisten Fällen mit einem einzigen Hieb.

Dadurch stirbt der einzelne Spieler garantiert und kann „Hymne des Untergangs“ nicht länger verhindern, wodurch der ganze Raid wenige Sekunden später in den Tod folgt.

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Die Änderung wurde von Blizzard implementiert, knapp eine Stunde, nachdem Echo diese Taktik zum ersten Mal angewandt hatte.

Macht Blizzard so etwas öfter? Ja. Gerade beim Rennen um den „World First Kill“ kommt es immer mal wieder vor, dass die Profi-Gilden Strategien entwickeln, die Blizzard einfach nicht bedacht hatte, um so einen Boss bedeutend leichter zu machen. Auch bei N’Zoth, Jaina und vielen anderen Bossen zuvor wurde oft in letzter Sekunde eine Enrage-Mechanik eingebaut, um eine „Lücke“ im Encounter-Design zu schließen.

Immerhin hat Blizzard in den meisten Fällen eine ziemlich genaue Vorstellung davon, wie Spieler welche Phase erleben sollen und wie viel Zeit sie in den entsprechenden Phasen verbringen sollen. Eine Phase durch das Ausnutzen von Mechaniken drastisch zu verkürzen dürfte nicht im Sinne der Entwickler sein.

Was haltet ihr von diesem Hotfix? Blizzard gutes Recht, um den Kampf korrekt ablaufen zu lassen? Oder ein „fieser Move“ um den First-Kill von Echo zu verhindern? Sagt es uns doch in den Kommentaren.

In jedem Fall rennt Echo gerade die Zeit davon – denn heute Abend ist in Amerika der Reset und könnte den Sieg für Complexity Limit bringen.

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